Steampunk mit finsterer Maserung

Einmal mehr beehrt und Detlef Klewer, kongenialer Grafiker und Herausgeber, mit einer seiner Anthologien. Diesmal treffen die Steampunk-Plots der beteiligten Autoren auf die Phänomene und Ungeheuerlichkeiten lovecraftscher Universen, und der Herausgeber höchstselbst hat es sich nicht nehmen lassen, die Geschichten mit seinen Werken zu illustrieren.

Klewer, Detlef (Hrsg.), NECROSTEAM

Zum Jubeltage

»Man kann vieles über ihn sagen … und vieles wurde über ihn gesagt.« Wir wollen das an dieser Stelle nicht ausweiten, denn der Herr Verleger wird sich in seinem Blog ausführlicher zu diesem neuen Buch, das pünktlich zum heutigen 80sten Geburtstag Jörg Weigands erschienen ist. Mehr zum Buch gibt es also nicht nur hier, sondern auch hier.

Unter den Büchern von Thalia

Heribert Kurth ist ganz offensichtlich ein exzellenter Überreder. Thalia in Düren hat sein Buch »Unter den Sternen von Tha« in seinen Regalen platziert. Zwischen Eschbach und Peterson, unter Liu und Pratchett, über Perry Rhodan und Scalzi. Und unser kleiner Verlag zwischen Lübbe, Fischer TOR, Piper, Heyne und Goldmann. Echt nicht übel. Nicht übel. Wirklich nicht übel.

Kurth, Heribert, UNTER DEN STERNEN VON THA

Mitten aus dem Buch. Ein Lesepröbchen

Ausschreibung: Das Alien tanzt im Schlaraffenland

Kulinarische Absonderlichkeiten von und mit Außerirdischen

Ohne Essen geht es nicht. Auch Aliens benötigen Energie, und zwar nicht nur für ihre Raumschiffe, sondern ganz konkret zum Erhalt ihrer Körperfunktionen. Was steckt in ihrem Kochtopf, so sie denn überhaupt kochen? Wer steht auf dem Speiseplan? Bewegt es sich im Teller, springt wer aus der Bratpfanne, wo endet der gute Geschmack? Oder sollten wir das Essen gar nicht erkennen? Fotosynthese, Lichtwellen, Mikroorganismen, all dies könnten die Außerirdischen speisen – oder können sie gar wählen, kehren in Gourmettempeln oder Weltraumkaschemmen ein? Gibt es Rezepte, die unsere Geschmacksnerven kitzeln oder uns das Gruseln lehren?

Geschichten rund um das Essen, und auch wenn diesmal nicht getanzt wird, so geht es heiter zu in unserer Alien-Reihe. Guten Appetit wünscht Ellen Norten und freut sich auf Einsendungen bis zum 01.05.2021. Diesmal sind auch Rezepte willkommen und wenn möglich mit Bild!

Im Übrigen gelten wie immer die Bedingungen für die Ausschreibungen bei p.machinery (siehe ) und die Anforderungen an Manuskripte (sofern hier nicht anders festgelegt). Die Kommunikation wird bitte ausschließlich mit der Herausgeberin Ellen Norten (ellen.norten@gmx.de) geführt.

Was genau ist das Problem?

Der Begriff »Theodizee« ist bekannt? Wenn nicht, dann sicher die Fragestellung – und auch das Problem. Die Frage, die Ron Müllers Roman aufwirft, ist aber zunächst mal eine ganz andere: Wenn das Problem in unterschiedlicher Ausprägung gleich zwei Mal auftritt – welches Problem ist das problematischere? Oder anders gefragt: Ist das Problem kleiner, wenn ich wenigstens einige Menschen retten kann, und größer, wenn niemand Rettung erfahren wird? Und überhaupt – wer hat am Ende recht? Der Protagonist, der Autor, der Leser? Oder gar Gott? Oder das Böse?

Wer sich jetzt hinreichend in die Irre geführt fühlt, liegt richtig – und sollte sich diesen Roman gönnen, der einen weniger in die Irre, als zu der Erkenntnis führt, dass das Theodizee-Problem in ganz ungewöhnlichen Situationen eine Rolle spielen kann. Und spielt.

P.S.: Wer sich mit dem Theodizee-Problem ausführlicher beschäftigen möchte – gleich, ob vor, während oder nach der Romanlektüre –, kann dies z. B. hier tun.

