NOVA 30 + Markus Müller: Regenmädchen

Ein Geräusch hinter ihr ließ sie herumfahren. Ein verhuschtes, hohlwangiges Männlein mit schwarzen Ringen unter den Augen sprang erschrocken zurück und starrte auf das Blitzen des halb gezogenen Saari-Messers, das ebenso zur Standardausrüstung gehörte wie ihr Deck. Es gab jede Menge Freaks und Möchtegern-Hacker mit großen Träumen und leeren Bankkonten, die kein Problem damit gehabt hätten, eine Saari-Priesterin in der Mitte durchzusägen, nur um an ihre Hardware zu kommen. Deshalb hatten die Instruktorinnen dafür gesorgt, dass sie notfalls sogar mit bloßen Händen ein paar Dinge anstellen konnte, die selbst die Fans von Kettensägenfilmen hätten zusammenzucken lassen.

»Vorsicht, Freund«, sagte sie beschwichtigend. »Hat man dir nie gesagt, dass man sich an eine Saari-Priesterin besser nicht anschleicht?«

NOVA 30 – das Jubiläum

Ein neues Baby ist im Haus

Grund zur Freude offiziell

Der Christoph-Martin-Wieland-Übersetzerpreis 2021 ist nun offiziell verliehen – wie schon erwähnt an Monika Niehaus und Bernd Schuh. Sie bekommen den Preis für ihre Übersetzung von Philip Ordings »99 Variations of a Proof«, auf Deutsch im Carl Hanser Verlag unter dem Titel »99 Variationen eines Beweises. Spielarten der Mathematik« erschienen. Wir gratulieren sehr herzlich für den Gewinn dieses außerordentlichen Preises!

Der Christoph-Martin-Wieland- Übersetzerpreis 2021 geht an Monika Niehaus und Bernd Schuh

»Vom seriösesten Hippie zum U-Bahn-Reiter«

Herzliche Einladung zum »Nordöstlichen Divan«

Tiny Stricker liest aus seinem jüngsten Buch und spricht mit dem Literaturkritiker und Publizisten Klaus Hübner

Niemand dachte im März 2020, als die Pandemie unser Kulturleben zum Erliegen brachte, dass wir uns heute noch mit öffentlichen Veranstaltungen schwertun würden. Der verursachte Schaden ist immens. Heute wissen wir, dass es noch lange dauern wird, bis wir ein vollbesetztes Theater oder einen Konzertsaal, eine Lesung mit Hunderten von Zuhörern erleben werden. Umso wichtiger ist es, nicht zu verzagen, sondern nach alternativen Lösungen zu suchen. Ich freue mich sehr, dass ich auf bereits Bewährtes zurückgreifen und meine im vergangenen Sommer schon begonnenen Lesungen im kleinen und »coronasicheren« Format nun fortsetzen kann!Neu

Die Lesung findet am Freitag, 16. Juli 2021, um 19:30 Uhr in der Spilhofstraße 47, 81927 München* statt.
Sowohl auf meiner Terrasse – bei schönem Wetter – als auch im Wohnzimmer unter Einhaltung der Abstandsregeln 10 Personen bequem Platz.
Danach stehen auch mein Gärtlein und weitere Zimmer für Gespräche bei Wein und Knabberzeug zur Verfügung.

Ich freue mich sehr auf Dein / Ihr / Euer Kommen und bitte um verbindliche Anmeldung bis Ende Juni.

Mit herzlichen Grüßen
Esther Leue
0176 5145 6353 oder info@esther-leue.de

* in Oberföhring: Tram 16 / 17 Taimerhofstr., Buslinie 50 Regina-Ullmann-Str. oder S8 Johanneskirchen,
auch Parkplätze sind in der Nähe vorhanden

»… – niemals war U-Bahn-Fahren so aufregend wie bei Tiny Stricker«, schreibt Klaus Hübner auf literaturkritik.de (Februar 2021). Mit dem in der Münchner Maxvorstadt lebenden Tiny Stricker durch die Stadt schlendern, mit seinen Büchern kleine Reisen machen, heißt Neues entdecken und Bekanntes neu sehen – mit seinen, »mit anderen, an der Antike und der Klassik geschulten Augen«. Mitreisende und Passanten, ihre Gesten, Blicke, Stimmungen und Codes werden beobachtet – aufmerksam, mit Empathie, nie voyeuristisch. U-Bahn-Reiter ist eine kurzweilige, nachdenkliche und anregende Roadnovel. »Wer den seriösesten Hippie aller Zeiten aus anderen Büchern kennt – hier lernt er ihn neu kennen«, stellt Hübner fest. Und wer ihn noch nicht kennt, den erwartet in dieser Lesung eine bereichernde Entdeckung!

Der im Schwäbischen geborene Tiny Stricker studierte Anglistik / Amerikanistik und Germanistik und war als Lektor, Lehrer und Leiter verschiedener Auslands-Niederlassungen des Goethe-Instituts tätig. Er ist ein zurückhaltender, bescheidener Mann der leisen Töne, der immer wieder mit seinem enormen Wissen beeindruckt, durch die Vielfalt der Schauplätze seiner Bücher überrascht und mit Details seiner außergewöhnlichen Lebensgeschichte verblüfft. Über all das erfahren wir mehr durch sein Gespräch mit Klaus Hübner. Und natürlich erhalten wir eine Kostprobe aus Tiny Strickers U-Bahn-Reiter.

