Kritik ohne Amazon

Arno von Rosen hat über Frank Gerigks »Gesetztheiten« geschrieben:

»Science-Fiction-Geschichten habe ich schon Tausende gelesen, ob ganze Reihen oder nur Kurzgeschichten, schon in Kindertagen. Die Aussicht auf ferne und vor allem fremde Welten hat mich schon immer fasziniert. Leider schrieb niemand mehr Geschichten wie Asimov, Heinlein oder A. E. van Vogt, doch nun habe ich zu meinem Glück jemanden gefunden, der es wirklich geschafft hat, mich wieder in die alten Zeiten zurück zu versetzen und zwar im modernen Stil, mit all den guten Zutaten, welche einen Träumen lassen von der Zukunft oder einem Angstschauer über den Rücken laufen lassen: Frank. G. Gerigk hat eine großartige Sammlung von Kurzgeschichten auf den Markt gebracht und mich immer mit einem Twist in jeder Geschichte abgeholt. Wäre ich Kritiker würde ich so etwas schreiben wie, »Seine neologistischen Worte mäandern durch die Topografie der Zeit«, aber zum Glück bin ich Leser. Eine feine Recherche zu wirklich jedem Thema, ohne dabei den Lehrer raushängen zu lassen, gefiel mir sehr gut, denn so kommen einem die Stories wirklich lebensnah vor, nur eine handbreit davon entfernt, sich dorthin zu wünschen! »Gesetztheiten« ist ein absolutes MUSS für jeden Sci-Fi Fan.«

Aus unerfindlichen Gründen konnte die Rezi bei Amazon, wo sie veröffentlicht werden sollte, nicht gespeichert werden. Nun gut — Amazon ist doof, wir sind es nicht :)

Gerigk, Frank G., GESETZTHEITEN

[NOVA] Wasserstandsmeldung

  • NOVA 33 wird spätestens im September 2023 erscheinen.
  • Die Storys für NOVA 34 stehen größtenteils fest.
  • NOVA 35 wird eine Themenausgabe auf Einladung sein. Näheres dazu in Bälde.
  • Wir bedanken uns bei Yvonne Tunnat für ihre Unterstützung bei Ausgabe 34, die sie gemeinsam mit Marianne noch bis zum Erscheinen der Ausgabe fortführen wird. Darüber hinaus steht Yvonne der NOVA leider nicht mehr zur Verfügung, da sie die redaktionelle Arbeit neben ihren zahlreichen anderen Projekte nicht dauerhaft erbringen kann.

Aus der guten alten Zeit

könnte diese Geschichte stammen, möchte man annehmen. Sie spielt im Jahr 1954 in einer US-Metropole namens New Guessgrow City, und was die beiden Hauptfiguren Ed Spade und Phil Garner repräsentieren, ist nichts anderes als der klassische Ermittlertyp, den wir aus amerikanischen Krimis der 40er-, 50er-Jahre und aus späteren Zeiten, als man neue Krimis in diesem alten Stil auflegte. Die Geschichte selbst will vom Leser das, was das »A-Team« von sich selbst möchte: Er soll die beiden Ermittler und die Geschichte nicht ganz ernst nehmen. Denn abgesehen von der Krimigeschichte mit allem Drum und Dran ist das Werk auch eine satte Portion Humor und Satire. Die in zwei miteinander verzwirbelten Strängen verlaufende Handlung ist gespickt mit Verballhornungen und Anspielungen, die die Lektüre zusätzlich zu einem besonderen Vergnügen machen, kann man sich doch selbst immer wieder fragen, woran einen das eine oder andere Wortspiel erinnert.

Fans des »Perryversums« – des Perry-Rhodan-Universums also – sind die Namen Rüdiger Schäfer und Michael Buchholz nicht unbekannt. Mit »Perry Rhodan« hat die Geschichte natürlich nichts zu tun, aber sie zeigt gut auf, wie prachtvoll die schriftstellerischen Fähigkeiten der beiden Autoren ausgefallen sind. Und die Lektüre lohnt sich – auch ganz ohne SF und Perry Rhodan –, letztlich auch wegen der genialen Illustrationen aus der Feder von Gerd Domin.

Schäfer, Rüdiger & Buchholz, Michael H., DIE WELLENSITTICHMORDE

Keine Finsternis

Eine Blackbox (Dudenschreibweise :) heißt Blackbox, weil sie innen schwarz ist. Oder so. Norbert Stöbes zweiter Roman in unserem Programm – nach »Kleiner Drache« (AndroSF 121) – indes ist innen nicht schwarz, sondern klassisch schwarz auf weiß gedruckt. Und nicht nur deshalb sehr lesbar. Denn die Geschichte um John Nowak, der unter nie ganz aufgeklärten Umständen lange nach seinem physischen Tod und einer Raumreise aus in einem Aktenkoffer eingesperrtem Bewusstsein wie als Mensch – mit allem Drum und Dran – auf der Erde landet, ist nicht nur feinste Science-Fiction, sondern weist auch leichte Thriller- und eindeutige Mysteryelemente auf, eine Mischung, die zumindest uns als mit der Buchproduktion Beschäftigte schwer in ihrhttps://www.pmachinery.de/androsf5/androSF184cover500.jpgen Bann gezogen hat.

