Großes Kompliment: Zuschrift von Max S.

Uns erreichte eine schöne Nachricht, die wir hier veröffentlichen dürfen:

Denn „Unter den Sternen von Tha“ hat mich wirklich nachhaltig begeistert, aber ich glaube, ich muss es ein zweites Mal lesen, bevor ich en detail darüber eine inhaltliche Aussage treffen kann. Bis dahin melde ich aber gerne zurück, dass ich das Buch mit großem Genuss gelesen habe (in einem Rutsch während eines Strandtags) – der Sprachstil ist, sobald man sich auf seine Komplexität eingelassen hat, äußerst flüssig und einfach schön, und die Ideen und Konzepte, die du damit verarbeitest, sind alles, was SciFi sein soll. Ich habe schon lange keinen SF-Roman mehr gelesen, der mich so stark an die „goldene Ära“ (die ich nur durch die alten Heyne-Sammelbände meiner Eltern kenne) erinnert! Moderne SF lese ich zwar ebenfalls gerne, aber die Schwerpunkte der Handlung liegen darin doch meist anders als bei „Tha“. Ich finde es faszinierend und bemerkenswert, mit welcher scheinbaren Leichtigkeit du diese gigantischen Bögen spannst und welche bombastischen Dimensionen von Zukunftsvision du eröffnest. Von den „naheliegenderen“ wie dem – ich nenne es mal so – universalen Grundeinkommen bis hin zu den esoterischeren wie der Existenz und Verwendung der Parallelkörper und des Planeten Tha selbst – einfach toll!

Ich muss zugeben, dass mir ein wenig die Worte fehlen, zu beschreiben, was „Tha“ beim Lesen mit mir gemacht hat – so ähnlich, wie es René auch ging. Meiner Mutter erging es genauso, und sie wird das Buch auch nochmals lesen.

Insofern möchte ich mich auch im Namen meiner Eltern wirklich herzlich bei dir bedanken!

Kurth, Heribert, UNTER DEN STERNEN VON THA

Noch immer im Programm – jetzt mit Leseprobe

Die große Storysammlung eines großen Meisters der deutschsprachigen SF-Kurzgeschichte ist immer noch im Programm: Helmuth W. Mommers’ »Anderzeiten«. Und nun dürfen wir die enthaltene Kurzgeschichte »Ein Programm zum Verlieben« als Leseprobe präsentieren: hier.

Das wundervolle Titelbild stammt nach wie vor von dem ebenso großartigen Lothar Bauer.

Mommers, Helmuth W., ANDERZEITEN. Erzählungen

 

Wenn ein Franke Theater macht

Wer Thomas Franke mal nicht als Bild- oder Textkünstler, sondern in seiner hochprofessionellen Eigenschaft als Theaterschauspieler erleben möchte, der gönne sich die Premiere seines Meta-Dialogs »Der Fall des Hauses Usher« am 23.09.2021 ab 20 Uhr im Horizont-Theater (Thürmchenswall 25, 50668 Köln). Details zur Premiere: hier. Der weitere Spielplan: hier.

Thomas Franke schreibt dazu: »Wir, die an der Erarbeitung des Stückes Beteiligten, dachten schon, dass es gar nicht mehr auf die Bühne gehen würde, aber nachdem nun bezüglich der Corona-Panik und den ständig wechselnden Verordnungen und mal geschlossenen, mal zum Teil wieder bespielten Theatern, ein wenig Ruhe eingetreten ist, werden wir wohl am kommenden Donnerstag, den 23. September, um 20.00 Uhr, nun endlich im Kölner Horizont-Theater die mittlerweile viermal verschobene Premiere des Monologstückes mit musikalischen Teilen »Der Fall des Hauses Usher« stattfinden lassen können.
Es ist ein wenig kurzfristig, dass ich diese Informations- und Einladungs-E-Mail schreibe, allerdings … die Corona-Panik … Wir, die ins Stück Integriertenden konnten uns nicht sicher sein, ob die im Mai dieses Jahres mit dem Theater abgesprochenen Aufführungstermine auch wirklich durchführbar sein würden, weswegen wir alle mit Informationen sehr zurückhaltend waren. Außerdem musste ich beinahe alle Arbeit nur mit Laura als Helferin erledigen: Ich war Regisseur, Schauspieler, Einleuchter, die Werbung dafür Treibender … Wir werden »Der Fall des Hauses Usher« selbstverständlich nicht nur am 23. September, sondern während der sich anschließenden Tage und Wochen öfter aufführen.

