Thomas Frankes »liebwerte Einladung zur szenischen Lesung«

Also, liebe Interessentinnen und Interessenten meiner Veranstaltungen, liebe von diesen Informationen Genervtinnen und Genervte (oder heißt das »Genervende«?), schlichtweg alle Menschen, wo diese E-Mail lesen werden, im Verlauf der 20. Lesereise durch die Bonner Altstadt zelebriere ich, derwo i der großartige, beeindruckende, attraktiv ausschauende Schauspieler Thomas Franke bims, mit einem durch Gestik und Mimik unterstützten – einem sogenannten szenischen Vortrag –

am Donnerstag, den 27. August 2026,
ab 19.30 Uhr (Beginn der Lesung),
in der »Altstadtbuchhandlung Büchergilde«
(Breite Straße 47, 53111 Bonn)
unter dem vielversprechenden, genial erwählten Thema

»Oh, du Grimmische Welt
– Hans Dumm, Bruder Lustig und Fundevogel«
einige Märchen der Brüder Grimm im originalen Aufschrieb,
in schelmischer Verzückung von mir dahingeplappert.

Oft wird von den Leuten die Behauptung weitererzählt, viele Märchen hätten die Brüder Jacob und Wilhelm Grimm gesammelt, indem sie den Erzählungen alter Bäuerinnen sowie einsiedlerischen Köhlern und Hirten in düsteren Katen und auf stürmischen Bergwiesen lauschten, jedoch stellten sich solche Berichte als dahinfantasierte heraus. Mittlerweile wissen wir, dass die Grimms nicht im Volk kursierende Märchen zusammentrugen, sondern dass die Märchen vor allem von jungen, gebildeten Frauen erzählt wurden und oftmals aus französischen Quellen resultierten. So findet man zum Beispiel einige dieser Märchen wie »Der Blaubart« ein wenig anders erzählt um 1697 im Märchenbuch des Charles Perrault. Durch die mündliche Weitergabe der Familie Hassenpflug kam es als »Blaubart« in die Kinder- und Hausmärchen der Brüder Grimm.

In ihren ursprünglichen Versionen, die – oft düster und verstörend – Themen wie Konkurrenz um Schönheit, der nagende Hunger, der unerfüllte Kinderwunsch, untergeschobene oder sich gegenseitig abschlachtende Kinder ausbreitend, sind sie eher Geschichten für Erwachsene denn für Kinder. Allerdings gibt es auch Geschichten über Kindheit, Jugend oder das Heiraten in oft lustigen Formen, bis zu einer Reihe von Zaubermärchen, in denen die Erzählungen zum glücklichen Ende kommen. Bekannte Märchen sind »Rotkäppchen«, »Brüderchen und Schwesterchen«, »Rapunzel«, »Rumpelstilzchen«, »Schneewittchen«, »Hänsel und Gretel« und viele andere, die sich immer wieder als zeitlose, also auch heute noch aktuelle Parabeln erweisen, weil jede »ächte Poesie niemals ohne Beziehung auf das Leben seyn kann« (Wilhelm und Jacob Grimm in ihrer Vorrede).

Aber spannender werden die unbekannten Texte sein, von denen der Schauspieler Thomas Franke – selbstverständlich neben einigen bekannten Märchen – am heutigen Abend eine Auswahl vortragen wird, wie sie in der Ausgabe letzter Hand von 1857 zu finden sind und nur minimal sprachlich angepasst wurden. Es wird also gereist, es werden Abenteuer bestanden, man schlägt sich mit Riesen, es wird meisterhaft gestohlen und selbst der eine und der andere Spuk geistert vorbei.

Eingeladen, eingeladen, eingeladen zum Hören und Staunen alle Freunde, Freundinnen, Bekannten, Bekanntinnen, Fremde, Fremdinnen, Aliens und Alieninnens!