Müller, Ron, DAS THEODIZEE-PROBLEM

Chinesische Spitznamen

»Kleiner Drache« ist nicht nur ein Spitzname, »Kleiner Drache« ist Xialong. Norbert Stöbe – der bei p.machinery kein neuer Kunde ist – beschreibt in seinem aktuellsten Roman nicht nur das Leben einer Chinesin auf der Flucht vor ihresgleichen, sondern auch ein China, das es unter ganz anderen Umständen und zu ganz anderen Zeiten so ähnlich einmal gegeben hat, heute aber nicht denkbar ist. Es ist ein wenig eine Mischung aus dem sich gegenüber Fremden standhaft zeigenden Australien und der Bürgerpolitik der guten, alten DDR. Wer nach China rein will, hat nicht unähnliche Probleme wie der, der raus will. Stöbes Roman »Kleiner Drache« ist nur vordergründig ein Schicksalsroman; er entwickelt seine Science-Fiction quellend und brodelnd unter der Oberfläche und zeigt sich prägend im Leben der Protagonistin.

Stöbe, Norbert, KLEINER DRACHE

Nochmal im Preis gesenkt

Nochmal im Preis gesenkt wurden die E-Books von Tetiana Trofushas »Coming home«: Bis zum 28.11.2020 kosten alle drei Sprachversionen nur EUR 0,49. Reich werden wir damit nicht und das ist auch nicht das Ziel: Vielmehr wollen wir herausfinden, inwiefern der Preis eines E-Books für seinen Downloaderfolg wirklich maßgeblich ist.

Wenn Autoren promoten

Dann sieht das so aus, wie Heribert Kurth das bei Facebook für seine »Sterne von Tha« getan hat:

Hallo, ich hatte ja nach meinem Beitritt in die Gruppe gepostet, dass ich demnächst einen ausführlicheren Beitrag schicken werde und das mach ich hiermit.

Bereits das erste Buch, welches ich als Kind in der Stadtbücherei Düren entliehen hatte, war ein Science Fiction Roman und die Faszination über das Weltall „verfolgt“ mich bis heute. Es hat sich ergeben, dass über sehr viele Jahre hinweg in meinem Kopf eine eigene Geschichte herumgeisterte, die im Laufe der Zeit immer größer und detaillierter wurde. Aus beruflichen Gründen hab ich nie die Zeit gehabt, sie mal aufzuschreiben. Die Geschichte ist vollgespickt mit verblüffenden Ideen und Begebenheiten. Irgendwann hab ich dann sogar ein klein wenig Bammel gehabt, dass jemand anderes per Zufall auf vergleichbare Ideen kommt, was aber Gott sei Dank nicht geschehen ist. Die Geschichte blieb mehr als drei Jahrzehnte im „Hinterstübchen“ und dann kam endlich die Zeit, dass ich damit beginnen konnte, sie mir aus dem Kopf herauszuschreiben.

Was dabei herausgekommen ist, trägt den Titel „Unter den Sternen von Tha“ und ist Ende Juni als mein erstes Buch im „p.machinery Verlag“ erschienen. Der Verlag schrieb dazu auf seiner Homepage, dass die Geschichte „eindeutig aus dem Rahmen fällt“ und „einen deutlich erkennbaren philosophischen Anteil hat“. Es ist keine Actionstory, keine Space Opera und erst recht kein Military SF – nichts dergleichen. Es ist ein Protokoll über die Menschheitsgeschichte, als Rückblick erzählt aus einer sehr weit entfernten Zukunft. Im Grunde genommen handelt es sich um unterschiedlich große Protokollfragmente, die zusammengesetzt einen übergeordneten Sinn ergeben, der aber erst ganz zum Ende der Geschichte „angedeutet“ wird.

Das in meinen Augen geradezu sensationelle Titelbild stammt von Lothar Bauer. Es passt perfekt zu einem zentralen Bestandteil der Story.

Es hört sich nach Werbung an – ist es wahrscheinlich auch – aber ich empfehle das Buch jedem SF Fan. Es gibt schöne Rezensionen z.B. im Portal Deutsche Science Fiction, in den Phantastik-News und in den Andromeda Nachrichten. Ich freue mich über jede Meinung zum Buch, unabhängig davon, ob sie positiv oder negativ ist. Gruß aus Düren.