Die erste virtuelle Kunstgalerie

Der Kunststadtplan »artist« für die Freie Hansestadt Bremen und das Umland veröffentlicht in der Ausgabe 1/2020 einen Hinweis auf die erste virtuelle Kunstgalerie »Rice.de« des Landes.

Rice.de enthält als »energetisch-amorphe Skulptur im Wachstumsprozess« nach drei Jahren Aufbauarbeit am 1.1.2020 genau 21.699 Objekte bei einem Datenvolumen von 11,75 GB.

Teil dieser Skulptur ist das Langzeitprojekt »bremen:AN:sichten«. Dieses Inventar wurde von der Wissenschaftlichen Gesellschaft der Freien Hansestadt Bremen mit dem Preis für Heimatforschung 2019 ausgezeichnet.

Im Sommer 2030 gibt die Wittheit ein eigenes Buch zum Thema Heimat Bremen heraus!

Utopia heute!? oder: Eine neue Form von Kunst

Wer kennt sie nicht die romantische, beschauliche Künstlerkolonie »Worpswede«. Sie entstand im auslaufenden 19. Jahrhundert aus der Sehnsucht von Künstlern nach unverdorbener Natur und dem endlosen Himmel voll Fantasien und der Hoffnung auf ein glückliches Leben. Worpswede wurde zu einer Insel in der Brandung. Utopia lässt grüßen.
Rainer Maria Rilke hat über die namhaften Künstler von Worpswede, die Weite, die Wolken, die Landschaft, die Birken und das Wesen der Kunst geschrieben – und seine Poesie klingt bis heute nach.
Das Künstlerpaar Volker&Marie hat es im anbrechenden 21. Jahrhundert in die Randlage von Worpswede gezogen, um dort inmitten von Wiesen, Feldern und Bäumen zu leben, zu denken und zu arbeiten.
Michael Weisser hat das Ehepaar in deren Atelierhaus besucht und in einem Interview festgehalten, wie die beiden ihr Leben zwischen Freiheiten und Notwendigkeiten gestalten. Anregungen gibt es genug!
Das Interview ist schonungslos, offen, klar, informativ und tiefsinnig. In Worten und Bildern gibt es einen Einblick in ein durch und durch kreatives Ambiente. Hier werden Ideen geboren. Science-Fiction?

Der QR-Code auf dem Cover des PDF-Files führt zum Atelierbesuch und zum Gedankenaustausch. Spannend! Und kostenfrei zum Download ;-)))

Link zum Atelierbesuch:
http://www.rice.de/zz_01/VM/Index.html

Woran er gerade arbeitet? HEIMWEH SUCHT UTOPIA!

Im Mai 2020 soll ein neues Buch von Michael Weisser bei p.machinery erscheinen. Diesmal nicht in der QR|Edition, sondern als Taschenbuch in der Reihe »AndroSF«: Informativ und inspirierend! Neue Wege suchend und ein Experiment in sich.
Das Buch sammelt aktuelle Texte, Reden und Interviews, die sich mit neuen Formen von visionärer Kunst in der digital vernetzten, intermedialen Gesellschaft beschäftigen.
Und dieses Buch geht der Frage nach, was Heimatforschung mit Science-Fiction zu tun haben könnte. Es enthält unter anderem einen Beitrag über die Zukunft der SF, der auch in der kommenden Ausgabe des Quarber Merkur zu finden sein wird.
Dieses Hybridbuch verbindet den Leser über gestaltete QR-Codes mit dem Internet und bietet als Mehrwert zu den Texten passende Bilder, Musik und Videos aus dem Werk des Künstlers.
Ein QR-Code führt erstmals zu Interviews mit den SF-Größen Wolfgang Jeschke, Michael Görden, Jörg Weigand, Heinrich Wimmer und Herbert W. Franke.


(Skizze zum Buch; nein, das ist nicht das finale Layout.

