Ein neues Baby ist im Haus

NOVA 30, die Jubelnummer unseres Imprintbabys, gibt es bei Amazon und anderen typischen Internetbuchshops schon seit Anfang März; nun ist auch die in üblicher Qualität produzierte Ausgabe aus dem Haus des Schaltungsdienst Lange verfügbar. Nebst zahlreichen Grußbotschaften zum Jubiläum freuen wir uns vor allem über eine nagelneue Übersetzung einer Story des weltbekannten SF-Autors Jack Vance: »Die Töpfer von Firsk« hat sich Michael Iwoleit noch einmal vorgenommen und zu frischer deutschsprachiger Präsenz verholfen.

Michael K. Iwoleit & Michael Haitel (Hrsg.)
NOVA Science-Fiction
Ausgabe 30
p.machinery, Winnert, März 2021, 252 Seiten, Paperback
ISSN 1864 2829
ISBN 978 3 95765 233 1 – EUR 16,90 (DE)
E-Book: ISBN 978 3 95765 862 3 – EUR 8,49 (DE)

Die NOVA-30-Jubiläumsgeschichten:
Karsten Kruschel: Dreckdrohnen und die Mathematik Mozarts
Horst Pukallus: Das lange Jahr der kurzen Tage
Norbert Stöbe: RITA flies at 5 p.m.
Markus Müller: Regenmädchen
Tom Turtschi: Neuromarketing
Wolf Welling: »Zwei gehen rein …«
Thomas A. Sieber: Die gute Fee von Proxima B
Michael Schmidt: Faith Healer
Uwe Post: Der automatische Depp

Mit dem SF-Klassiker von
Jack Vance: Die Töpfer von Firsk

Der Sekundärteil präsentiert
Thomas A. Sieber über Jack Vance
Robert C. Lacovara & Koen Vyverman über die Vance Integral Edition (VIE)
Jörg Weigand erinnert an Thomas R. P. Mielke (1940–2020)
Mike Glyer gedenkt Ben Bova (1932–2020)

Und mit Jubiläumsbeiträgen von Michael K. Iwoleit, Ronald M. Hahn, Helmuth W. Mommers, Olaf G. Hilscher, Frank Hebben, René Moreau, Olaf Kemmler, Heinz Wipperfürth, Horst Pukallus, Horst Illmer, Jürgen Doppler aka Josefson, Dietmar Dath, Franz Rottensteiner und Dirk Alt

Mit einem Titelbild von Helmut Wenske und Illustrationen von Michael Wittmann, Christian Günther, Victoria Sack, Nummer 85, Gerd Frey und Chris Schlicht.

NOVA 30 – das Jubiläum

Daedalos: Wiederauferstehung eines Klassikers

Die Ausschreibung

Im Dezember 1994 erschien die erste Ausgabe des »Daedalos – der vhk Story Reader für Phantastik«. Der Herausgeber war Michael Siefener, doch die treibende Kraft hinter dieser Publikation war Hubert Katzmarz, der Eigentümer des vhk (Verlag Hubert Katzmarz), der ab der Nr. 5 (Frühjahr 1998) als Mitherausgeber firmierte. Dieses Periodikum erschien zunächst dreimal, später zweimal im Jahr und etablierte sich rasch als angesehenes Magazin für die zeitgenössische fantastische Geschichte, jeweils angereichert durch eine alte Erzählung, entweder aus dem deutschen oder dem englischen Sprachraum. »Daedalos« war rein den erzählerischen Beiträgen gewidmet und enthielt keine theoretischen Artikel (abgesehen von kurzen Einführungen zu den alten Geschichten). Lediglich Leserbriefe waren willkommen und erwünscht. Die letzte Nummer (Nr. 12, unter der Mitherausgeberschaft von Andreas Fieberg) erschien im Jahre 2002; Mitherausgeber Hubert Katzmarz verstarb im Jahre 2003.

Nach dem Erscheinen einer Anthologie aus den Beiträgen der »Daedalos«-Hefte bei p.machinery im Jahre 2018 (Ellen Norten & Michael Siefener (Hrsg.),

DAEDALOS 1994–2002: Eine literarische Reise durch den »Story Reader für Phantastik«) mehrten sich Stimmen, die vorschlugen, »Daedalos« in seiner ursprünglichen Gestalt wiederzubeleben. Zu diesem Zweck haben sich Ellen Norten, Andreas Fieberg und Michael Siefener zusammengetan, um dem Magazin neues Leben einzuhauchen.

