Der Neuigkeitenbrief der p.machinery, Ausgabe 02 – 15. Juli 2023

Vorbemerkung

Moin, miteinander. Diesmal machen wir etwas, das auch Dieter von Reeken, unser heimliches Infobrief-Vorbild, gerne macht:

Abverkauf

Eine Reihe von Titeln verschwinden aus unserem Bestand. Die Verkäufe sind stark zurückgegangen (mitunter bis auf null) und ein Nachdruck lohnt sich nicht. Manche Titel bleiben (über Print on demand) im Internet verfügbar, bei uns werden sie allerdings ausverkauft.

Achtung! Sonderkonditionen! Auf alle genannten Titel gibt es 5 % Rabatt. Wer 5 Titel bestellt, bekommt 15 % Rabatt auf alles; bei 10 Titeln 30 % auf alles; bei allen hier genannten Titeln 60 % auf alles. Bestellungen allerdings nur per E-Mail an michael@haitel.de. Lieferung, solange Vorrat reicht, dann versandkostenfrei mit Rechnung. (Edit: Die Konditionen gelten natürlich nur für die E-Mail-Empfänger des Neuigkeitenbriefs.)

Die betroffenen Bücher sind:

  • NOVA SF-Magazin, Ausgabe 18, 20, 22 – je EUR 5,90
  • NOVA SF-Magazin, Ausgabe 23, 25 – je EUR 9,90
  • Detlef Klewer (Hrsg.), BIOMECHANOMICON (AndroSF 101), 302 Seiten, EUR 17,90
  • Simone Knels, Zwölf Märchen für Kinder (Fantasy 26), Hardcover, 108 Seiten, EUR 21,90. Das Buch ist wirklich für Kinder geeignet, auch ab 6 Jahren, ggf. zum Vorlesen.
  • Labisch, Habermann, Scherm (Hrsg.), BILDER EINER AUSSTELLUNG )Außer der Reihe 28), Softcover, 132 Seiten (210 x 210 mm), EUR 14,90. Fantastische Geschichten nach der Musik von Mussorgski und den Bildern von Viktor Hartmann; das Buch ist illustriert von Gerd Scherm.
  • Corinna Griesbach, Das Prinzip der Mittelmäßigkeit (AndroSF 63), 258 Seiten, EUR 11,90. Science-Fiction-Roman.
  • Frederic Brake (Hrsg.), STERNENTOD (Außer der Reihe 34), fantastische Geschichten, inspiriert durch die Musik von »Two Steps from Hell«, 436 Seiten, EUR 18,90.
  • Stephanie Schnee, DOLLYKLON (Außer der Reihe 35), fantastischer Roman um ein Mädchen aus dem Reagenzglas, dem es gelingt, aus dem Labor zu fliehen, in dem es bislang lebte. 298 Seiten, EUR 16,90.
  • Gerd Scherm, DIE IRRFAHRER (Fantasy 23), Band 2 einer Trilogie, der jedoch problemlos allein gelesen werden kann. 332 Seiten, EUR 11,90.
  • Gabriele Behrend, Na|sen|gno|mo|no|mie [sing., fem.] 1.0 Das Kompendium für nasal bevorzugte Lebewesen (Außer der Reihe 53), Bilderbuch mit Text, Hardcover 235 x 168 mm, 60 Seiten, 21,90.
  • Ellen Norten, Süßer Parasit (Außer der Reihe 39), Bilderbuch, Hardcover 232 x 174 mm, 120 Seiten, EUR 18,90.
  • Peter Kiefer, Letzte Schlachten. Kurze Geschichten (Außer der Reihe 40), 200 Seiten, EUR 13,90.
  • Jörg Weigand, Entwirrungen (Außer der Reihe 58), Gedichte mit Bildern von Marianne Labisch, Hardcover 143 x 125 mm, 136 Seiten, EUR 19,90.

Details zu den Büchern findet ihr auf www.pmachinery.de oder im Buchladen auf www.booklooker.de/pmachinery.

