Category Archives: SF-Werkausgabe HWF

Es geht natürlich weiter …

Es wurde schon die Frage gestellt, ob und wie es mit der SF-Werkausgabe Herbert W. Franke weitergeht. Die Antwort ist einfach: Es geht weiter.

Durch den Verlagsumzug im Dezember 2018 kam es überall zu Verzögerungen, so auch in der Werkausgabe. Und noch immer schleift hier einiges. Denn schon im April ist der zwölfte Band der Werkausgabe erschienen: »Sirius Transit«. Und dies dürfen wir hiermit verkünden.

Die Details zum Buch finden sich hier.

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50 Jahre SF

Das hört sich viel weniger bedeutend an als »Ein halbes Jahrhundert Science Fiction« (wieder mal ohne Bindestrich :)). Unter diesem  Titel jedenfalls wurde am 29.05. eine Ausstellung zu und über Herbert W. Franke in Köln eröffnet, die bis zum 14.07.2019 besucht werden kann. Veranstaltungsort ist die Uni- und Stadtbibliothek Köln in der Universitätsstraße 33 zu Köln. Goutieren kann man die Ausstellung werktags von 9 bis 24 Uhr, an Samstagen und Sonntagen von 9 bis 21 Uhr.

Mehr dazu: https://www.ub.uni-koeln.de/events/2019/franke/index_ger.html.

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Wenn Schauspieler was anderes machen

Im SF-Fandom ist Thomas Franke vornehmlich als Zeichner und mitunter Texter bekannt, in Wirklichkeit ist sein »Hauptberuf« aber wohl eher der des Theaterschauspielers, wobei ihm seine Präsenz und vor allem seine Stimme alle Vorteile verschafft.
Dennoch: Auch Schauspieler haben Hobbys, Leidenschaften, Abseiten – und Thomas’ Präferenzen gelten der nicht nur schwarz-weißen, sondern auch latent farbigen Bildkunst, wie wir alle wissen.
Im Haus der Theatergemeinde Bonn (Bonner Talweg 10, 53113 Bonn, Tel. 0228 915030) findet nun am 04.02.2019 um 18.30 Uhr eine Vernissage zu einer bis in den März verweilenden Ausstellung seiner Bildwerke statt, auf die hier hingewiesen sein soll.

Bild 1 | Bild 2 | PDF

Thomas schreibt:

Da ich nicht nur ein Mann der bühnischen Worte, sondern auch ein schwarz-weiß-sehender Malersmann sowie ein großartig schreibelnder und viele andere Männer noch bin … oder viele solche sein will, ist es meiner multiplen Persönlichkeit kausal immanent, dass alle diese Seelen in meiner Brust Beziehungen zueinander pflegen, männichmal sich prügeln, Macht ausüben und unterdrücken wollen, gehören hinsichtlich meiner bildkünstlerischen Arbeit auch Bild und Bildtitel kausal zusammen. Und wenn der Betrachter auf einer der ausgestellten Collagen ein Porträt des Wissenschaftlers Isaak Newton sieht und den dazugehörigen Titel liest: »Ein-Mond – erste Nacht: Itzak Newton skeptiziert den Gravitationsgenerator, welcher dem Mond den Umlauf bahnen soll. Ein-Mond kommt dem Planeten näher; nichts fällt herunter« oder wenn er Herrn Darwin erblickt, der sich von seltsamen Gegenständen abwendet, die auf der Collage zu sehen sind, und darunter geschrieben steht: »Ein-Mond – zweite Nacht: Während der Biologe Robbie William Darwin im Kreise seiner lieben Fromagisten den Flatterigel im Galappagos herbeistürmen hört, kreisen nachtfarbige Muiven am Firmament. Ein-Mond kommt dem Planeten noch näher. Keine Schildkröte ist zu sehen«, dann wird er wohl begreifen, dass ich mit meinen Collagen ein ironisches Verwirrspiel mit Zeiten, wissenschaftlichen Entdeckungen, Persönlichkeiten, Moral und Ethik betreibe und diese Mischung in irrationalen bzw. surrealen Titeln poetisch (das ist dann der schreibelnde Thomas Franke) umzusetzen mich bemühe. Mit diesem Vexierspiel (vexare kommt aus dem Lateinischen und heißt übersetzt plagen, quälen, was ich sattsam hinterfotzig beabsichtige!) gehe ich manchmal so weit, dass ich Persönlichkeiten und Ereignisse mit konkreten Datierungen imaginiere; – das heißt, dass es diese Menschen und Ereignisse nicht gab oder gibt noch geben wird … Ob das so ist, muss der Betrachter selber herausfinden. Geschichten habe ich schon immer gerne erfunden und sie als wahre Begebenheiten erzählt; ich lernte das zu perfektionieren anhand der Lektüre der Werke des argentinischen Schriftstellers Jorge Luis Borges, der in seinen Erzählungen Persönlichkeiten hin und wieder sogar mit Geburts- und Sterbejahr anführt, die vielleicht existierten – vielleicht aber auch nicht lebten. Ein wundervolles Spiel!