Eintritt: 12 Euro (inkl. Getränke und Knabbereien)
Zentraler Vorverkauf:
»Altstadtbuchhandlung & Büchergilde«
Bonn: 0228 – 63 67 50

Nichts für Hitler-Fans

Denn in unseren Zeiten, in denen sich die deutsche Gesellschaft auf direktem Wege zu neuerlicher Heldenverehrung für den größten Psychopathen, Größenwahnsinnigen und Judenmörder aller Zeiten zu befinden scheint, ist dieses Buch – basierend auf wahren Ereignissen – als Demontage des »GröFaZ« ungemein wichtig. »HAIL! verbindet historische Fakten mit psychologischer Expertise zu einem zeitgeschichtlichen Roman über Liebe und Macht, Wahrheit und Lüge, Angst und Mut – und über die Frage, wie viel ein Mensch wagen muss, um das Richtige zu tun«, sagt der Klappentext.

https://www.pmachinery.de/?p=13080

Es geht weiter zwischen den Stühlen

Irgendwann war vorgesehen, bei Band 20 aufzuhören. Aber das hat sich erledigt. Wenn einem Manuskripte wie das aktuelle von Florian Frerichs angeboten werden, kann man nur sehr schwer Nein sagen. Beziehungsweise gar nicht. »Sie werden behaupten, dass ich tot sie …« ist eine ziemlich durchgeknallte, bitterböse Satire um einen Mann, der sich für Klaus Kinski hält. Wem bei der Lektüre unweigerlich Max Giermann in den Sinn kommt, der ist jedenfalls auf dem richtigen Weg.

https://www.pmachinery.de/?p=13075

Blasphemie, Teil 2

Mit der Sammlung »Alle Drohnen kommen in den Himmel« präsentiert Achim Stößer nach »Die dunkle Seite der Erde« die zeite Zusammenstellung blasphemischer Science-Fiction-Geschichten. So provokant der Untertitel des Buches wirkt, so qualitativ eindeutig Science-Fiction sind die Storys im Buch. Achim Stößer verheimlicht einmal mehr nicht seine Einstellungen – diesmal geht es um »die gefährlichen Auswirkungen der wahnhaften Störungen, die Religion genannt werden«.

https://www.pmachinery.de/?p=13065

Der nächste Neumüller

Als Ralph Alexander Neumüller seinen neuesten Roman mit dem Titel »Es geht euch zu gut« anbot, gab es keine lange Diskussion. Ein Neumüller geht immer. Nicht nur, aber auch weil das die nächste Chance auf einen der einschlägigen Preise ist. Und auch diesmal brilliert der Autor mit fantastischen Ideen. Das Buch ist ein Roman über Widerstandskraft, Zusammenhalt, und darüber, dass nicht alles vor die Hunde geht und unser Leben der Utopie manchmal näher ist, als wir denken. Ein Neumüller ist eine Leseempfehlung. Immer.

Neumüller, Ralph Alexander, Es geht euch zu gut

Der Neuigkeitenbrief der p.machinery – Ausgabe 51 – 04. August 2026

Vorab

  • Alles gut. Die Geschäfte laufen. Manchmal super, manchmal hakelig. Aber insgesamt laufen sie.
  • Im 2. Halbjahr 2026 wird es Abverkaufsaktionen für alte Titel, die nicht mehr so richtig rennen, geben. Mit satten Rabatten.

Neue Bücher

  • Offiziell am 30.06.2026 erschien die Anthologie »ANDERSWO«, herausgegeben von Karla & Jörg Weigand. »Anderswo« ist eine wenig gebräuchliche Vokabel; inhaltsschwer, wenn man auf die Möglichkeiten sieht, die in ihr stecken. Denn eins ist sicher: Mancher versteht sie vielleicht lediglich lokal, andere dage­gen temporär, sakral, mental, transzendental, experimentell und so weiter. Und wieder andere vermengen das eine mit dem anderen, schreiben die Herausgeber im Klappentext. Und das passt sehr, sehr gut.
    Der Titel erscheint als AndroSF 230 mit 280 Seiten Umfang im üblichen AndroSF-Format, wird EUR 20,90 im Handel kosten und als E-Book für EUR 6,99 zu bekommen sein. Vorbestellungen sind gerne gesehen.
  • Vorangekündigt für Anfang Oktober 2026 ist Kai Fockes »Das kleine Fantastik-Panoptikum« (AndroSF 240), eine Sammlung von Kurz- und Kürzestgeschichten, vorrangig aus den Miniaturen der Phantastischen Bibliothek in Wetzlar. Die 208 Seiten werden EUR 18,90 kosten. Vorbestellungen werden bereits entgegengenommen.