Tiny Stricker: U-Bahn-Reiter (= Werkausgabe Bd. 11).
Winnert 2020: verlag p.machinery.

Der Literaturkritiker und Publizist Klaus Hübner lebt ebenfalls in München. Er studierte Germanistik, Geschichte und Kommunikationswissenschaft in Erlangen und München und war nach seiner Promotion als DAAD-Lektor an der Universidad de Deusto (Bilbao / Spanien) tätig. Hübner war Alleinredakteur der Zeitschrift Fachdienst Germanistik und Sekretär des Adelbert-von-Chamisso-Preises der Robert Bosch Stiftung. Heute ist er Redakteur der Zeitschrift Literatur in Bayern und – als Mitarbeiter des Instituts für deutsche Kultur und Geschichte Südosteuropas (IKGS) – Redaktionsmitglied der Halbjahresschrift Spiegelungen. Vor kurzem veröffentlichte er eine Auswahl seiner Schriften aus den letzten zwanzig Jahren.

Klaus Hübner: Kein Twitter, kein Facebook.
Von Menschen, Büchern und Bildern, Bände 1–4,
Winnert 2020/2021:  verlag p.machinery.

https://www.pmachinery.de/adr3/khktkfflyer202104.pdf

Die DSFP-2021-Nominierungen sind da

Die Nominierungen zum Deutschen Science-Fiction-Preis 2021 wurden veröffentlicht. Wir sind auch wieder dabei: T. Ellings Story »Die letzte Jungfrau« aus NOVA 29 wurde als »beste deutschsprachige Kurzgeschichte« ebenso nominiert wie Gabriele Behrends Roman »Salzgras und Lavendel« als »bester deutschsprachiger Roman«. Die Konkurrenz ist groß, jetzt gilt es, Daumen zu drücken. Weitere Details: hier.

Behrend, Gabriele, Salzgras & Lavendel

Endlich gibt’s den Franke auf die Ohren

Genau, und zwar den Herbert W. Wie aus gut unterrichteten Kreisen verlautet, wird der Bayerische Rundfunk in seinem 2. Programm (vulgo: Bayern 2) drei Hörspiele des deutschen SF-Altmeisters neu ausstrahlen. Die ersten beiden Termine stehen schon fest (siehe unten); 2022 soll noch ein drittes Hörspiel gesendet werden.
Vor den jeweiligen Sendeterminen werden wir diese Information noch einmal wiederholen.

NOVA 30 + Norbert Stöbe: RITA flies at 5 p.m.

»Einen Panda in freier Wildbahn sehen, das passiert mir vielleicht einmal im Leben«, sagte sie. »Nur fünf Minuten!« Die Angst, die sie während des Anmarsches verspürt hatte, war verflogen. Sie richtete sich auf und schlich hinter Hong her durch den Bambus. Es wurde immer heller, dann auf einmal hatte sie freie Sicht auf den Felsvorsprung. Sie kauerte sich neben Hong hinter einen Farn. Die Abschussvorrichtung mit der NH13 leuchtete in der Morgensonne wie ein Alienartefakt. Sie war ein Fremdkörper inmitten des grünen Bambuswalds. NH13 sei der kleinste Marschflugkörper der chinesischen Marine, hatte Kenshou erklärt, kaum zweieinhalb Meter lang. Die Reichweite betrage lediglich 120 Kilometer, doch für ihre Zwecke sei das mehr als genug …

NOVA 30 – das Jubiläum

Ein neues Baby ist im Haus

Niehaus + Schuh: Gewonnen!

Monika Niehaus und Bernd Schuh haben den Christoph-Martin-Wieland-Übersetzerpreis 2021 gewonnen. Der Preis wird vom Freundeskreis zur Förderung literarischer und wissenschaftlicher Übersetzungen e. V. alle zwei Jahre für herausragende Übersetzungen von Werken aus wechselnden literarischen Gattungen vergeben. Der Preis ist mit 12000 Euro dotiert.

Auf der Webseite des Vereines ist noch nichts zu lesen, die Information zum Preis der beiden auch in unserem Programm vertretenen Autoren erreichte uns aus in der Regel gut unterrichteten Kreisen. Details folgen.

Und wir gratulieren! Von Herzen!

Christoph-Martin-Wieland-Übersetzerpreis

Skandal ohne Sperrbezirk

Nein, ein echter Skandal ist das Buch nicht. Aber Apple Books hat es beim ersten Band der »Greedy«-Trilogie, bei »ARKADIA«, tatsächlich geschafft, einen Skandal daraus zu machen, indem man forderte, Titelbild und Innenillustrationen aus dem E-Book zu entfernen. Was wir wiederum abgelehnt haben.
Den zweiten Band, »DARLING«, der nun erschienen ist, werden wir als E-Book bei Apple Books gar nicht erst andienen. Kunden dieses Shops schauen halt in die Röhre, aber damit können wir leben. Und der zweite Band der Trilogie widmet sich auch nicht mehr so intensiv den gesellschaftlichen Besonderheiten Arkadias – das wurde im ersten Band hinreichend erledigt –, sondern konzentriert sich auf die Computerseele eines Raumschiffs, die Darling genannt wird, und auf eine seltsame Krankheit, die sich der sexy Protagonistin Greedy bemächtigt hat.
In gewohnter Manier präsentiert Bernhard Kempen auch im zweiten Teil eine gefällige und durchaus die Fantasie anregende Geschichte, die man sich nicht entgehen lassen sollte.

Kempen, Bernhard, DARLING