Ich berichte in meinen Werken also aus dieser wie aus einer anderen Wirklichkeit; ich erzähle von vielen klugen Großkopferten, den Mitgliedern der Akademie der Wissenschaftler nach der Planetesimalen Phaetonischen Katastrophe, von Ein-Mond, der beinahe die Erde touchierte, von den frivolen Erlebnissen einer schönen Gärtnerin und von vielen anderen Ereignissen in dieser Welt …

Das muss man gesehen haben

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Und weiter geht es in fantastische Welten

In diesen Tagen ist Band 11 der »SF-Werkausgabe Herbert W. Franke« fertiggestellt und veröffentlicht worden. Es geht nicht ganz so schnell voran, wie wir uns das vorstellen, aber das liegt nicht selten an den bisweilen opulenten Zusatzmaterialien, die wir den Abonnenten und Käufern der Werkausgabe bieten wollen. Insofern hat dieses Buch ein wenig auf sich warten lassen.

Alle Details zum Buch finden sich hier.

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Frankes »Orchideenkäfig« im Ostalbkreis

Da erreicht uns (dank unseres Werkausgaben-Mitherausgebers Ulrich B.) doch folgende Meldung:

Die vier innovativen Gmünder Künstler von »Sandfiction – Experiment 4k« eröffnen am Donnerstag, 2. August, um 21 Uhr neue Wege der Sinnlichkeit. Schauspiel von Sarah Gros NF, Klänge des Violoncellos von Peter Nickel, elektronische Sounds von Xoforo und mit Sand gemalte Bilder von Chris Kaiser verschmelzen in der Johanniskirche zu einer Geschichte. Dabei überlappen sich die Sinneswahrnehmungen und fordern das Publikum heraus, neue Synapsen auszubilden. Das Science-Fiction-Konzert bezieht sich auf Motive des Romans »Der Orchideenkäfig« von Herbert W. Franke.

Ein Link im Web findet sich hier.

Wir sind erfreulich überrascht – oder auch überraschhaft erfreut :)

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Das erste Drittel ist erreicht

Mit dem Werk »Ypsilon minus« des Herbert W. Franke, das dieser Tage das Licht der Öffentlichkeit erblickt, haben wir ziemlich genau das erste Drittel der »SF-Werkausgabe Herbert W. Franke« veröffentlicht. Es liegt noch ein ordentlicher Weg vor uns, aber nichtsdestotrotz gönnen wir uns ein mildes Lächeln und einen kleinen Seufzer des neuesten Werkes unserer SF-Werkausgabe:

Details zum Buch: hier.

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Das hätte man vor einem Jahr wissen sollen :)

Vor knapp einem Jahr ist »Der Kristallplanet« erschienen, das zweibändige Werk mit »autobiografischen Texten und Science-Fiction-Werken« des Altmeisters Herbert W. Franke, darunter auch bislang nicht veröffentlichtes Material. Das Buch ist bekannt (siehe hier), wenn auch die meisten Franke-Fans offensichtlich noch nicht ganz verstanden haben, was das Buch darstellt. Als Band 29 der Werkausgabe gehört es eigentlich schon zu den Werken, die unsere Herausgeber Ulrich Blode und Hans Esselborn am Ende der literarischen Veröffentlichungen eingeplant hatten. Nun, Herbert W. Frankes 90ster Geburtstag vor einem Jahr war eine günstige Gelegenheit, also – why not?

