Die Macht einer Frau

Man denkt ja gerne, dass Frauen erst etwa ab Anfang des 20. Jahrhunderts mehr und mehr Macht gewinnen konnten – aber das ist ein Irrtum. Klar, es gibt große und bekannte Namen, die Kaiser und Könige an der Kandare hatten. Aber es gibt auch Namen, die eher unbekannt sind – und vor allem Rollen spielten, die manch einer nicht für möglich halten wollte. Und will. So mag so mancher überzeugte Katholik möglicherweise bezweifeln, dass Päpste früherer Jahrhunderte sich Mätressen hielten …
Und doch war es so. Und das waren nicht etwa Mädchen und Frauen, die nicht anders konnten, als sich dem Willen des Mächtigen zu beugen, sondern durchaus auch Frauen, die selbst über Macht und Einfluss verfügten.

Eine solche Frau war Mathilde von Tuszien, auch bekannt als Mathilde von Canossa. Und Karla Weigand, gewieft und geübt im Verfassen historischer Romane, beschreibt das Leben dieser Mathilde in aller gebotenen Ausführlichkeit – und vermittelt dabei gleichzeitig Fakten über gleich drei Päpste, deren Geliebte sie war.
Das Buch basiert auf Tatsachen – die sich übrigens leicht recherchieren lassen – und vermittelt dem interessierten Leser Wissen über die Zeit der zweiten Hälfte des elften Jahrhunderts christlicher Zeitrechnung. Damit ist der Roman nicht nur ein belletristisches Werk, sondern durchaus auch als Sachbuch brauchbar.

Weigand, Karla, MATHILDE. Markgräfin von Tuszien, Herrin von Canossa, Geliebte dreier Päpste

Dreizehn: Tiny Strickers Historie der Hippie-Bewegung

Eigentlich ist es geschummelt, denn die Bände 1 bis 4 der »Werkausgabe Tiny Stricker« harren noch der Neuveröffentlichung. Sie sind wohl noch allesamt beim MaroVerlag, Augsburg, bzw. auf dessen üblichen Vertriebskanälen verfügbar, aber es liegt uns die mündliche Erlaubnis des MaroChefs Benno Käsmayr vor, die Bücher im Rahmen der Werkausgabe neu aufzulegen. Wobei wir uns Zeit lassen – es eilt ja nicht.
Denn der Autor Tiny Stricker lebt noch und erfreut sich nach unserer Kenntnis allerbester Gesundheit. Und offensichtlich auch ebensolcher Schreiblust. Denn anders ist nicht zu erklären, dass der am vorderen Ende der Werkausgabe fleißig weiterschreibt. Weshalb wir nun die Erstveröffentlichung seines neuesten Romans mit dem Titel »Hotel Amir Kabir oder Die Wege der Hippies« als 13. Band der Werkausgabe  verkünden dürfen. Der Roman setzt im Grunde eine kleine Reihe in seinem Werk fort, die sich mit der Historie der Hippiebewegung in Deutschland beschäftigt, und es ist kein Geheimnis, dass diese Romane autobiografischen Charakter haben. Die schon erschienenen Romane »Ein Mercedes für Täbris« (derzeit auch nur bei Maro im Programm; bei uns steht er noch aus) »Unterwegs nach Essaouira« sind die Vorläufer des »Hotel Amir Kabir« – und es darf davon ausgegangen werden, dass da noch ein Buch folgen wird. Vielleicht auch zwei. Oder drei :)

Stricker, Tiny, HOTEL AMIR KABIR

Tiny Stricker und Capriccio

Tiny Stricker hatte am 12.10. einen Auftritt  in der Sendung »Capriccio« im Bayerischen Rundfunk. Das Thema war »Birkenstock und die Hippies« — ein für Tiny Stricker naheliegendes Thema. Demnächst gibt es auch ein neues Buch: »Hotel Amir Kabir«, Band 13 der Werkausgabe. Mehr dazu in Kürze.

 

Eine Seefahrt und die Friesenhexe

Wenn eine Autorin eine Seereise macht, dann nimmt sie ein Buch mit. Keine Weisheit, nur eine Idee. Eine Idee allerdings, der Karla Weigand gefolgt ist, die mit ihrem Gatten Jörg Weigand eine sechswöchige Seereise unternahm, die von Bremerhaven aus über Island, Grönland, Kanada und die USA zurück nach Bremerhaven führte. Karla Weigand hatte ihre dritte Friesenhexe mit im Gepäck, das eine ähnliche Reise der Heldin »in die neue Welt« schildert.

Das Nachmittagsprogramm vom 25.08.2023 auf der MS Amera.

Am 25.08. durfte Karla aus Ihrem Buch lesen.

Die erste Lesung …
Zwei Autoren in Newport, USA.

Und offensichtlich war die Lesung ein Erfolg, denn das Publikum wünschte sich eine zweite Lesung, die dann am 21.09. stattfand.

Das Nachmittagsprogramm vom 21.09.2023 auf der MS Amera.

Und so viel Erfolg war dann eine ausführliche Sitzung am Schlemmertisch wert:

Am Schlemmertisch: Der erste Gang ist noch nicht serviert.

