Für die Werke von René Moreau und seiner Mannschaft Werbung zu machen, ist immer wieder eine Freude. Nicht nur, weil es auf Gegenseitigkeit beruht. Nein, auch weil die Werke mehr als sehens- und lesenswert sind.

Für die Werke von René Moreau und seiner Mannschaft Werbung zu machen, ist immer wieder eine Freude. Nicht nur, weil es auf Gegenseitigkeit beruht. Nein, auch weil die Werke mehr als sehens- und lesenswert sind.

Fragen. Wer legt eigentlich fest, wie lange ein Mensch lebt? Und was geschieht mit der Zeit, die übrig bleibt, wenn der Mensch vor seiner Zeit stirbt? Und wieso gibt es Menschen, die länger als erwartet leben?
Um solche Fragen geht es im aktuellen Buch von Ron Müller – und um einiges mehr. Denn es geht nicht nur um die Beantwortung wissenschaftlicher Fragen, sondern auch um das Rätsel des Todes eines Mediziners, der versucht hat, die Antworten zu finden, die eben nicht 42 lauten.

Yvonne Tunnat nennt sich Rezensionsnerdista und absolviert ein Lesepensum, bei dem man blass wird. Gleichzeitig schreibt sie Rezensionen, die sich nicht auf wenige Sätze und die Wiedergabe des Klappentextes beschränken — ganz im Gegenteil. Ihre Besprechungen sind tief gehend und ausführlich, sie sind allein ein echtes Lesevergnügen. Und sie tun jedem besprochenen Buch wirklich gut.
Erwischt hat es zuletzt Bernhard Kempens »AURA«, den dritten Band der auf dem textilfreien Planeten Arkadia spielenden Reihe um Adrian und Greedy. Die Rezension sollte man sich wirklich gönnen — wie auch das Buch.

Gabriele Behrend ist die deutsche SF-Autorin, der wir inzwischen nicht mehr zutrauen, irgendwelchen Mist zu schreiben. Ganz im Gegenteil. Natürlich sind ihre »kleinen Werke«, die weihnachtlich angehauchten Bücher im querformatigen Hardcover (vulgo: »Rosi und die frechen Früchtchen«, »Herr Schluff und der Elch« und die »Na|sen|gno|mo|no|mie«), etwas ganz anders, aber auch die haben ihren besonderen Reit – jedenfalls für Menschen, die genau nach solchen Werken suchen (und ja, wir haben noch Vorrat!).
Nach dem KLP- und DSFP-nominierten »Salzgras & Lavendel« aus dem Jahre 2020 gab es 2021 zwei Storysammlungen (vulgo: »Die Liebesmaschine« und »Humanoid 2.0«, Letzteres eine Neuausgabe einer älteren Sammlung namens »Humanoid«, aufgepumpt mit zwei neuen Storys) gibt es nun ein neues Werk, und wir haben uns einmal mehr entschlossen, das kleine Prachtstück nicht an ignorante SF-Fans zu verballern, sondern in der Reihe »Außer der Reihe« auch den Interessenten anderer Genres zugänglich zu machen.
»Das Dorf am Grunde des Sees« jedenfalls ist eine Geschichte mit einem eindeutigen SF-Element, mit einem leichten Fantasyeinschlag, mit einem winzigen Touch viktorianischen Flairs – und mit einer zauberhaften Story, die einen bis zum Schluss unter Spannung hält, denn auch, wenn man glaubt, frühzeitig zu wissen, wie das alles endet, so ist das Ende dann doch überraschend.

Wie sind Serien von SF-Büchern nicht gänzlich abgeneigt, wie man an unserem Programm leicht erkennen kann, aber eigentlich versuchen wir, sie zu vermeiden. Nur bei manchen Manuskriptangeboten können wir dann auch nicht ausweichen, und so präsentieren wir mit Adrian Urbans »Die Killer-App« den ersten Roman um die Hauptfigur Ram Collins.
»Die Killer-App« zeigt uns, der wir heutzutage massenhaft Apps auf unseren Smartphones – und inzwischen auch auf PCs und Notebooks; es gibt ja keine Software, keine Programme mehr, nur noch Apps – installieren, dass bisweilen Vorsicht walten zu lassen eine gute Entscheidung ist. Eigentlich eine Binsenweisheit, denn zahlreiche Anbieter von Apps – sic! – gegen Viren, Trojaner und Konsorten machen nicht umsonst gute Geschäfte. Und trotzdem haben Malware-Bösewichter immer noch viel zu viel Erfolg …
Die App, um die es hier geht, kann nicht unbedingt als Malware gelten – und dennoch will Ram Collins sie nach der Installation auf seinem implantierten Cyberport – wer rennt in einem SF-Roman noch mit Smartphones rum? – doch wieder loswerden.

Viel über Bernhard Kempen zu schreiben, das können wir uns vermutlich sparen. Er ist mindestens als Übersetzer in der SF-Szene bestens bekannt. Und nach »Arkadia« und »Darling« dürften auch seine Romane aus dem Xenosys-Universum bekannt geworden sein. Nun legt er den dritten Band namens »Aura« vor und stößt dabei in neue Sphären erotisch angehauchter Science-Fiction vor. Denn Aura ist nichts anderes als eine Kollektivintelligenz mit dem Erscheinungsbild eines riesigen Waldes – und seine Kommunikationsmöglichkeiten sind vielfältig …

Corinna Griesbach liest aus ihrer Story »Das Dienstmädchen« aus »Alien Love«:
Auch die Liste der Erzählungen für NOVA 33 ist nunmehr präsentabel. Die sieht so aus:
Eine Geschichte wird möglicherweise noch hinzugefügt werden, ein Kandidat liegt dafür unter der Lupe. — Und wie gehabt gibt es zum sekundärliterarischen Teil noch keine Informationen, und hier fehlt uns auch noch ein Titelbild.
Nein, Corinna Griesbach hat nicht aus der Anthologie »Ihr Haar zersprang wie blaues Glas« der Phantastischen Bibliothek Wetzlar geklaut. Die Geschichte, aus der sie hier liest, ist dort nicht erschienen, obwohl zumindest die Glasfarbe gepasst hätte: »Aus blauem Glas« heißt ihre Geschichte und sie liest:
Michael Iwoleit hat die Auswahl der Kurzgeschichten für NOVA 32 festgelegt und verkündet. Es handelt sich um:
Der Sekundärteil steht noch nicht fest. Und das Titelbild — das bei einer bestimmten Klientel für große Begeisterung sorgen wird — stammt von Andreas Schwietzke — und ist hier noch geheim.