Schmidts Gelehrtenrepublik: Die Vorzugsausgabe ist nun lieferbar

Und wer ein Exemplar haben will, sollte sich sputen … Die 11 römisch nummerierten Exemplare sind sowieso schon weg. Und von den 100 arabisch nummerierten Exemplaren ist schon knapp die Hälfte unters Volk gegangen. Wichtig zu wissen: Diese Vorzugsausgabe ist limitiert, wird keinesfalls nachproduziert (im Gegensatz zur Normalausgabe).
Details zum Buch in beiden Ausgaben finden sich hier.
Das Buch der Vorzugsausgabe ist mit der Normalausgabe identisch — abgesehen von der ISBN –, steckt aber in einem ebenfalls mit Cabra bezogenen Schuber, in dem sich auch eine Mappe mit der nummerierten und signierten Digigrafik von Thomas Franke findet, die wiederum in einem aufwändigen Verfahren in mehreren Arbeitsschritten gedruckt wurde.
Einen optischen Eindruck der Vorzugsausgabe bieten die folgenden Fotos:

Und die Digigrafik sieht so aus (wobei bei dieser Abbildung die Rahmengrafik um das zu sehende Motiv fehlt, ebenso ist die Farbigkeit des Originals herabgestuft — ihr sollt die Vorzugsausgabe kaufen, nicht im Netz herunterladen …):

NOVA 32

NOVA 32
Magazin für spekulative Literatur
p.machinery, Winnert, Januar 2023, 228 Seiten, Paperback
ISSN 1864 2829
ISBN 978 3 95765 312 3 – EUR 16,90 (DE) (nur noch im Internet und Buchhandel; beim Verlag vergriffen!)
E-Book: ISBN 978 3 95765 794 7 – EUR 5,49 (DE)

Der Inhalt:

NOVAstorys
Thomas Grüter: Auf eigene Gefahr
Karsten Lorenz: Geliebte Savona
Victoria Sack: Obsoleszenz
Ricky Wilhelmson: Planetare Verteidigung
Aiki Mira: Nicht von dieser Welt
Wolf Welling: Im Tulou
Benjamin Hirth: This War Is Over
Frank W. Haubold: Das Mädchen aus dem Jenseits
Brandon Crilly: Gedächtnis

NOVAsekundär
Michael K. Iwoleit: »Aber ich habe geliebt! …« James Tiptree, jr. und die weltbeste Science-Fiction-Story
Hans Esselborn: Herbert W. Franke. Zum Gedenken an den Altmeister der Science-Fiction
Franz Rottensteiner: H. W. Franke, Cyber ohne Punk
Dietmar Dath: Gesetz und Drachenkraft. Herbert W. Franke als schöpferischer Erklärer der Kunst

Doppelschlag

Und nach dem ersten Band unseres neuen Imprints können wir auch gleich den Nachfolger präsentieren, eine Storysammlung von Horst Pukallus, in der außer im Fall der ersten (»Selfie mit Alien«) und der vorletzten Geschichte (»Der Lockentenschnitzer von Beteigeuze XIV«) lauter Erstveröffentlichungen enthalten sind. Herausragend erscheint »Der Leguan des Mandanten«, die mit der von William S. Burroughs erfundenen Cut-Up-Technik geschrieben wurde. Pukallus’ Werke sind von besonderer Qualität. »Einige Geschichten sind beklemmende Kammerspiele, die aus Alltagssituationen erwachsen und Bigotterie und geistige Verarmung bloßlegen. Andere projizieren die Rituale der Macht in ferne Zeiten und Welten und lassen durch die Verfremdung allzu irdische Mechanismen der Manipulation und Unterdrückung umso schärfer hervortreten. Wieder andere sind Satiren von hintergründigem Witz, die Absurditäten unserer entfesselten Medienwelt aufs Korn nehmen«, wie es der Text auf der Buchrückseite verlauten lässt.

Pukallus, Horst, Am Abend kamen die Schnecken

Innovativ, auf dem neuesten Stand

Das ist die Bedeutung des Namens »Cutting Edge«, und so heißt das neueste Imprint der p.machinery. Den Beginn des neuen Literaturerlebnisses mit dem Schwerpunkt auf Kurzgeschichten macht Thorsten Küper mit einer kleinen und feinen Auswahl seiner Erzählungen aus den Jahren 2003 bis 2019.
Erstmals setzen wir bei der Titelbildgestaltung auf den Einsatz sogenannter künstlicher Intelligenz im Zusammenspiel mit der kongenialen Gesamtgestaltung des Umschlags von Tom Turtschi.

Küper, Thorsten, BELICHTUNGSZEIT

Zentaurin, gefühlsecht!