Ende 2017 erschien nun im Schillinger Verlag zu Freiburg im Breisgau eine CD. Sie trägt den Titel »Astropoeticon« – was viele Franke-Fans aufhorchen lassen wird. Denn das war auch der Titel des Ende der 70er Jahre erschienenen Buches mit Gedichten von Herbert W. Franke und dazu geschaffenen Bildern von Andreas Nottebohm. Das Buch ist heute nur unter Schwierigkeiten noch antiquarisch zu bekommen.
Auf der CD hat Herbert W. Franke seine Gedichte selbst eingesprochen und Jörg Ernst Weigand hat sie mit Musik unterlegt und gleich noch ein eigenständiges Werk ohne Sprechstimme hinzugefügt.

Beide Werke – also den zweibändigen »Kristallplanet« plus die CD – gibt es ab sofort im »Bundle« zu kaufen: Bei Amazon mit den im Marketplace leider üblichen 3 Euro Aufschlag, direkt beim Verlag oder auch beim findigen Buchhändler, der mehr kennt, als die Datenbank seines Großhändlers. Die Bundles erscheinen mit eigenen ISBN. Diese ISBN und weitere Details zu diesem Bundle finden sich beim Buch: hier.

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Franke nun auch elektronisch

Die ersten beiden E-Books der »SF-Werkausgabe Herbert W. Franke« sind im Verlag p.machinery erschienen. Der Verleger schreibt in seinem Blog Ausführlicheres dazu: hier.

Und natürlich gibt es auch diese E-Books bei Amazon (und vielen anderen E-Book-Portalen für deutschsprachige E-Books):

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Franke und Einstein

In Herbert W. Frankes Buchveröffentlichungen gab es auch mehrere Kurzgeschichtensammlungen. »Der grüne Komet« dürfte zu der bekanntesten gehören. Aber auch die nächste Sammlung mit dem Titel »Einsteins Erben« fand ihr Publikum, nicht zuletzt wegen der Geschichte »Ein Kyborg namens Joe«. Die Storys in »Einsteins Erben« sind deutlich länger als die Kürzestgeschichten im »grünen Komet« – aber das tut ihnen keinen Abbruch.

Weitere Details zum Buch: hier. Illustriert wurde das Werk auch diesmal von Thomas Franke; sein apodiktisches Titelbild findet sich im Innenteil, wie inzwischen gewohnt, als Ausklappseite, diesmal doppelt gefaltet.

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Verleihung der Ehrendoktorwürde an Herbert W. Franke

Vorstellung des Herbert W. Franke Archivs

Mi, 14.02.2018 18:00, Eintritt frei

Die Staatliche Hochschule für Gestaltung Karlsruhe (HfG) verleiht dem Wissenschaftler, Computerkünstler und Schriftsteller Herbert W. Franke für seine außerordentlichen Verdienste im Brückenschlag von Wissenschaft, Philosophie und Kunst die Ehrendoktorwürde.

Siegfried Zielinski, Rektor der Hochschule, betont Frankes „besondere Verdienste als einer der wichtigsten Pioniere einer wissenschaftlichen, künstlerischen, intellektuellen und poetischen Praxis, die durch Computer und entwickelte Technologien der Kommunikation beeinflusst, inspiriert und sogar generiert sind.“

Mit der Verleihung wird auch das Herbert W. Franke Archiv vorgestellt, das an das ZKM | Zentrum für Kunst und Medientechnologie übergeben wird. Das in vielen Jahrzehnten entstandene, umfangreiche Archiv ist nicht nur ein einmaliger Schatz der Geschichte der Computer- und Medienkunst, sondern auch der Höhlenforschung und der Science Fiction – jener drei Gebiete, in denen Franke als Pionier tätig war und durch seine publizistische Tätigkeit auch zahlreiche internationale Kontakte pflegte. Das Archiv, das Franke dem ZKM in einem ersten Teil als Vorlass bereits übergeben hat, wird nun für die Forschung erschlossen.