Abgedruckt werden sollen abermals – ausschließlich – moderne fantastische Erzählungen (unter Ausschluss von SF), zu deren Einreichung wir hiermit herzlich einladen. Die Erscheinungsweise wird zweimal jährlich sein (voraussichtlich Frühjahr und Herbst, beginnend mit dem Herbst 2021). Auch wird sich wieder je eine alte Geschichte finden, und das Ganze wird durch Illustrationen alter Künstler bereichert, wie es auch bei den ursprünglichen »Daedalos«-Heften der Fall war. Zum Einsenden von Leserbriefen wird ebenfalls ausdrücklich ermuntert. In der Hoffnung auf eine wohlwollende Aufnahme dieses Projekts und auf zahlreiche Einsendungen verbleiben wir, die Herausgeber, mit den besten Wünschen,

Ellen Norten, Andreas Fieberg und Michael Siefener

»Daedalos« ist ein Imprint von p.machinery. Es gelten wie immer die Bedingungen für die Ausschreibungen bei p.machinery (siehe www.pmachinery.de/unsere-projekte/projektbedingungen) und die Anforderungen an Manuskripte (www.pmachinery.de/unsere-projekte/manuskripte). Die Kommunikation wird bitte ausschließlich mit den Herausgebern geführt. Erstkontakt ist in jedem Fall Ellen Norten: ellen.norten@gmx.de.

Der HALLER will spammen

Natürlich nicht im Ernst. Nur thematisch. Für 2021 ist die siebzehnte Ausgabe der Literaturzeitschrift aus Monschau, herausgegeben von Corinna Griesbach – wie gehabt – vorgesehen, und ihr Thema ist »SPAM! –« (nur richtig mit dem Ausrufezeichen und dem Halbgeviert). Die ganzen Details zur Ausschreibung finden sich hier. Fantastische Themen sind erlaubt und erwünscht – aber sie sind kein Muss. Der HALLER ist da sehr flexibel.

Nicht einsperren!

Nicht nur Kinder gehören nicht in ein Gefängnis, auch die sensationellen Fotos eines Sebastian Schwarz gehören in die Freiheit. Begleitet von einer erklecklichen Zahl Autoren haben wir achtzehn weitere Meisterwerke des Fotografen verlassener Orte aus der Zelle gelassen und präsentieren sie im insgesamt dritten HALLER-Buch zum Thema »verlassener Orte«.

Griesbach, Corinna (Hrsg.), KINDERGEFÄNGNIS und andere verlassene Orte

Der DSFP mal anders

2020 ist ein Jahr der Veränderungen. Nichts ist, wie es war. Auch der Deutsche Science-Fiction-Preis 2020 präsentiert sich anders. Und da p.machinery nicht nur NOVA verlegt, sondern mit der Ausgabe 28 auch den Kurzgeschichtenpreis 2020 für Tom Turtschis Story »Don’t Be Evil« eingeheimst hat, erlauben wir uns, hier das Verleihungsvideo als Ersatz der sonst live stattfindenden DSFP-Preisverleihung zu präsentieren. Mit Laudatiolesung. Und Videobeitrag von Tom höchstselbst. Sehenswert.

DSFP Präsentation 2020 (online)

Immer mehr verlassene Orte

Sebastian Schwarz ist ein Fotograf, dessen Spezialität verlassene Orte, sogenannte »Lost Places« sind (ein Begriff auch für Menschen, die peu à peu die Fähigkeit zur Bewältigung der deutschen Sprache verlieren). »Verlassene Orte«, das war bei p.machinery vor langer Zeit schon ein Thema (hier). Damals war es die Reaktion auf eine Ausgabe des HALLER, als er noch nicht zu p.machinery gehörte. Zahlreiche Storys fanden im HALLER keinen Platz und so entstand das erste Buch zu »verlassenen Orten«. Es entwickelte sich zu einem Verkaufsschlager, obwohl Sebastians Fotos seinerzeit nur hochkant und nur schwarz-weiß präsentiert wurden.

