Auch kleine Werbung ist kein Mist

René Moreau, bekannt als Verleger von EXODUS und COZMIC, ist ja der Hauptschuldige daran, dass das Buch »Unter den Sternen von Tha« von Heribert Kurth erscheinen konnte, denn er hat das Manuskript vermittelt. Eine clevere Idee. – Aber nicht nur deshalb machen wir gerne Werbung für seine Publikationen, und hier geht es mal vorrangig um COZMIC, ein lesens- und sehenswertes Comicmagazin in hochwertiger Aufmachung als Hardcover. Im Podcast vom Splitter Verlag hat er im SplitterCast 22 mit Michael Vogt ausführlich über COZMIC gesprochen – und bei etwa 1:18:00 auch Heriberts Buch erwähnt. Danke, René.

  • SplitterCast 22 mit René Moreau und Michael Vogt: hier.
  • EXODUS im Netz: hier.
  • COZMIC im Netz: hier.
  • Infos zu Heribert Kurths Buch: hier.

The Day After

Das ist nicht nur ein Film, sondern in der Regel auch ein Fakt. Und hier ist es der Tag nach Thomas Le Blancs 70. Geburtstag. Zu dem wir uns fast ein wenig unabsichtlich noch ein Buchgeschenk gegönnt haben. Eigentlich sollte die Sammlung frischer und unveröffentlichter Kürzestgeschichten, deren Veröffentlichung der Phantastischen Bibliothek in Wetzlar zugutekommen soll und wird, deutlich früher erscheinen, aber wie so oft laufen die Dinge nicht immer so, wie sie sollen. Aber immerhin ist mit diesem Buch hier ein zweites Geburtstagsgeschenk gelungen:

Frambach, Sabine & Focke, Kai (Hrsg.), STAUBKORNFEE TRIFFT ICH-MASCHINE

Mit 70 geht es erst los

Heute hat er Geburtstag, einer der deutschen Pioniere der kurzen Kurzgeschichte, der Kürzestgeschichte. Nein, nicht Herbert W. Franke ist gemeint, vielmehr Thomas Le Blanc, der Gründer der Phantastischen Bibliothek in Wetzlar und »Erfinder« der »Phantastischen Miniaturen«, von denen mittlerweile deutlich mehr als 50 Bände erschienen sind. Unsere p.machinery gratuliert dem Chef der größten deutschen Sammlung fantastischer Literatur zum 70. Geburtstag am heutigen 13. August – und wie inzwischen bei uns üblich, haben wir uns dazu gemeinsam mit drei Herausgebern und zahlreichen Autoren etwas einfallen lassen:

Niehaus, Monika, Weigand, Jörg & Karla (Hrsg.), PHANTASTISCH! PHANTASTISCH!

Outpost: Mehr Lust

Auf Amazon verschwinden ja gerne mal Rezensionen, spätestens, wenn die Amis mal wieder Tabula rasa machen, um Fakes zu vernichten. Deshalb hier eine Besprechung (5 Sterne!) von Ralf Boldt als Backup (denn wir löschen nicht Tabula rasa):