Feiertag

Ja, heute ist ein Feiertag. Nicht für alle, nicht für die Nation – hm, oder eigentlich doch … Jedenfalls aber für die Szene. Heute feiert die Grand Dame der fantastischen Kneipenliteratur ihren Geburtstag. Unsere grandiose Monika Niehaus wird 70! Und wir alle – eine illustre Runde von Autoren, die Herausgeber und der Verleger – gratulieren herzlich mit unserem Geschenk:

Schorm, Rainer, Weigand, Jörg & Karla (Hrsg.), Die Autorin am Rande des Universums

GEGEN UNENDLICH: Texte gesucht!

GEGEN UNENDLICH ist der Tradition der kurzen Form verpflichtet und bringt Kurioses, Skurriles, Bizarres, Absurdes und Abseitiges aus allen Bereichen der Fantastik, vorzugsweise in Erstveröffentlichung. Der Schwerpunkt liegt dabei auf einer allgemein gehaltenen Literatur des Unheimlichen und Wunderbaren, bei der das Irreale »in homöopathischer Dosierung« (Cortázar) verabreicht wird.

GEGEN UNENDLICH versteht sich als ein Kurzgeschichtenmagazin, in dem vor allem das Ungewöhnliche, Neu- und Andersartige seinen Platz findet. Dabei bietet es auch bislang unentdeckten Talenten die Möglichkeit, neben etablierten Autoren zu publizieren, denn das Entscheidende ist ein guter Text – fantastisch und mitreißend.

Wir sind ständig auf der Suche nach frischen Texten, kreativen Ideen und originellen Einfällen, die auf einem handwerklich hohen Niveau umgesetzt wurden und dazu geeignet sind, dem Genre neue Impulse zu geben. Für die kommende Ausgabe werden noch Beiträge gesucht. Die Wahl der Themen ist freigestellt, überraschen Sie uns! Einsendungen (mit einem Umfang zwischen 5.000 und 40.000 Zeichen) bitte bis zum 31. Oktober 2021 an den Herausgeber Andreas Fieberg unter gegen_unendlich@gmx.de.

Auch kleine Werbung ist kein Mist

René Moreau, bekannt als Verleger von EXODUS und COZMIC, ist ja der Hauptschuldige daran, dass das Buch »Unter den Sternen von Tha« von Heribert Kurth erscheinen konnte, denn er hat das Manuskript vermittelt. Eine clevere Idee. – Aber nicht nur deshalb machen wir gerne Werbung für seine Publikationen, und hier geht es mal vorrangig um COZMIC, ein lesens- und sehenswertes Comicmagazin in hochwertiger Aufmachung als Hardcover. Im Podcast vom Splitter Verlag hat er im SplitterCast 22 mit Michael Vogt ausführlich über COZMIC gesprochen – und bei etwa 1:18:00 auch Heriberts Buch erwähnt. Danke, René.

  • SplitterCast 22 mit René Moreau und Michael Vogt: hier.
  • EXODUS im Netz: hier.
  • COZMIC im Netz: hier.
  • Infos zu Heribert Kurths Buch: hier.

The Day After

Das ist nicht nur ein Film, sondern in der Regel auch ein Fakt. Und hier ist es der Tag nach Thomas Le Blancs 70. Geburtstag. Zu dem wir uns fast ein wenig unabsichtlich noch ein Buchgeschenk gegönnt haben. Eigentlich sollte die Sammlung frischer und unveröffentlichter Kürzestgeschichten, deren Veröffentlichung der Phantastischen Bibliothek in Wetzlar zugutekommen soll und wird, deutlich früher erscheinen, aber wie so oft laufen die Dinge nicht immer so, wie sie sollen. Aber immerhin ist mit diesem Buch hier ein zweites Geburtstagsgeschenk gelungen:

Frambach, Sabine & Focke, Kai (Hrsg.), STAUBKORNFEE TRIFFT ICH-MASCHINE

Mit 70 geht es erst los

Heute hat er Geburtstag, einer der deutschen Pioniere der kurzen Kurzgeschichte, der Kürzestgeschichte. Nein, nicht Herbert W. Franke ist gemeint, vielmehr Thomas Le Blanc, der Gründer der Phantastischen Bibliothek in Wetzlar und »Erfinder« der »Phantastischen Miniaturen«, von denen mittlerweile deutlich mehr als 50 Bände erschienen sind. Unsere p.machinery gratuliert dem Chef der größten deutschen Sammlung fantastischer Literatur zum 70. Geburtstag am heutigen 13. August – und wie inzwischen bei uns üblich, haben wir uns dazu gemeinsam mit drei Herausgebern und zahlreichen Autoren etwas einfallen lassen:

Niehaus, Monika, Weigand, Jörg & Karla (Hrsg.), PHANTASTISCH! PHANTASTISCH!

