Das Kalenderblatt für August

Gerd Frey hat für 2022 einen Kalender geschaffen, mit einer Auswahl der in den letzten zwanzig (!) Jahren entstandenen Illustrationen und Titelbildern verschiedener Publikationen, darunter EXODUS und NOVA. Der Kalender für 2022 wird in DIN A3 (EUR 25,- incl. Versand) und DIN A4 (EUR 15,- incl. Versand) geliefert – solange der Vorrat reicht; die Preise sind Selbstkostenpreise. Bestellen kann man den Kalender bei G.R.I.M.M. ScanPlot & DigiDruck, am besten per E-Mail an gf@grimm-repro.de.

Wir haben vom Künstler die Erlaubnis, das Kalenderblatt für den nächsten Monat zum Download anzubieten. Einfach auf das Kalenderblatt klicken und die angezeigte Grafik im A3-Format abspeichern.

https://www.pmachinery.de/?s=Frey%2C+Gerd

Schon wieder: Der VDS-Infobrief vom 23.07.2022

Die vier unten rot markierten Beiträge zeigen diesmal den besonderen Schwachsinn auf, von dem Genderbefürworter beseelt zu sein scheinen. Aber auch die Entscheidung, das Café Mohrenkopf auf der Münchner Wiesn umzubenennen, weil der Name »nicht mehr zeitgemäß sei« und Traditionen sterben würden, »wenn man sich nicht weiterentwickelt«, zeigt deutlich, wie wenig Ahnung Cancel-Culture-Terroristen von der Bedeutung von simplen Begriffen der deutschen Sprache haben. Zugegeben: »Tradition« hat keinen rein deutschen Ursprung, aber müssen jetzt auf der Wiesn auch Dirndl und Lederhose T-Shirts, Jeans und Miniröcken weichen?

Ach ja, den ganzen Infobrief kann man hier nachlesen.

1. Presseschau
• Ausdrucksstarke Symbole
• Ukrainisch als Amtssprache
• Café Mohrenkopf wird umbenannt
• Verein lässt friesisches Sylt aufleben
2. Gendersprache
• Argentinien verbannt Gendersprache aus öffentlichen Schulen
• Biobäcker eröffnet Genderfiliale
• Sinnloser Genderstreit
3. Sprachspiele: Unser Deutsch
• schickimicki
4. Kultur
• Latein lebt
5. Denglisch
• Forscher bevorzugen Englisch
6. Soziale Medien
• Kiels peinliches Gedenken
7. Termine

InterNova ist wieder da

InterNova online #1 steht unter dem Motto »Contemporary Issues« und enthält die folgenden Storys:

  • Brandon Crilly (Kanada) »Remembrance«
  • Adriana Alarco de Zadra (Peru)  »The Jellyfish«
  • Louis Evans (USA) »Babies Come from Earth«
  • Bruce Golden (USA) »The Withering«
  • Guy Hasson (Israel) »The Assassination«
  • Helmuth W. Mommers (Österreich) »Download«
  • Frank Roger (Belgien) »The Colony«
  • Ana Cristina Rossi (Costa Rica) »Abel«
  • C.M. Teodorescu (Rumänien) »The Death of Mr. Teodorescu«

InterNova online wird im Zwei- bis Dreimonatsrhythmus erscheinen und bringt abwechselnd international gemischte Ausgaben, die unter einem lockeren Motto stehen, und Themenausgaben zur Science-Fiction einzelner Länder und Regionen.

InterNova online wird es auch jeweils zum Download im PDF-Format und in verschiedenen E-Book-Formaten (epub, mobi, azw3) geben.

Überfällig: VDS-Infobrief vom 16.07.2022

Nicht der VDS-Infobrief — wie immer vollständig hier nachzulesen –, sondern diese Information und Inhaltsangabe:

1. Presseschau
• La la la la la la la Layla
• Russische Sprache und Musik in Georgien unerwünscht
2. Gendersprache
• Kein Kläger – kein Richter
• Gendern in der Rechtssprache
• Bluthochdruck wegen Gendersprache
3. Sprachspiele:
• Selber spielen
4. Kultur
• Marburger Dorf-Dialekte
5. Berichte
• Amtssprache wenig beliebt
6. Denglisch
• „Lost“
7. Kommentar
• Entspannt euch!
8. Termine

Traurige Gedanken

Thomas Franke, verfasst am Sonntag, 17.07.2022:

Gestern! Gestern endete das Leben meines Freundes Herbert W. Franke. Gut: er ist 95 Jahre geworden, allerdings ist ein solches hohes Alter für uns Hinterbliebene kein Grund dafür, seinen Tod weniger schmerzhaft zu empfinden.

Diese Freundschaft mit Herbert war eine besondere, eigenartig intensive, eine kreative. 1976 lernten wir einander persönlich während eines europäischen Science-Fiction-Cons im polnischen Poznań kennen. Noch in der DDR Malerei und Grafik studierend, allerdings schon im Osten wie im Westen Deutschlands als Grafiker phantastischer und surrealer Sujets bekannt, erhielt ich den Auftrag vom Verlag Neues Leben, seinen Roman »Ypsilon minus« zu illustrieren, weil die Verlagsleute wußten, daß ich im Gegensatz zu vielen Künschtelerkollegen und –kolleginnen den Mut aufbrachte, die Dystopie eines Schriftstellers aus dem Westen zu illustrieren. Gut: Ich schoß damals über die intellektuell gesetzten Grenzen hinaus, was mein Leben in diesem Land kompliziert werden ließ.

In Herberts Haus durfte ich mit meiner damaligen Frau die ersten Tage nach meinem 1984 erfolgten Hinauswurf aus der DDR unterkriechen, er hatte die DM für mich gesammelt, die ich dem Außenhandelsministerium der DDR hinterzogen hatte, als mein Hinauswurf absehbar wurde, und er lenkte unsere ersten Schritte im Güldenen Westen durch München. Die Erfahrungen, die ich dort während der ersten drei Tage machte, prägten mein darauffolgendes Leben.

Seit Ende 2014 gestalte ich die Bände seiner bei p.machinery erscheinenden SF-Werkausgabe. Bisher schuf ich die Buchgestaltungen und alles buchgestalterische Beiwerk für seine Augen und meine Bildtitel späßelten immer auch mit seinem Intellekt. Jetzt muß ich mir einen neuen so wachen, gebildeten Geist wie es der seine war und neue Augen suchen, für die ich jene Werke schaffe, denn bei dieser Arbeit schaute er mir als unsichtbarer Freund, imaginär anwesend, bisher immer über die Schulter.

Diese Suche wird sich schwierig gestalten.

Ich weine.