Wirklich alles über Neugier | all:about:neugier

Im achten Band der Die|QR|Edition hat Dr. Rainer Beßling nicht nur seine eigene Neugier befriedigt, indem er Michael Weisser hundert Fragen stellte. Weissers Antworten werden auch die Neugier der Leser stillen, die sich mit diesem – im Übrigen reichhaltig bebilderten und beQRten – Kunstwerk auseinandersetzen. Nicht nur, aber auch weil:

Dr. Rainer Beßling gilt als einer der profiliertesten Kritiker, wenn es um feinsinnige Reden und wortgewandte Essays jenseits der Worthülsen in der Kunst gilt. Beßling ist bekannt für substanzielle Aussagen, dafür steht seine Publikation »Bildersprachen – Reden über Kunst«, die unlängst erschienen ist.
Im Bremer Medienkünstler Michael Weisser findet Rainer Beßling einen Gesprächspartner auf Augenhöhe, denn Weisser vernetzt nicht nur die Medien Bild, Klang und Wort in Ausstellungen und Installationen sowie in Buchveröffentlichungen und Musikproduktionen, er kennt auch als ehemaliger Vorsitzender, Landes- und Bundesdelegierter des Berufsverbandes Bildender Künstler die Hintergründe für Produktion und Vermarktung aller Formen von analoger und digitaler Kunst.
Anhand seines intermedialen Werkes, das bereits jetzt schon im ZKM Karlsruhe, im Staatsarchiv Bremen und in zahlreichen Museen und Institutionen als Kulturgut archiviert ist und für das Weisser sein digitales Inventar www.Rice.de im Internet veröffentlicht hat, wird exemplarisch deutlich, was Kunst auch in Zukunft sein kann, nämlich eine wirksame Methode, das Leben auf stets inspirierende Weise zu gestalten.

Rainer Beßling & Michael Weisser
ALL:ABOUT:NEUGIER
Der Kulturkritiker Beßling stellt dem Medienkünstler Weisser 100 Fragen über Kunst in der digital vernetzten Gesellschaft
Die|QR|Edition – Edit 8
p.machinery, Winnert, Oktober 2019, 360 Seiten, 210 x 210 mm
Paperback/Softcover: ISBN 978 3 95765 177 8 – EUR 29,90 (DE)
Hardcover (limitierte Auflage): ISBN 978 3 95765 178 5 – EUR 42,90 (DE)
E-Book: ISBN 978 3 95765 906 4 – EUR 14,99 (DE)

LEBE DEIN ÄNDERN | Positionen zeitgenössischer Kunstproduktion

Das Randlage-Art-Festival in Worpswede, kuratiert von Volker Schwennen. Kunstausstellung vom 21.09.–20.10.2019 in der Galerie Altes Rathaus, 27726 Worpswede.

»Weisser lebt sein Ändern. Er macht dies analytisch bewusst und emotional assoziativ. Seine Publikationen ›all:about:sehnsucht‹ und ›all:about:neugier‹ sind von Projekten mit dem ZKM | Karlsruhe und dem Staatsarchiv | Bremen geprägt. Darin widmet er sich dem Thema ›Heimat‹ ebenso wie der ›Science-Fiction‹, und er liebt die Fragen, die er fragt, ebenso wie die Fragen, die er beantwortet. Denn die Frage ist für ihn der Schlüssel zur Welt.« Volker Schwennen – Randlage 8/19

Die Zukunft ist unabwendbar digital! | Heimatforschung + Science-Fiction

Michael Weisser ist beim Randlage Art-Festival in Worpswede am Mittwoch, 9. Oktober, Talk-Gast und spricht ab 19.30 Uhr (Einlass 18.30 Uhr) über die Verbindung von Heimatforschung und Science-Fiction in der digitalen Gesellschaft mit anschließender Diskussion.

Aus dem Interview von Irene Niehaus mit Michael Weisser in: Weser-Kurier / Wümmezeitung vom 4.10.2019:

Niehaus: Sie sind Medienkünstler, Musikproduzent und Science-Fiction-Autor, und jetzt haben Sie auch den Bremer Heimatpreis bekommen. Sicher ist das eine ganz besondere Ehre für Sie, oder?
Weisser: Mich interessiert der Bogen von der Vergangenheit über die Gegenwart in die Zukunft. Mich interessiert die Spannung zwischen der vertrauten Nähe und der fremden Ferne, zwischen der beruhigenden Sicherheit und dem prickelnden Risiko. Die Verleihung des Bremer Preises für Heimatforschung an mein Projekt »bremen:AN:sichten« hat mich insoweit sehr gefreut, als hier keine traditionelle Arbeit ausgezeichnet wurde, sondern die Jury der Bremer Wittheit auf Innovation und digitale Zukunft gesetzt hat.

Das vollständige Interview siehe: https://www.e-pages.dk/weserkurier/21007/article/981463/3/3/render/?token=a5cbbab0d0eda15affe13da71d358647