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Ein Hinweis für Autoren:
Wir nehmen derzeit keine neuen Manuskripte an, insbesondere keine Romane.

Wiederholungstat

Jörg Weigands »Tödlicher Bambus« ist keine Erstveröffentlichung — nicht mal in der p.machinery. Der Roman erschien ursprünglich 2017 unter dem etwas unpassend wirkenden Titel »Die unheimliche Brücke« im Kelter Verlag. Der alte Titel gefiel dem Autor nicht sonderlich, und so erschien das Buch 2024 als unverkäufliches Geburtstagsgeschenk anlässlich des 84. Geburtstags des Autors. Die neue Version mit dem gleichen Titel »Tödlicher Bambus« ist identisch mit dem 2024 erschienenen Buch, hat allerdings ein neues Titelbild erhalten, damit es doch einen kleinen Unterschied gibt.

Weigand, Jörg, TÖDLICHER BAMBUS

 

Der letzte Welling?

Es sei sein letzter Roman, hat Wolf Welling gesagt. Ob das so stehen bleibt, wird sich zeigen. Wenn es sich bewahrheitet, dann ist dieser Roman ein gelungener Abschluss einer nicht unansehnlichen Schriftstellerkarriere. Der Roman »Das Grüne Zimmer« ist eine Umweltdystopie, in der ein psychotropisches Gras Gebäude von innen befällt und die Bewohner mit Schmerzen und Wahnvorstellungen vertreibt. Die drei Handlungsstränge finden einer im Laufe der Geschichte – und mit voller Absicht werden nicht alle Fragen, die sich stellen, auch beantwortet. Das wäre vielleicht auch zu einfach.

Welling, Wolf, DAS GRÜNE ZIMMER

 

Der letzte Erler

»Zucker« war natürlich nicht sein letzter SF-Roman, aber für die p.machinery ist die »wirklich süße Katastrophe« der letzte Erler-Titel, der veröffentlicht wird. Der Grund ist einfach: Der Vertrag vom September 2021 ist erfüllt. Es gäbe noch weitere Optionen, als da wären »Feuerzeichen«, »Delay – Verspätung«, »Reise in eine strahlende Zukunft« und »Die Delegation«, jedoch wären hier Nachverhandlungen mit dem Autor notwendig – und Rainer Erler lebt ja leider nicht mehr –, und auch die Frage nach der Lukrativität würde keine grundsätzlich positive Antwort nach sich ziehen; soll heißen: Die Neuausgaben der Erler-Romane in der p.machinery haben sich finanziell nicht gelohnt.

Wie auch immer: »Zucker« ist immerhin ein gelungener Abschluss der »kleinen Werkausgabe« zu Erlers SF-Werk. Ein durchaus amüsantes Buch mit einem ernsthaften Thema. Und für einen Verleger mit einem deutlich erkennbaren Schwerpunkt auf gedruckten Büchern hat der Plot im Grunde auch ein wenig Horrorpotenzial.

Erler, Rainer, ZUCKER. Eine wirklich süße Katastrophe

Schmutzige Geschichten?

Nein. Ganz sicher nicht. Die Sammlung »DIRT TALES« vereinigt Geschichten, die Marianne Labischs Alter Ego Diane Dirt geschrieben hat und die sich von anderen SF-Geschichten durch den Ruhrpottslang der Protagonistin abheben, ein Dialekt, an den man sich gewöhnen muss oder den man am besten selber zum Besten geben kann. Wie auch immer – hier sind die Geschichten, nicht nur von Diane Dirt aka Marianne Labisch, sondern in zwei Fällen auch von Michael Schmidt, dem Ernstfall.

Dirt, Diane, Labisch, Marianne, Schmidt, Michael, DIRT TALES

 

Der Neuigkeitenbrief der p.machinery – Ausgabe 52 – 22. August 2026

Vorbemerkung

  • Es ist wieder Zeit für einen Neuigkeitenbrief. In diesem Neuigkeitenbrief nun wird sich zeigen, dass ich derzeit einen »Lauf« habe …

Reisswölfe

  • Ende Juli bzw. Anfang August sind die »REISSWOLF«-Ausgaben 66 und 67 erschienen, die fertigen Drucke wurden am 07.08. an die üblichen Verdächtigen verschickt.
  • Details zu den Ausgaben finden sich auf reisswolf-magazin.de.
  • Wer auch einen »REISSWOLF« haben möchte, sende mir eine E-Mail oder bestelle sein Exemplar im Buchladen unter booklooker.de/pmachinery.