Horst Illmer, sittsam bekannt aus der »phantastisch!« und seinem »temporamores«, hat sich die »Gelehrtenrepublik« gegriffen und besprochen – nachzulesen en detail hier – und hat ein nettes Fazit gefunden: »Beide Ausgaben«, schreibt er, »sind in CABRA eingebunden, einem Material, das sich anfühlt, als würde man(n) eine Zentaurin streicheln. Gefühlsecht!« :))

Schmidt, Arno, DIE GELEHRTENREPUBLIK

Die »Normalausgabe« ist ja längst lieferbar. Die »Vorzugsausgabe« ist in Produktion. Der Buchdruck beim Schaltungsdienst Lange wird Anfang Dezember fertiggestellt sein, wenn nichts dazwischen kommt. Die Produktion des Schubers wird noch ein wenig dauern. Wir gehen derzeit davon aus, dass die Vorzugsausgabe zum Preis von EUR 222,- (incl. MwSt. und Versand) spätestens im Januar 2023 verfügbar sein wird. Vielleicht auch früher. Wird man sehen.

Alles andere als unentschlossen

»Zwischen den Stühlen« zu sitzen bedeutet auch, unentschlossen zu sein. Unser Co-Verleger Kai Beisswenger ist überzeugt davon, dass diese Interpretation auf unseren Imprint nicht zutrifft. Und er hat recht. Er hat auch recht, wenn er voll Stolz verkündet, dass wir inzwischen den vierten Titel »Zwischen den Stühlen« veröffentlicht haben. Und es handelt sich diesmal um eine Mischung aus Satire und Krimi, getreu unserem Imprintmotto, Bücher zu veröffentlichen, die sich nicht auf ein Genre festlegen lassen. Und wir sind uns bewusst, dass das anmutig-amüsante Werk der Katja Kleiber zu Kritik führen wird — seitens der Szeneelemente, die sich heute undeutsch als »woke« bezeichnen und alles aufs Korn nehmen, was sich dazu eignet, aufs Korn genommen zu werden. Aber:

Es ist ein satirischer Bürokrimi. Und Satire darf alles.
Satire überspitzt. Jeder, der mal im Büro gearbeitet hat, weiß, dass Sex(ismus) & Büro zusammengehören.
Wie viele Pärchen haben sich im Büro kennengelernt?
Wie viele Affären entstehen tagein tagaus in den Büros unserer Republik?
Wie oft knistert es im Großraumbüro?
Ständig!
Solche Typen, wie Katja Kleiber sie skizziert, gehören zum Büroalltag. Zwischen dem Alltag und der Welt, wie sie sein sollte, liegen Welten. Katja Kleiber beschreibt überspitzt, wie die Welt ist. Und nicht, wie sie sein sollte.
Letzteres ist auch nicht Aufgabe der Literatur, sondern Aufgabe einer Ethikkommission.

Kleiber, Katja, Ein Controller weniger

Fünf Jahre Arbeit

Die »Fulminant Fantastischen Folianten« sind ein von Thomas Franke und unserem Verleger geschaffenen Imprint der p.machinery. In diesem Imprint werden Bücher bibliophiler Aufmachung und Qualität erscheinen. Hardcover – jeweils in einer »Normalausgabe« und einer streng limitierten »Luxusausgabe« (mit Schuber und einer von Thomas Franke in speziellem Verfahren geschaffenen Grafik, Digigrafik genannt), hochwertiges Papier mit vierfarbigen Grafiken, ein Umschlagbezug mit Blindprägung – das sind Eckpunkte der Werke, die in diesem FFF abgekürzten Imprint erscheinen sollen.

Im September 2017 begann die Geschichte des Imprints und des ersten Buches mit der Kontaktaufnahme, damals noch zum S. Fischer Verlag, der die (Verwertungs-) Rechte an Arno Schmidts »Gelehrtenrepublik« hatte. Ein Vertrag wurde abgeschlossen.

Dann ging viel Zeit ins Land. Thomas Franke widmete sich der Arbeit an den 25 Farbbildern [davon sieben Bilder so groß, dass wir ihnen Ausklappseiten widmeten]. Der Vertrag mit S. Fischer lief aus, ohne dass wir das Buch präsentieren konnten. Unsere Arbeiten an dem Buch – wobei »unser« eigentlich vorrangig Thomas Franke meint – waren langwierig und brauchten mehr Zeit als gedacht. Und so mussten wir 2021 einen neuen Vertrag, diesmal mit der Arno Schmidt Stiftung machen. Alles kein Problem.

Und nach weiteren aufwendigen Arbeiten ist es nun so weit. Thomas Franke und die p.machinery präsentieren Band 1 der »Fulminanten Fantastischen Folianten« in Form der »Gelehrtenrepublik« von Arno Schmidt.

Weitere Informationen finden sich unter dem Link jenseits der Grafik – die derzeit nur den Schmutztitel des Buches repräsentiert; weitere Abbildungen des fertigen Buches folgen –, dessen Lektüre wir ausdrücklich empfehlen. (Und aus der Werkstatt plaudert der Verleger hier.

Schmidt, Arno, DIE GELEHRTENREPUBLIK