Stöbe, Norbert, BLACK BOX

Qualität für alle Zeiten

Werner Zilligs »Die Parzelle« wird im kommenden Jahr vierzig Jahre alt. Aber es gibt nicht wenige Dinge, die durch ihr Alter nicht verlieren, eher noch gewinnen. Und Zilligs Utopie ist durchaus nicht veraltet, ganz im Gegenteil. Die zahlreichen direkten und indirekten politischen und gesellschaftlichen Bezüge sind mitunter aktueller denn je. Und gemeinsam mit einer schriftstellerischen Güte, die zeitlos gut ist, hat uns die Idee, diesen Roman neu aufzulegen, ohne große Schwierigkeiten überzeugt. Zumal der Roman, wie er nun – nach 1984 (bei Goldmann) und 1985 (im Bertelsmann Club) – vorliegt, nicht ganz der alte Roman ist, sondern eine 2021 überarbeitete Fassung, über deren Unterschiedsmerkmale der Autor selbst in einem Nachwort informiert. Für uns ist das Buch ein wichtiges Stück deutscher Science-Fiction und utopischer Literatur.

Zillig, Werner, DIE PARZELLE

[DSFP 2023] Die Nominierungen

Völlig unerwartet mailt uns Yvonne Tunnat, die unermüdliche Rezensionsnerdista :), gestern abend, dass drei Werke aus unserem Verlagsprogramm für den Deutschen Science-Fiction-Preis (DSFP) 2023 nominiert worden sind, als da wären im Bereich »Beste deutschsprachige Kurzgeschichte«

  • »Fast Forward« von C. M. Dyrnberg, erschienen in »Nova 31«, p.machinery, ISBN-13 978-3-95765-270-6, ISSN 1864-2829
  • »Briefe an eine imaginäre Frau« von Michael K. Iwoleit, erschienen in »Nova 31«, p.machinery, ISBN-13 978-3-95765-270-6, ISSN 1864-2829

und beim »Besten deutschsprachigen Roman«

  • »Titans Kinder« von Aiki Mira, p.machinery, 195 Seiten, ISBN 978-3-95765-294-4

wobei die Romannominierung fast schon als erwartbar eingestuft werden darf.

Wir freuen uns natürlich sehr — für unsere Autoren und den Verlag, und drücken nun im Geiste die Daumen für die Preisvergabe. Die Preise werden auf dem BuCon am 21.10.2023 vergeben.

DSFP 2023: Die Nominierungen

 

[ErlebnisMalta:] Erleben und genießen

Wir lieben Malta. Die Gelegenheiten, dorthin zu reisen, sind viel zu selten. Tatsächlich liegt die letzte Reise 14 Jahre zurück!
Anke Jablinski, eine Autorin unseres Verlags und derzeit praktisch unsere Reihe »ErlebnisMalta«, ist nicht nur immer wieder — man könnte auch lästern: ständig :) — auf den Inseln, sondern auch daheim in Berlin rührig und aktiv.

[Fotostrecke:] Focke, Schneidewind und die Volksbad-Lesung

Die beiden haben gelesen – es wurde berichtet (siehe vorherigen Beitrag): Kai Focke (links, ohne Bart) und Friedhelm Schneidewind (rechts, mit Bart <g>). Die Bilder hat Friedhelm eingeschickt. Zum Einstieg der Büchertisch:







Die Links zu den Büchern finden sich im vorherigen Beitrag. Und erwerben kann man sie am einfachsten in unserem Buchladen.

Focke und Schneidewind und Mannheim

Kai Focke hat diese Einladung zu einer gemeinsamen Lesung mit Friedhelm Schneidewind geschickt:

Er hat in einer Begleitmail noch zwei Hinweise angefügt:
Da die Parksituation vor Ort erfahrungsgemäß angespannt ist, empfiehlt sich die Anfahrt mit dem ÖPNV (Haltestelle: Mannheim Neumarkt, RNV-Linie 2).
Getränke bitte selbst mitbringen — es wird vor Ort kein Catering geben.

Frambach, Sabine & Focke, Kai (Hrsg.), STAUBKORNFEE TRIFFT ICH-MASCHINE

Frambach, Sabine & Focke, Kai, TÜREN, TORE & PORTALE

Schneidewind, Friedhelm, BRENNENDE LABYRINTHE

 

Herbert W. Franke im Kunstraum München

15. Juni – 23. Juli
Ausstellungsbeteiligung Studio Stadt
Kunstraum München

Zum fünfzigjährigen Jubiläum des Kunstraum München von der Stiftung Kunstfonds der Stadt München wird die Serie Grün als Digitalfilm gezeigt. Die Computerbilder wurden bereits 1974 in den Forschungslabors von Siemens von einem Bildschirm eines damals gänzlich neuartigen Computersystems abfotografiert, das erstmals digitale Bildauswertung für die medizinische Diagnose einsetzte. Als Ausgangsbildmotive dienten jedoch keine Röntgenaufnahmen, sondern eingescannte Bilder unterschiedlicher Lochkarten, die anschließend mit der digitalen Bildverarbeitung weiter verfremdet wurden. Die mit dieser Fotoserie entstandenen Dias hat Franke für ein Doppelprojektorsystem von Kodak in weicher Überblendung konzipiert, die mit dieser Präsentationsform einen pseudodynamischen Effekt bekam. Der in der Ausstellung Studio Stadt gezeigte Film ist eine 2016 von Susanne Päch produzierte digital produzierte Simulation der historischen Dia-Überblendungsserie.

Frankes »Serie Grün« (1974)



AndroSF – die SF-Werkausgabe Herbert W. Franke