Neue Bücher

  • Offiziell am 13.08.2026 – via Bookwire, beim Schaltungsdienst wird es ein wenig später – erscheint Ralph Alexander Neumüllers neuester Roman: »Es geht euch zu gut« lautet der Titel und die Geschichte erzählt von einem Mann, der der Erde, die sich in jeder Beziehung erholt hat, das Chaos wiederbringen möchte. »Ein Science-Fiction-Roman über Widerstandskraft, Zusammenhalt, und darüber, dass nicht alles vor die Hunde geht und unser Leben der Utopie manchmal näher ist, als wir denken«, so das Klappentext. https://www.pmachinery.de/?p=13058 (AndroSF 242, 212 Seiten, EUR 17,90, das E-Book für EUR 5,99).
    S.: Das Buch ist nun lieferbar.
  • Offiziell bereits am 10.08.2026 – via Bookwire, auch hier dauert es beim Schaltungsdienst ein wenig länger – erscheint dann auch Achim Stößers zweite Sammlung blasphemischer SF-Geschichten: »Alle Drohnen kommen in den Himmel«. https://www.pmachinery.de/?p=13065 (AndroSF 243, 276 Seiten, EUR 19,90, das E-Book für EUR 6,49).
    S.: Auch dieses Buch ist nun lieferbar.

Bücher im Druck – Vorbestellungen genehm

  • Rainer Erlers Roman »Zucker« (AndroSF 199, 154 Seiten, EUR 15,90) ist der voraussichtlich letzte Erler-Roman, der in der p.machinery erscheint. Es gäbe noch zwei, drei andere Werke, die ins Genre passen; aber die bisher erschienenen Neuausgabe sind nicht wirklich gut gelaufen, sodass ich von einer weiteren Neuausgabe eher Abstand nehmen möchte. »Zucker« wird wohl in etwa zwei Wochen lieferbar sein. Vorbestellungen werden natürlich wie immer gerne notiert.
  • Jörg Weigands Roman »Tödlicher Bambus« (AndroSF 245, 240 Seiten, EUR 18,90) ist ebenfalls eine Neuausgabe. Das Buch erschien 2017 unter dem Titel »Die unheimliche Brücke« bei Kelter; der damalige Titel bezog sich vermutlich auf eine in der Handlung relevante Raum-Zeit-Brücke (heute würde man das vielleicht als Einstein-Rosen-Brücke oder einfach als Wurmloch bezeichnen). Eine weitere Neuausgabe, die allerdings nicht in den Handel kam, war AndroSF 200 mit dem jetzigen Titel »Tödlicher Bambus«. AndroSF 200 war ein unverkäuflicher Privatdruck für den Autor anlässlich seines 84. Geburtstags im Dezember 2024. Das Buch wird aller Voraussicht nach in rund anderthalb Wochen lieferbar sein.
  • Einen ganz neuen Roman – allerdings basierend auf einer Kurzgeschichte – legt Wolf Welling mit »Das Grüne Zimmer« vor (AndroSF 247, 256 Seiten, EUR 18,90). Das Werk ist schwer dystopisch; es geht um eine Epidemie einer psychotropischen Grasart, die das Innere von Gebäuden befällt und die Bewohner mit Schmerzen und Wahnvorstellungen vertreibt. Das Grüne Zimmer spielt dabei eine besondere Rolle. Das Buch wird wohl in rund zwei bis zweieinhalb Wochen lieferbar sein.

Die p.machinery-Bücher gibt es im Buchhandel um die Ecke (der Buchhändler sollte nicht nur über Libri bestellen), im Internet (und nicht nur bei Amazon) sowie im Buchladen des Verlags unter www.booklooker.de/pmachinery (Kauf auch ohne Registrierung = als Gast möglich).

Wir liefern versandkostenfrei (innerhalb der EU und der Schweiz) und mit Rechnung.

Thomas Frankes »liebwerte Einladung zur szenischen Lesung«

Also, liebe Interessentinnen und Interessenten meiner Veranstaltungen, liebe von diesen Informationen Genervtinnen und Genervte (oder heißt das »Genervende«?), schlichtweg alle Menschen, wo diese E-Mail lesen werden, im Verlauf der 20. Lesereise durch die Bonner Altstadt zelebriere ich, derwo i der großartige, beeindruckende, attraktiv ausschauende Schauspieler Thomas Franke bims, mit einem durch Gestik und Mimik unterstützten – einem sogenannten szenischen Vortrag –

am Donnerstag, den 27. August 2026,
ab 19.30 Uhr (Beginn der Lesung),
in der »Altstadtbuchhandlung Büchergilde«
(Breite Straße 47, 53111 Bonn)
unter dem vielversprechenden, genial erwählten Thema

»Oh, du Grimmische Welt
– Hans Dumm, Bruder Lustig und Fundevogel«
einige Märchen der Brüder Grimm im originalen Aufschrieb,
in schelmischer Verzückung von mir dahingeplappert.

Oft wird von den Leuten die Behauptung weitererzählt, viele Märchen hätten die Brüder Jacob und Wilhelm Grimm gesammelt, indem sie den Erzählungen alter Bäuerinnen sowie einsiedlerischen Köhlern und Hirten in düsteren Katen und auf stürmischen Bergwiesen lauschten, jedoch stellten sich solche Berichte als dahinfantasierte heraus. Mittlerweile wissen wir, dass die Grimms nicht im Volk kursierende Märchen zusammentrugen, sondern dass die Märchen vor allem von jungen, gebildeten Frauen erzählt wurden und oftmals aus französischen Quellen resultierten. So findet man zum Beispiel einige dieser Märchen wie »Der Blaubart« ein wenig anders erzählt um 1697 im Märchenbuch des Charles Perrault. Durch die mündliche Weitergabe der Familie Hassenpflug kam es als »Blaubart« in die Kinder- und Hausmärchen der Brüder Grimm.