Peter Weibel, Künstlerischer Vorstand des ZKM | Karlsruhe, würdigt Franke, dem das ZKM bereits 2010 eine Retrospektive widmete, „als Künstler und Wissenschaftler, als Historiker und Pionier. Franke ist ein Renaissance-Mensch, der in vielen Disziplinen, von der Chemie bis zur elektronischen Kunst, sehr frühe und sehr entscheidende Leistungen erbracht hat. Mit seiner enormen Imaginationskraft hat Franke – von der Science-Fiction-Literatur bis zur Kunst, von der Physik bis zur Speläologie – immer an der Front der Forschung operiert. Seine Signatur lautet: Die Freiheit der Utopie im Zeitalter der technischen Medien.“

 

Biographie

Herbert W. Franke, 1927 in Wien geboren, ist sowohl Naturwissenschaftler als auch Schriftsteller und Gestalter. Als promovierter theoretischer Physiker erfuhr Herbert W. Franke eine Ausbildung, die ihn zwar zu verschiedensten Berufsbildern hätte prädestinieren können, jedoch eher selten zu dem eines Künstlers führt. Mit über zwanzig veröffentlichten Romanen europaweit wurde er jedoch ein bekannter Schriftsteller. Und auch in der Kunstszene erfährt er hohe internationale Anerkennung. Genau diese seltene Mischung ist es, die ihn zu einem »Brückenbauer zwischen Wissenschaft und Kunst« machte.

Als bindendes Glied dieser vielfältigen Tätigkeiten kann man bei Franke die Suche nach Erkenntnis im Zentrum seiner kreativen Schaffenskraft definieren. Der forschende Geist des Physikers näherte sich der Kunst nicht nur mit der Produktion von Werken, sondern gleichzeitig mit Fragen für eine analytische Auseinandersetzung: Wie wirkt Kunst im Betrachter? Welche Rolle kommt ihr in der Gesellschaft zu? Und vor allem: Welche Rolle spielen Technisierung und Digitalisierung in unserer Gesellschaft und wie beeinflussen sie dabei den Kunstprozess?

Die Schaffung von Kunstwerken – ganz gleich ob im Bereich der Bildenden Kunst oder literarischer Natur – hat Franke deshalb immer auch als intellektuelles Experiment gesehen. Er ist auf der Suche nach bisher unbekannten Ausdrucksmöglichkeiten, die es dabei zu erforschen gilt. So ist Franke überzeugt, dass der Künstler seine Werke der Gesellschaft als ästhetisches Wahrnehmungsangebot zur individuellen Interpretation anbietet – und damit immer auch einen Lernprozess im Rezipienten stimuliert. Insofern kommt der Kunst und dem Künstler gerade in der zunehmend komplexer werdenden Gesellschaft des 21. Jahrhunderts für ihn eine bedeutende Rolle zu.

Die Idee der Kunstmaschine faszinierte den zukunftsorientierten Franke schon zu Zeiten, als viele traditionelle Künstler es für unmöglich hielten, mit Apparaten wie den aufkommenden Computern, Bildkunst zu erzeugen. Franke hatte schon als Kind mit Fotoapparaten das Visuelle für sich entdeckt. Als Studierender wurde er von der Schönheit des wissenschaftlichen Bildes weiter motiviert. Schon in den fünfziger Jahren entwickelte er dann mit einem Analogrechner Marke Eigenbau und dann ab Anfang der Sechziger mit Digitalcomputern Methoden algorithmischer Kunstformen. Er verfolgte dabei bereits früh interaktive Konzepte, die den Zuschauer in den Gestaltungsprozess einbezogen.

Auch in seinem literarischen Schaffen stehen Wissenschaft und Technologie mit ihrem Einfluss auf die Gesellschaft im Zentrum. Als einer der bedeutendsten Nachkriegs-Autoren der Literatur über das mögliche Morgen wirkte er maßgeblich an der europäischen Prägung der Science Fiction mit. Für seine literarischen Arbeiten wurde er dafür von der European Science Fiction Society 2016 mit dem »European Grand Master Award« ausgezeichnet.

Organisation / Institution
Staatliche Hochschule für Gestaltung Karlsruhe (HfG) & ZKM | Karlsruhe

Quelle: https://zkm.de/event/2018/02/verleihung-der-ehrendoktorwuerde-an-herbert-w-franke

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