Zwischen den Stühlen

  • wird auch wieder gesessen J.
  • In Kürze erscheint »Sie werden behaupten, dass ich tot sei …« von Florian Frerichs, eine bitterböse Satire, die sich auf 356 Seiten um die Figur Klaus Kinskis dreht – bzw. um eine Figur, die glaubt, Klaus Kinski zu sein. Und Werner Herzog darf auch nicht fehlen … Ein Buch für Kinski-Fans, und man denkt ganz spontan an Max Giermann, der Kinski kongenial persiflieren kann. Die 356 Seiten kosten EUR 19,90 und erscheinen als Band 21 »zwischen den Stühlen«.
  • Auch Ulrich Sachsses »HAIL!« dreht sich um eine bestens bekannte Person: Adolf Hitler. Allerdings ist das Buch nichts für Hitler-Fans, denn der Autor nimmt den zweifelhaften Nimbus des ehemaligen Diktators und Massenmörders stilgerecht auseinander, indem er die Psyche des Herrn Hitler mit allen Details und allen Macken offenlegt. Das Buch ist für die Leser, die erfahren wollen, was mit dem sogenannten »GröFaZ« nicht gestimmt hat. Und das war nicht wenig. – Das Werk kommt mit 284 Seiten Umfang als Band 22 »zwischen den Stühlen« zum Preis von EUR 19,90 auf den Markt. Vorbestellungen sind genehm.

global:epropaganda

  • Unter diesem Namen biete ich Dienstleistungen für Verlage und Self-Publisher an. Zu meinen Kunden gehört unter anderem die PERRY RHODAN FanZentrale e.V. (kurz PRFZ), für die ich in den letzten Wochen zwei Projekte realisiert habe.
  • Zwei DORGON-Bücher liegen schon ein wenig länger zurück. Buch 13 mit dem Titel »Die Rhodanjäger« und Band 14 »Das Zeitchaos« sind Zusammenstellungen ursprünglich isoliert als E-Books erschienener Geschichten aus der DORGON-Serie. Details: https://www.dorgon.net/buecher/
  • Da ist noch eine DORGON-Anthologie mit dem Titel »Kurzreisen ins Chaos«, worin Storys enthalten sind, die ursprünglich in den PRFZ-Newslettern erschienen sind. Die Geschichten spielen in der aus der PERRY RHODAN-Serie bekannten Cairanischen Epoche. Ein Preis für die 228 Seiten liegt nicht vor. Man kann das Buch beizeiten – dauert nicht mehr lange – über den SpaceShop der PRFZ beziehen. Weitere Infos findet man auf dorgon.net.
  • Und zuletzt ist dieser Tage das Conbuch zu den 6. PERRY RHODAN-Tagen in Druck gegangen, die vom 04.-06.09. in Braunschweig stattfinden werden. Wenn von den 300 Exemplaren der Startauflage beizeiten noch Exemplare übrig sind, kann man diese ebenfalls über den SpaceShop der PRFZ beziehen: https://www.prfz.info/space-shop.html. Das Conbuch 6 hat 60 Seiten Umfang, ein Preis ist nicht bekannt bzw. liegt noch nicht vor.

Aussichten

  • In der Fahnenkorrektur ist Ralph Alexander Neumüllers neuer Roman »Es geht euch zu gut«. »Ein Science-Fiction-Roman über Widerstandskraft, Zusammenhalt, und darüber, dass nicht alles vor die Hunde geht und unser Leben der Utopie manchmal näher ist, als wir denken«, steht im Klappentext (AndroSF 242, 212 Seiten, EUR 17,90).
  • Noch im Layoutstadium ist Achim Stößers zweite Sammlung »blasphemischer Science-Fiction-Geschichten«: »Alle Drohnen kommen in den Himmel«. Die voraussichtlich 280 Seiten umfassende Sammlung erscheint als AndroSF 243. Ein Preis steht noch nicht fest, angepeilt sind jedoch EUR 18,90 bzw. 19,90 maximal.