Literatur zu Malta

Möglicherweise ist die Reihe »ErlebnisMalta« bekannt, in der Romane und Geschichten erscheinen, die mit Malta zu tun haben, auf Malta spielen, Malta bekannt machen sollen. Zwei Bücher gibt es, die nicht aus der p.machinery stammen, die wir aber dennoch verkaufen:

  • B. u. Ch. Launer, ABSEITS MALTA. Muxrabija-Fenster, Fougasse, Giren und weitere unbekannte Besonderheiten auf Malta. Selbstverlag, Köln, April 2016, 144 Seiten, Broschur, EUR 12,00 (DE) incl. Versandkosten. Das Buch ist besonders für Menschen interessant, die schon mal auf Malta waren, aber mit dem üblichen Touristengedöns abgespeist wurden. In ABSEITS MALTA werden Sehenswürdigkeiten vorgestellt, die der 0815-Malta-Tourist in der Regel nicht zu sehen bekommt.
  • Brigitte Ohk, Dizzjunarju Germaniz – Malti / Wörterbuch Deutsch – Maltesisch, Selbstverlag, 400 Seiten (Format 105 x 147 mm, also sehr handlich), EUR 10,95. Das Wörterbuch bietet nicht nur Wort-für-Wort-Übersetzungen, sondern auch Phrasen und Formulierungen. Zum Einstieg in die einzige semitische Sprache, die lateinische Schriftzeichen verwendet, ausgezeichnet geeignet.

Neuerscheinungen

  • Über Rainer Erler muss man nicht viel schreiben. Wir haben das Vergnügen, seine SF-Titel neu aufzulegen. Der erste Band ist »Das Blaue Palais« (AndroSF 183) mit allen fünf Romanen in einem sogenannten »Omnibus« (den Begriff kennt vermutlich heute kaum noch jemand): 642 Seiten, EUR 26,90; lieferbar ab Montag, 17.07.2023.
  • Bereits lieferbar ist Norbert Stöbes Neuer: »Black Box« (AndroSF 184), eine SF-Geschichte mit schön platzierten Einsprengeln von Thriller und Mystery. 248 Seiten, EUR 16,90.

In Vorbereitung

  • »Amerika! Amerika!« ist eine von Karl Jürgen Roth und den Weigands herausgegebene Reminiszenz an den großen deutschen Amerikanisten Dietmar Kuegler, der uns alle – und sehr überraschend – Anfang Dezember 2022 verlassen hat. Umfang und Preis stehen natürlich noch nicht fest.
  • »Malteros« sind vier erotische Geschichten von Anke Jablinski, die auf Malta spielen.
  • Gernot Schatzdorfers »Insektoid«, ein weiteres SF-Stück zum Kontakt von Menschen und Insektenwesen, wird mit 184 Seiten zum Preis von EUR 14,90 zu erstehen sein. Aber noch nicht.
  • Ebenso wie Dirk C. Flecks fünfzig »HEROES«, eine Sammlung von Essays zu Persönlichkeiten, die für die Menschheit Wichtiges geleistet haben und noch leisten, ohne dass ihre Namen in aller Munde und Medien wären; Figuren im Hintergrund sozusagen.

Die p.machinery-Bücher gibt es im Buchhandel um die Ecke (der Buchhändler sollte nicht nur über Libri bestellen), im Internet (und nicht nur bei Amazon) sowie im Buchladen des Verlags unter www.booklooker.de/pmachinery (Kauf auch ohne Registrierung = als Gast möglich). Wir liefern versandkostenfrei (innerhalb der EU und der Schweiz) und mit Rechnung.

Aus berufenem Munde

Na, eigentlich von berufener Tastatur. Egal. — Der israelische Schriftsteller und Dramatiker Erez Majerantz hat Willi van Hengels Werk »DIEUDEDET oder Sowas wie eine Schneeflocke« auf Lovelybooks ganz eindeutig empfohlen: »Lesen – unbedingt« hat er geurteilt und fünf Sterne vergeben.