Das neue Buch mit dem Titel »DIE ZUKUNFT und andere verlassene Orte« (»Die Zukunft« ist Titel einer der enthaltenen Storys) ist der erste Teil eines Duos. Das Buch ist diesmal querformatig, um die nun farbigen Fotos von Sebastian richtig zur Geltung kommen zu lassen. Die Geschichten, die eingereicht wurden und die Gnade der Herausgeberin Corinna Griesbach fanden, waren so zahlreich, dass die Entscheidung für zwei Bände fiel. »DIE ZUKUNFT …« hat immerhin 292 Seiten Umfang. Die Geschichten haben nicht nur, aber häufig fantastischen Einschlag, sie werden auch Fantastik-Fans erfreuen.

Details zum Buch und vor allem ein Inhaltsverzeichnis finden sich hier.

Und leider ist zu vermelden, dass das Buch bereits Opfer von Büchermördern geworden ist; der Herr Verleger entlarvte hier.

Und nein, wir veröffentlichen die einzelnen Fotos nicht hier, nicht bei Facebook – da sowieso nicht mehr –, nicht bei Instagram, pinterest, Tinder oder MySpace. Nirgendwo. Wer die Fotos sehen möchte, der kaufe sich ein Buch. Wer auf Fotos »verlassener Orte« steht, der kaufe sich zwei Bücher, entpuppe sich als Büchermörder und verschönere sein Heim mit den Fotos in ansprechenden Bilderrahmen.

QR und die Meerschweinchensteuer

Der Verlag p.machinery hat heute eine Entscheidung verkündet, von der die Bücher der QR|Edition nicht betroffen sind; mit Ausnahme zweier älterer Titel war KDP nie in der Lage, die ausgefallenen Bücher zu vernünftigen Konditionen (vor allem beim Preis) zu produzieren. Wen es dennoch interessiert: Details zur Entscheidung kann man hier nachlesen.

KDP und die Meerschweinchensteuer

Der Verlag p.machinery hat bis zum 19. Mai 2019 mit kindle | direct publishing, kurz KDP, dem Print-on-Demand-Ableger von Amazon aktiv zusammengearbeitet. An diesem Tag wurde das letzte Buch – Tiny Strickers »Spieler im Park« – direkt bei KDP eingestellt. Danach wurde die Zusammenarbeit mit KDP seitens p.machinery beendet. Die Gründe für dieses Ende sind vielfältig und werden vielleicht einmal Gegenstand einer eigenständigen Veröffentlichung sein; man wird sehen.
Aktuell sind 136 Titel verfügbar, die KDP druckt und die über Amazon gekauft werden können. Man erkennt sie daran, dass Sie wie Bücher anderer Verlage erscheinen, die mit Barsortimentern arbeiten oder direkt über Amazon liefern lassen. Im Unterschied dazu gibt es p.machinery-Bücher, die nur über den Marketplace mit Aufschlag zu erhalten sind; dabei handelt es sich in der Regel um Hardcover oder besondere Formate, die KDP nicht herstellen kann. Oder will.
Diese 136 Titel werden morgen, am 30.06.2020 so weit aus dem KDP-System entfernt, dass sie über KDP und damit über Amazon nicht mehr in der gewohnten Weise verfügbar sein werden.

Der Grund ist das, was Amazon/KDP immer gemacht hat und immer macht. Es ist nur das maßgeblich, was Amazon/KDP sagt, es ist nur das richtig, was Amazon/KDP behauptet. Daraus resultiert, dass p.machinery ab 01.07. gegen die gesetzlichen Grundlagen der Preisbindung verstoßen wird, denn Amazon/KDP geht von Nettopreisen aus und schlägt der Einfachheit halber die im jeweiligen Land übliche Mehrwertsteuer auf. Das ist schön und Zeichen professioneller Faulheit.
Die Folge für p.machinery ist, dass die im VLB verzeichneten und damit gebundenen Preise, die auch auf den Buchrückseiten aufgedruckt sind, bei Amazon nicht mehr angeboten werden. Das Buch für EUR 14,90 kostet bei Amazon dann EUR 14,52 – und damit liegt ein Verstoß gegen das Buchpreisbindungsgesetz vor.
Die Alternativen für p.machinery sind, einerseits die Nettopreise für 136 Titel händisch anzupassen und andererseits, die Gelegenheit zu nutzen und die direkte Geschäftsbeziehung mit Amazon vollständig zu beenden.
p.machinery hat sich für die letzte Variante entschieden, nicht zuletzt wegen der während der Jahre bis zum Mai 2019 mit KDP gemachten Erfahrungen in deren Umgang mit Thematiken der Buchproduktion und deren Umgang mit Kunden, der vor allem von Klugscheißerei, Ameisenfickerei und ehrenrührigen Unterstellungen (Stichwort: Urheberrecht) geprägt war.