Outpost: Mehr Lust

Auf Amazon verschwinden ja gerne mal Rezensionen, spätestens, wenn die Amis mal wieder Tabula rasa machen, um Fakes zu vernichten. Deshalb hier eine Besprechung (5 Sterne!) von Ralf Boldt als Backup (denn wir löschen nicht Tabula rasa):

Kurzgeschichten, die Lust auf mehr machen

2. August 2021

Schon der Klappentext macht neugierig. Outpost ist die Fortsetzung des Erzählungsbandes „Dunkle Sonne“, der im Jahr 2003 den Deutschen Phantastik Preis als beste Original-Kurzgeschichten-Sammlung belegt hat.
Neben einer Erstveröffentlichung finden sich im Band neu überarbeitete Stories, die bisweilen vor mehr als dreißig Jahren erschienen sind.
Und der Leser sieht, dass der Autor auch schon vor langer zeit zu Beginn seiner schriftstellerischen Karriere gute Ideen gehabt hat und diese auch sprachlich gut umsetzen konnte. Es ist aber auch zu sehen, dass sich Gerd Frey weiterentwickelt hat. Die neueren Geschichten wirken runder und geschliffener. Spannend sind die älteren aber dennoch, weil sie eine kurze prägnante Sprache auszeichnet. Ein wenig erinnern diese an die Ultra-Kurzgeschichten des Altmeisters Herbert W. Franke.
Die Stories sind sehr unterschiedlich. Einige erzählen mehr, andere zielen auf ein überraschendes Ende. „Saatzeit“ als Beispiel erzählt von einem Vorfall auf dem Mars, der aber auch Auswirkungen auf die Erde haben kann. Diese Geschichte ist kurz und präzise. Die Umgebung oder auch die Personen werden nicht ausführlich beschrieben. Das in eine bestimmte Richtung zielende Ende ist das wichtigste.
„Der Abfallverkäufer“ ist die längste Story und erzählt humorig von einem interstellaren Abfallverkäufer. Seine Kunden wollen ihn immer übervorteilen, doch zum Schluss siegt seine Bauernschläue.
„Der Skulpturengarten“ erzählt von einem Alien, das sein Fortbestehen auf besondere Art und Weise sichern muss.
Die Geschichten in diesem Band machen Spaß. Wer Lust auf außergewöhnliche Ideen, die in meist sehr kurzer Form umgesetzt werden, hat, ist hier gut bedient. Gerd Frey versteht es, die Science-Fiction mit seinen Geschichten zu bereichern und beherrscht die kurze Form wie nur wenig andere. Und dies in einer Zeit, wo nur wenige Collections und Anthologien erscheinen und das Hauptaugenmerk auf ausgedehnte Prosa zu liegen scheint.

Frey, Gerd, OUTPOST, Dunkle Sonne 2

Eine Reminiszenz wurde erkannt

Carsten Kuhr bespricht Dieter Bohns »Zef’ihl« auf phantastiknews.de:

Dies mag auch damit zusammenhängen, dass ich vergleichbare Werke in meiner Jugend verschlungen habe. Gar viele Autoren wandten sich damals dem Topic des auf einem archaischen Planeten gestrandeten Raumschifffahrers zu, begleiteten diese dabei, den Wilden die Vorteile der Zivilisation näher zu bringen, beziehungsweise an dieser Aufgabe zu verzweifeln. Vermitteln Sie einmal einem mittelalterlichen Bauern die Vorteile einer Kanalisation, oder versuchen Sie vergessenes, weil weder in der Lehrstunde aufgepasst noch je gebrauchtes Wissen über Festungsbau, Waffenkunde, Chemie oder Medizin zu vermitteln. Eine wahre Sisyphus-Arbeit mit einigen unfreiwillig komischen Aspekten.
Nun, Dieter Bohn reiht sich in diese Phalanx an Verfassern mit entsprechenden Werken ein und er hat mich gut unterhalten. Ein paarmal holpert es sprachlich ein klein wenig; dem Text hätte eine Straffung und eine Streichung der Sklavinnen-Szenen allerdings gut zu Gesicht gestanden.
Dennoch, eine bemerkenswert gute Reminiszenz an frühere Vorbilder, die eigenständig daherkommt und letztlich gut, spannend und angereichert mit ein wenig Humor unterhält.

Mehr unter: https://www.phantastiknews.de/index.php/rezensionen/21562-dieter-bohn-der-zef-ihl-der-vom-himmel-fiel-buch

Bohn, Dieter, Der Zef’ihl, der vom Himmel fiel