Weigand, Karla, Die Friesenhexe in der Neuen Welt

Lesung im Haidhauser Werkstattpreis

Am 07. Oktober 2023 liest Wolfram Hirche »Der Barmann« aus seinem Buch »Männerherzen« im Finale des Haidhauser Werkstattpreises. Der Werkstattpreis wird vom Münchner Literaturbüro (MLb) ausgeschrieben und ist mit 500 Euro dotiert. Das Finale 2023 findet ab 18 Uhr im HP 8 Isarphilharmonie in der Hans-Preißinger-Straße 8 in München-Sendling statt.

Er kann nicht nur spotten

Nein, nein, in des Wolfram Hirche Herzen schlägt auch Mitgefühl, Mitgefühl nicht nur mit Männern, wie der Titel seines neuen Buches in der p.machinery vermuten lässt – immerhin »Männerherzen« –, nein, auch für Frauen, denn sie sind die eigentliche Zielgruppe dieses Buches, das ihnen Erkenntnisse und Weisheiten über Männer – und nicht nur alte, weiße Männer, ganz im Gegenteil – vermitteln möchte, kann und soll. In dreiunddreißig Kurzgeschichten schreibt Hirche über Männer, ihr Leben und ihre Erlebnisse, wie sie mit ihm und ihnen umgehen und was es und sie mit ihnen anstellen. Und natürlich spielen immer auch Frauen eine Rolle …

Auch wenn Hirches »Spottlichter« (Außer der Reihe 65, erhältlich als Paperback zu EUR 13,90 und Hardcover zu EUR 16,90) thematisch und stilisch ganz anders gelagert waren – es handelte sich um satirische Glossen –, wer das Buch mochte, wird den neuen Hirche noch sehr viel mehr mögen. Denn sein Schreibstil ist schon was Besonderes …

Hirche, Wolfram, MÄNNERHERZEN. 33 Storys

 

Heldengeschichten

Dirk C. Flecks neues Buch »HEROES« präsentiert fünfzig Geschichten um Menschen, die »sich dem systemimmanenten Wahnsinn unter hohen Risiken entzogen oder widersetzt und für eine Gesellschaft gekämpft haben, deren Zusammenhalt durch Toleranz und Verständnis geprägt ist«. Fleck hat gezielt solche Namen ausgewählt, von denen man nicht tagtäglich gelesen hat und liest, deren Leben und Wirken nicht allgemein bekannt sind. »Seine ›Helden‹ sind Menschen, die unser aller Leben verändert haben. Persönlichkeiten, die auch ohne PR-Abteilung lebensfähig waren oder sind, solitäre Juwelen, die in gestalteten Leben zu dem wurden, was ihnen vorbestimmt war«, schreibt Dirk Pohlmann. Wie auch immer – die grundverschiedenen Schicksal durchaus auch noch lebender Persönlichkeiten sind beeindruckend und bemerkenswert.

Fleck, Dirk C., HEROES

Der Wilde Westen trauert

Es ist Monate her, da Dietmar Kuegler ganz überraschend diese Welt verlassen hat – Anfang Dezember 2022 erschütterte sein Tod seine Freunde, die Mitarbeiter seines Verlages und seines »Magazin für Amerikanistik« und alle, die ihn kannten. Dietmar Kuegler gilt als der deutsche Fachmann für die Geschichte der amerikanischen Pionierzeit schlechthin. Er schrieb zahlreiche Western – Serien wie RONCO und LOBO sind bekannt – und er verlegte in seinem Verlag für Amerikanistik mit Sitz auf Föhr in Nordfriesland einschlägige und wissenschaftliche Schriften zum Thema.

Dietmar Kuegler spielte für die p.machinery keine herausragende Rolle. Einige Beiträge in Anthologien stammten von ihm. Und dennoch war es uns ein Anliegen, seiner Person zu gedenken, denn möglicherweise wird das in dieser Form sonst niemand tun. Und das wäre schade. Und traurig.

Roth, Karl Jürgen, Weigand, Karla & Jörg (Hrsg.), AMERIKA! AMERIKA!

Zweiter Versuch, zweiter Erfolg?

Eine echte Rückkehr ist es vermutlich nicht. Aber Veronika Grager hat uns ganz am Anfang unseres Verlages mit ihrem Roman »Nanobots. Gefährliche Teilchen« die Freude gemacht, den Band 2 der inzwischen längst eingestellten Reihe »Action, Thriller, Mystery« darzustellen. Das Buch ist in einer überarbeiteten Fassung längst in einem anderen Verlag neu aufgelegt worden, und all die Jahre haben wir wenig bis nichts voneinander gehört oder gelesen. Aber Veronika Grager war fleißig – und schon letztes Jahr wollten wir die Storysammlung veröffentlichen, die nun 2023 erscheint.

Das Buch enthält einen vielfältigen Reigen von Geschichten unterschiedlicher Genres, darunter auch Science-Fiction (in gleich drei Storys), ein bisschen Fantasy und natürlich – das ist ihr Metier schlechthin – Krimis. Es gibt ja immer noch jede Menge kluge Menschen, die behaupten, Genremixe würden nicht funktionieren, vulgo: wären nicht erfolgreich. Aber wer sich von dieser Sammlung nicht einfangen lässt, dem ist auch mit monogenerischen Sammlungen nicht geholfen, der hat einfach ein ganz anderes Problem.

Wie auch immer: Es ist uns eine große Freude, noch einmal einen »Grager« verlegen zu dürfen und hoffen, dass er »ankommen« wird.

Grager, Veronika A., DONAUWEIBCHEN KÜSSEN HÄRTER