Kurzgeschichten, die Lust auf mehr machen

2. August 2021

Schon der Klappentext macht neugierig. Outpost ist die Fortsetzung des Erzählungsbandes „Dunkle Sonne“, der im Jahr 2003 den Deutschen Phantastik Preis als beste Original-Kurzgeschichten-Sammlung belegt hat.
Neben einer Erstveröffentlichung finden sich im Band neu überarbeitete Stories, die bisweilen vor mehr als dreißig Jahren erschienen sind.
Und der Leser sieht, dass der Autor auch schon vor langer zeit zu Beginn seiner schriftstellerischen Karriere gute Ideen gehabt hat und diese auch sprachlich gut umsetzen konnte. Es ist aber auch zu sehen, dass sich Gerd Frey weiterentwickelt hat. Die neueren Geschichten wirken runder und geschliffener. Spannend sind die älteren aber dennoch, weil sie eine kurze prägnante Sprache auszeichnet. Ein wenig erinnern diese an die Ultra-Kurzgeschichten des Altmeisters Herbert W. Franke.
Die Stories sind sehr unterschiedlich. Einige erzählen mehr, andere zielen auf ein überraschendes Ende. „Saatzeit“ als Beispiel erzählt von einem Vorfall auf dem Mars, der aber auch Auswirkungen auf die Erde haben kann. Diese Geschichte ist kurz und präzise. Die Umgebung oder auch die Personen werden nicht ausführlich beschrieben. Das in eine bestimmte Richtung zielende Ende ist das wichtigste.
„Der Abfallverkäufer“ ist die längste Story und erzählt humorig von einem interstellaren Abfallverkäufer. Seine Kunden wollen ihn immer übervorteilen, doch zum Schluss siegt seine Bauernschläue.
„Der Skulpturengarten“ erzählt von einem Alien, das sein Fortbestehen auf besondere Art und Weise sichern muss.
Die Geschichten in diesem Band machen Spaß. Wer Lust auf außergewöhnliche Ideen, die in meist sehr kurzer Form umgesetzt werden, hat, ist hier gut bedient. Gerd Frey versteht es, die Science-Fiction mit seinen Geschichten zu bereichern und beherrscht die kurze Form wie nur wenig andere. Und dies in einer Zeit, wo nur wenige Collections und Anthologien erscheinen und das Hauptaugenmerk auf ausgedehnte Prosa zu liegen scheint.

Frey, Gerd, OUTPOST, Dunkle Sonne 2

Eine Reminiszenz wurde erkannt

Carsten Kuhr bespricht Dieter Bohns »Zef’ihl« auf phantastiknews.de:

Dies mag auch damit zusammenhängen, dass ich vergleichbare Werke in meiner Jugend verschlungen habe. Gar viele Autoren wandten sich damals dem Topic des auf einem archaischen Planeten gestrandeten Raumschifffahrers zu, begleiteten diese dabei, den Wilden die Vorteile der Zivilisation näher zu bringen, beziehungsweise an dieser Aufgabe zu verzweifeln. Vermitteln Sie einmal einem mittelalterlichen Bauern die Vorteile einer Kanalisation, oder versuchen Sie vergessenes, weil weder in der Lehrstunde aufgepasst noch je gebrauchtes Wissen über Festungsbau, Waffenkunde, Chemie oder Medizin zu vermitteln. Eine wahre Sisyphus-Arbeit mit einigen unfreiwillig komischen Aspekten.
Nun, Dieter Bohn reiht sich in diese Phalanx an Verfassern mit entsprechenden Werken ein und er hat mich gut unterhalten. Ein paarmal holpert es sprachlich ein klein wenig; dem Text hätte eine Straffung und eine Streichung der Sklavinnen-Szenen allerdings gut zu Gesicht gestanden.
Dennoch, eine bemerkenswert gute Reminiszenz an frühere Vorbilder, die eigenständig daherkommt und letztlich gut, spannend und angereichert mit ein wenig Humor unterhält.

Mehr unter: https://www.phantastiknews.de/index.php/rezensionen/21562-dieter-bohn-der-zef-ihl-der-vom-himmel-fiel-buch

Bohn, Dieter, Der Zef’ihl, der vom Himmel fiel

 

Rezension, vertont

Tetiana Trofushas »Coming home« wurde in der Book-Review-Folge 039 des Podcast »Weltenwandler – Let’s talk about books!“ von Rahel Abebe und Stephan Berg besprochen. Abgesehen vom erfreulichen Urteil ergibt sich ein ganz neues Hörgefühl in Bezug auf Buchbesprechungen.

Drei Quellen stehen zur Auswahl:

Trofusha, Tetiana, COMING HOME

Die DSFP-2021-Nominierungen sind da

Die Nominierungen zum Deutschen Science-Fiction-Preis 2021 wurden veröffentlicht. Wir sind auch wieder dabei: T. Ellings Story »Die letzte Jungfrau« aus NOVA 29 wurde als »beste deutschsprachige Kurzgeschichte« ebenso nominiert wie Gabriele Behrends Roman »Salzgras und Lavendel« als »bester deutschsprachiger Roman«. Die Konkurrenz ist groß, jetzt gilt es, Daumen zu drücken. Weitere Details: hier.

Behrend, Gabriele, Salzgras & Lavendel