Wer nicht hinklicken will, muss es halt hier lesen:

Dieudedet – vielleicht könnte man diesen geheimnisvollen Begriff übersetzen als Suche eines empfindsamen Mannes. Doch nicht einfach nur nach sich selbst – das wäre zu kurz gegriffen. Nein, Willi van Hengel geht viel raffinierter vor: Seine Hauptfigur Alban fragt danach, warum er sich im Leben so fremd vorkommt – nicht nur nach außen zu anderen Menschen, sondern vor allem nach innen, sich selbst gegenüber.

Durch verdrängte Vorfälle in seiner Kindheit, vor allem seelischer Missbrauch, ist er in einer eigenwilligen Agonie verfangen, aus der er erst durch einen symbolischen Akt der Befreiung (durch seine Tat entledigt er sich seiner bisherigen Opferrolle) herausfindet. Das ist der Beginn der Suche – der Suche nach einer Antwort seines Fremdseins in sich selbst. Sein Leben gewinnt Schwingung für Schwingung an neuen Sichtweisen.

Und diese innere wie auch äußere Bewegung versteht van Hengel mit seiner einzigartigen Sprache wiederzugeben – sie ist zynisch, übermütig, zweideutig, ungerecht, ironisch, witzig, frech, stilvoll, grausam, weich und dämonisch, vor allem aber ist poetisch.

van Hengel, Willi, DIEUDEDET oder Sowas wie eine Schneeflocke

 

Irodis‘ Sternenlinks

Der Autor Gerd Frey hat einige Links zu Besprechungen seines Werkes »Irodis’ Stern« zusammengestellt, als da wären:

Auf Instagram findet sich auch ein Buchtrailer.

Frey, Gerd, IRODIS’ STERN

 

Herbert W. Franke in Kiel

17. Juli 2023
Herbert W. Franke: art meets science
Vorträge, Ausstellung, Multimedia-Aufführung
Computermuseum Kiel

Im Themenabend „Herbert W. Franke: art meets science“ wird anlässlich des einjährigen Todestages am 16. Juli 2022 Frankes gleichermaßen umfang- wie facettenreiches Schaffen im Grenzbereich zwischen Wissenschaft und Kunst in einer Abendveranstaltung vorgestellt. In zwei Kurzvorträgen wird die Bedeutung von Frankes Schaffen eingeordnet: Die Kunsthistorikerin Dr. Heike Piehler präsentiert den bildenden Künstler als Pionier der algorithmischen Kunst. Der Literaturwissenschaftler Prof. Dr. Hans Esselborn stellt die Rolle des Schriftstellers Franke als Wegbereiter der deutschsprachigen Nachkriegs-Science-Fiction vor. Weiter zeigt eine Ausstellung Werke von Franke, mit denen der heute weltweit als Pionier der Computerkunst gefeiert wird. Als Höhepunkt des Abends wird das Astropoeticon im Mediendom der Fachhochschule Kiel erstmals in einer 3D-Kuppelprojektion gezeigt.



AndroSF – die SF-Werkausgabe Herbert W. Franke

 

[ErlebnisMalta:] Erleben und genießen – nicht verpassen!

Wir lieben Malta. Die Gelegenheiten, dorthin zu reisen, sind viel zu selten. Tatsächlich liegt die letzte Reise 14 Jahre zurück!
Anke Jablinski, eine Autorin unseres Verlags und derzeit praktisch unsere Reihe »ErlebnisMalta«, ist nicht nur immer wieder — man könnte auch lästern: ständig :) — auf den Inseln, sondern auch daheim in Berlin rührig und aktiv.