Die p.machinery-Bücher gibt es im Buchhandel um die Ecke (der Buchhändler sollte nicht nur über Libri bestellen), im Internet (und nicht nur bei Amazon) sowie im Buchladen des Verlags unter www.booklooker.de/pmachinery (Kauf auch ohne Registrierung = als Gast möglich).

Wir liefern versandkostenfrei (innerhalb der EU und der Schweiz) und mit Rechnung.

Was Neues von den Weigands

Karla & Jörg Weigand haben mit »ANDERSWO« eine neue Anthologie vorgelegt. Der Klappentext dazu sagt:

Da werfen die Herausgeber einen einzigen Wortbrocken in die von Schreibwilligen umlagerte Schreibarena nach dem Motto: Dann schaut mal, was ihr damit anfangen könnt! Wohl wissend, dass dieses Wort »Anderswo« mehrschichtig daher kommt und der Deutung durch die Autorinnen und Autoren bedarf.

»Anderswo« ist eine wenig gebräuchliche Vokabel; inhaltsschwer, wenn man auf die Möglichkeiten sieht, die in ihr stecken. Denn eins ist sicher: Mancher versteht sie vielleicht lediglich lokal, andere dagegen temporär, sakral, mental, transzendental, experimentell und so weiter. Und wieder andere vermengen das eine mit dem anderen.

Wir wollten uns überraschen lassen. Und wurden überrascht. Und geben hiermit unsere Überraschung an Sie weiter.

Und die Geschichten sind mindestens so schön wie das (umlaufende) Titelbild (einer Fotografie vom Baikalsee).

Weigand, Karla & Jörg (Hrsg.), ANDERSWO

Schatzdorfers Dritter in der p.machinery

Das Raumschiff Tethys dringt in die unerforschten Weiten des äußeren Sonnensystems vor. Ziel ist der Saturnmond Enceladus, unter dessen Eisdecke sich ein gewaltiger Ozean erstreckt. Dieses eisige Neuland ist ein vielversprechender Ort, um nach außerirdischen Lebensformen zu suchen. Der junge Biologe Thomas gehört zum Forschungsteam und fliegt dem Abenteuer seines Lebens entgegen.
Bei einem Zwischenstopp im Asteroidengürtel kommt die Technikerin Iris an Bord, von der Thomas sofort fasziniert ist. Sie begegnet ihm kühl und abweisend, doch gerade das macht sie interessant. Für ihn ist sie ein eisiges Neuland anderer Art. Aber diese attraktive Frau birgt ein tödliches Geheimnis.

Gernot Schatzdorfer, verheiratet und Vater eines Sohnes, wurde 1960 geboren und lebt in Graz im südlichen Österreich. Er hat Mathematik, Physik und Informatik an einem Gymnasium unterrichtet und ist seit September 2025 im Ruhestand. Eisiges Neuland ist sein dritter Roman.

Titelbild von Klaus Brandt

Schatzdorfer, Gernot, EISIGES NEULAND

Kai Beisswenger und die Buchmesse Mülheim

Die Buchmesse 2026 in Mülheim wurde erwähnt: https://www.pmachinery.de/archive/12998.

Kai Beisswenger ist ein reger Buchmessenbesucher. Er war für unseren Imprint »Zwischen den Stühlen« und natürlich auch für die p.machinery auf der diesjährigen Mülheimer. Er berichtet von gutem Wetter, keinem Regen, guten Besucherzahlen – vor allem an seinem Stand, der gut positioniert war. Prospekte gingen gut und sein Slogan »Schräge Bücher von schrägen Autoren für ziemlich schräge Leser« ist offensichtlich gut angekommen. Problematisch waren einmal mehr die Buchpreise, hat er mitgeteilt: Über 20 Euro kauft niemand Bücher. Wir denken uns was aus, um das aufzufangen. Die Buchpreisbindung hat zwangsläufig ihre Grenzen.

Die folgenden Fotos stammen von Kai Beisswenger.