In ihren ursprünglichen Versionen, die – oft düster und verstörend – Themen wie Konkurrenz um Schönheit, der nagende Hunger, der unerfüllte Kinderwunsch, untergeschobene oder sich gegenseitig abschlachtende Kinder ausbreitend, sind sie eher Geschichten für Erwachsene denn für Kinder. Allerdings gibt es auch Geschichten über Kindheit, Jugend oder das Heiraten in oft lustigen Formen, bis zu einer Reihe von Zaubermärchen, in denen die Erzählungen zum glücklichen Ende kommen. Bekannte Märchen sind »Rotkäppchen«, »Brüderchen und Schwesterchen«, »Rapunzel«, »Rumpelstilzchen«, »Schneewittchen«, »Hänsel und Gretel« und viele andere, die sich immer wieder als zeitlose, also auch heute noch aktuelle Parabeln erweisen, weil jede »ächte Poesie niemals ohne Beziehung auf das Leben seyn kann« (Wilhelm und Jacob Grimm in ihrer Vorrede).

Aber spannender werden die unbekannten Texte sein, von denen der Schauspieler Thomas Franke – selbstverständlich neben einigen bekannten Märchen – am heutigen Abend eine Auswahl vortragen wird, wie sie in der Ausgabe letzter Hand von 1857 zu finden sind und nur minimal sprachlich angepasst wurden. Es wird also gereist, es werden Abenteuer bestanden, man schlägt sich mit Riesen, es wird meisterhaft gestohlen und selbst der eine und der andere Spuk geistert vorbei.

Eingeladen, eingeladen, eingeladen zum Hören und Staunen alle Freunde, Freundinnen, Bekannten, Bekanntinnen, Fremde, Fremdinnen, Aliens und Alieninnens!

Eintritt: 12 Euro (inkl. Getränke und Knabbereien)
Zentraler Vorverkauf:
»Altstadtbuchhandlung & Büchergilde«
Bonn: 0228 – 63 67 50

Nichts für Hitler-Fans

Denn in unseren Zeiten, in denen sich die deutsche Gesellschaft auf direktem Wege zu neuerlicher Heldenverehrung für den größten Psychopathen, Größenwahnsinnigen und Judenmörder aller Zeiten zu befinden scheint, ist dieses Buch – basierend auf wahren Ereignissen – als Demontage des »GröFaZ« ungemein wichtig. »HAIL! verbindet historische Fakten mit psychologischer Expertise zu einem zeitgeschichtlichen Roman über Liebe und Macht, Wahrheit und Lüge, Angst und Mut – und über die Frage, wie viel ein Mensch wagen muss, um das Richtige zu tun«, sagt der Klappentext.

https://www.pmachinery.de/?p=13080

Es geht weiter zwischen den Stühlen

Irgendwann war vorgesehen, bei Band 20 aufzuhören. Aber das hat sich erledigt. Wenn einem Manuskripte wie das aktuelle von Florian Frerichs angeboten werden, kann man nur sehr schwer Nein sagen. Beziehungsweise gar nicht. »Sie werden behaupten, dass ich tot sie …« ist eine ziemlich durchgeknallte, bitterböse Satire um einen Mann, der sich für Klaus Kinski hält. Wem bei der Lektüre unweigerlich Max Giermann in den Sinn kommt, der ist jedenfalls auf dem richtigen Weg.

https://www.pmachinery.de/?p=13075

Blasphemie, Teil 2

Mit der Sammlung »Alle Drohnen kommen in den Himmel« präsentiert Achim Stößer nach »Die dunkle Seite der Erde« die zeite Zusammenstellung blasphemischer Science-Fiction-Geschichten. So provokant der Untertitel des Buches wirkt, so qualitativ eindeutig Science-Fiction sind die Storys im Buch. Achim Stößer verheimlicht einmal mehr nicht seine Einstellungen – diesmal geht es um »die gefährlichen Auswirkungen der wahnhaften Störungen, die Religion genannt werden«.

https://www.pmachinery.de/?p=13065

Der nächste Neumüller

Als Ralph Alexander Neumüller seinen neuesten Roman mit dem Titel »Es geht euch zu gut« anbot, gab es keine lange Diskussion. Ein Neumüller geht immer. Nicht nur, aber auch weil das die nächste Chance auf einen der einschlägigen Preise ist. Und auch diesmal brilliert der Autor mit fantastischen Ideen. Das Buch ist ein Roman über Widerstandskraft, Zusammenhalt, und darüber, dass nicht alles vor die Hunde geht und unser Leben der Utopie manchmal näher ist, als wir denken. Ein Neumüller ist eine Leseempfehlung. Immer.

Neumüller, Ralph Alexander, Es geht euch zu gut