Franke covert Franke (Erinnerung)

Thomas Frankes (Buchgestalter) Holzstichcollagen für die Gestaltung der Science-Fiction-Werkausgabe des Herbert W. Franke (Schriftsteller)

Herbert W. Franke (1927–2022) war einer der bedeutendsten Science-Fiction-Autoren deutscher Sprache und einer der verkanntesten. Seine Beschäftigung mit Computergrafik und Computerkunst schon in den frühen 70er-Jahren, als an die heutige Verbreitung der kleinen Maschinen noch nicht zu denken war, verhalf ihm sein Sinn für das Unerwartete, Erstaunliche und Wunderbare dazu, die Möglichkeiten technischer Entwicklungen auszuloten und in realutopische Geschichten zu übersetzen.
»Die Räume des Handelns und Erlebens, die mit moderner Technik auf der Basis der Naturwissenschaft erschlossen werden, sind weitaus fantastischer als alle Hexen, Monster und Zauberer aus der Märchen- und Sagenwelt.«
Der Verlag p.machinery gibt seit ein paar Jahren die Gesamtausgabe der Werke Herbert W. Frankes heraus.
Thomas Franke, weder verwandt noch verschwägert, hat die Buchcover entworfen. Mit seinen unverwechselbaren Holzstichen präsentiert er seine Interpretation der Geschichten seines Namensvetters.

Die Ausstellung ist seit 20. April 2023 in unserer Buchhandlung zu sehen. Sie endet am 23. August 2023 mit einer Werkpräsentation Herbert W. Franke.

Wir freuen uns auf Ihren Besuch
Das Team der Altstadtbuchhandlung
Hartmut Löschcke

Altstadtbuchhandlung Büchergilde
Inh.: Hartmut Löschcke
Breite Str. 47
53111 Bonn
0228-63 67 50

Durchaus naheliegend

Unser erstes Buch war ein Buch zur japanischen Blumenkunst »Ikebana«, ein Buch, das 1985 erstmals im Ulmer Verlag erschien und 2004 bei uns neu aufgelegt wurde. Das Buch von Ayako Graefe, einer in Deutschland lebenden und als Ikebana-Künstlerin aktiven Japanerin, ist das letzte Buch, das noch bei Books on Demand in Norderstedt läuft – und wir haben keinen Grund, das zu ändern, denn das Buch läuft gut, es ist – so kann man sagen – einer unserer Verkaufsschlager, wenn nicht der Renner schlechthin.
Zwei weitere Ikebana-Bücher – eines davon in englischer Sprache – folgten und erfreuen uns gleichermaßen. Ob dies mit dem neuen Titel von Cornelia Morper auch der Fall sein wird, muss sich zeigen – denn dieses Buch hat nichts mit Ikebana zu tun, sehr wohl aber mit einem japanischen Künstler namens Katsushika Hokusai, der in der westlichen Welt vor allem mit seinem Bild »Die große Welle vor Kanagawa« bekannt wurde und bekannt ist.
Cornelia Morper präsentiert in ihrem Buch nicht nur den japanischen Künstler als solchen – und hier vor allem auch eine spannende Szene zu einem Rollbild, dessen Anerkennung als Hokusais Werk sogar Gerichte beschäftigte –, sondern auch Philipp Franz von Siebold, der nach seinem mehrjährigen Japan-Aufenthalt als Arzt einerseits Hokusais Werke in den Westen mitbrachte, andererseits mit seinem Werk »Nippon« dafür sorgte, dass Japans Geheimnisse im Westen entschleiert wurden, denn Japan war lange, lange Zeit gegenüber der Außenwelt strikt abgeschottet.

Morper, Cornelia, HOKUSAI UND SIEBOLD

Immer der Nase nach

Oder immer den Sternen hinterher. Wolf Wellings »Wanderer« ist eine Roadmovie-Geschichte – so schätzen wir sie ein – mit einem Ziel und doch ohne Ziel, mit einem Sinn und doch sinnlos scheinend. Es geht um ein Leben von Tag zu Tag, so zu leben, als wäre der neue Tag der letzte und als gäbe es keine Zukunft, die sich von der Vergangenheit irgendwie unterscheidet. Und das wäre ein sicherlich langweiliges Buch, gäbe es da nicht Menschen, die sich mit der Eintönigkeit der alltäglichen Wanderung nicht abfinden wollen …

Welling, Wolf, WANDERER