Selbstverständlich sind die Bücher nach wie vor verfügbar: im Buchhandel und beim Verlag. Und sie werden auch wieder bei Amazon auf gewohnte Weise verfügbar sein, wenn die Titel peu à peu – es wird halt eine Weile dauern – über den aktuellen Partner Bookwire auch wieder für Print-on-Demand-Angebote verfügbar gemacht worden sind.
Bis dahin hoffen wir auf Verständnis seitens unserer Kunden.

P.S.: Ganz sicher wird die Frage auftauchen, warum p.machinery-Bücher angesichts der Mehrwertsteuersenkung von 7 auf 5 Prozent nicht günstiger werden. Es gibt gute Gründe dafür, und bevor das Rad neu erfunden wird, dürfen wir auf den Beitrag des Kollegen Robert S. Plaul vom Carpathia-Verlag verweisen, den man unter diesem Link nachlesen kann.

»Künstlerbücher für Alles«

Das »Zentrum für Künstlerpublikationen« in Bremen hat Die|QR|Edition in ihren Sammlungsbestand aufgenommen und einen umfassenden Katalog herausgegeben.

»Artists’ Books for Everything« / »Künstlerbücher für Alles«

Diese Publikation erschien als Dokumentation des Projektes »Künstlerbücher für Alles« im Zentrum für Künstlerpublikationen, Weserburg Museum für moderne Kunst, 03.06.–06.08.2017. Der Katalog enthält Abbildungen von 401 Künstlerbüchern, eingesandt als Reaktion auf den internationalen »Call for Artists’ Books« des Zentrums für Künstlerpublikationen, sowie jeweils einen ausgefüllten Fragebogen zum Buch in Faksimile. Das Projekt fand in Verbindung mit der zweisemestrigen Lehrveranstaltung »Künstlerbücher in Theorie und Praxis am Institut für Kunstwissenschaft und Kunstpädagogik« der Universität Bremen statt. Die Publikation wurde großzügig gefördert von der Stiftung Kunstfonds.

Hrsg.: Anne Thurmann-Jajes, Zentrum für Künstlerpublikationen, Bremen 2019, 29,7 x 21 x 3,3 cm, 848 Seiten, mit 401 ganzseitigen farbigen Abbildungen, deutsch/englisch, EUR 44,50, ISBN: 978-3-946059-14-1

Einladung zum Kunstpreis der Stadt Nienburg – »ars loci« 2020

Nienburg lobt mit viel Engagement einen Kunstpreis aus. Eine Stiftung und ein Medienhaus vor Ort fördern diesen kulturellen Akt. Elf Künstler wurden juriert und präsentieren ihre Werke im Herzen der Stadt.

Leider musste die Eröffnung aus aktuellem Anlass abgesagt werden. Das ist überaus bedauerlich – es betrifft alle Kulturschaffenden.
In dieser Situation sind die Medien gebeten, über dieses spannende Projekt zu berichten und den beteiligten Künstlern Raum für Bild und Stimme zu geben.
Einer dieser Künstler bin ich, und ich möchte hiermit das Angebot machen, die Stadt Nienburg über die Realität hinaus im virtuellen Raum des Internets zu besuchen.

Mein künstlerisches Werk »NienBurg!« ist der Stadt gewidmet. Es sucht nach dem »Spirit« der Stadt, will diese auf neue Weise erleben und diese Sichtweisen in sogenannten »Kompressionen« zu Bildern verdichten.
»NienBurg!« vernetzt eine neue Form von Heimatforschung mit neuen Medien zu einem innovativen Gesamtwerk.
Ich lade herzlich ein, sich die Zeit zu nehmen, bislang Unbekanntes zu entdecken und bereits Bekanntes neu zu sehen. In meinem Fall: durch die Augen der Kunst mit neuen Medien.

Starten Sie ihre virtuelle Reise hier.

Lassen Sie sich inspirieren und erleben Sie Nienburg als Bewohner und Besucher in der nächsten Zeit auch real als Stadt und in der Stadt die Ausstellung. Zeit ist bis zum Sonntag den 24. Mai 2020.