Ein Meilenstein

»Fleisch« war nicht nur der Film Rainer Erlers schlechthin, der seinen Ruf als Filmemacher begründete, da gab es noch mehr. Es war auch nicht nur der Roman, der seinen Status als Schriftsteller fundierte; auch da gab es noch sehr viel mehr. Aber »Fleisch« war und ist der Film, war und ist das Buch, das mit Rainer Erler am ehesten in Verbindung gebracht wird. Und uns als kleinem Verlag mit kleinem Programm und Budget ist es eine übergroße Freude, seinen Roman »Fleisch« einmal mehr auflegen zu dürfen – gekrönt von einem Drehbuch zu einem bislang nicht gedrehten und vielleicht niemals erscheinenden Filmremake mit dem Titel »Spare Parts«. Dieses Buch ist uns nicht nur eine Freude. Es ist ein Stück das unseren Stolz als Büchermacher repräsentiert. Irgendwann in der Vergangenheit wäre uns niemals in den Sinn gekommen, einen Erler, ein »Fleisch« veröffentlichen zu dürfen.

Erler, Rainer, FLEISCH

[Nachtrag] Buchmesse Mülheim|Ruhr

Am Wochenende des 13. und 14.April 2024 fand in Mülheim an der Ruhr eine kleine Buchmesse statt, an der Kai Beisswenger und einige p.machinery-Autoren teilgenommen haben. Das Resümee Kai Beisswengers liest sich höchst positiv, die Resonanz auf die p.machinery und deren Imprint »Zwischen den Stühlen« war gut, die Buchverkäufe ordentlich, insgesamt haben wir von Kai erfahren, dass sich die Teilnahme gelohnt hat. — Im Folgenden einige Impressionen:

Kai Beisswenger als Märchenerzähler; in der Hand hält er Fritz Hendrick Melles »Stadt ohne Götter«.
Kai Beisswenger, Thorsten Küper, Norbert Pielsticker. Norbert ist der Titelbildkünstler auf dem Cover von Uschi Constanze Davids »Brand der Liebe«.
Lukas Vering und Dieter Bohn. Lukas‘ Buch zwischen den Stühlen ist »AIR«, und Dieters Romanheld ist der Zef’ihl.
Lukas Vering und Kai Beisswenger. Zwei Große zwischen den Stühlen.
Lukas Vering während seiner Lesung.
Auf einem Foto sieht so was immer ein wenig chaotisch aus: der Messestand der p.machinery und seines Imprints »Zwischen den Stühlen«, Beeindruckend.
Von links nach rechts: Thorsten Küper, Kai Beisswenger, Lukas Vering und Dieter Bohn.

Der Franke Nummer 20

Die SF-Werkausgabe Herbert W. Franke wird bekanntlich bis zum Ende weitergeführt, und der nächste erscheinende Band ist Band 20, »ENDZEIT«. Die Geschichte in allerfernster Erdzukunft ist nicht ganz so düster, wie der Klappentext vermuten lassen möchte, aber sie ist mysteriös und voller Geheimnisse, deren Inhalt erst nach und nach gelüftet wird. Ein Frankesches Meisterwerk, wie man es nicht anders erwarten darf.

Franke, Herbert W., ENDZEIT

Ja, er hat es getan

Ja, Dieter Rieken hat gelesen. Am 11.04. Dazu schreibt er:

Das war eine schöne, gelungene Buchvorstellung gestern Abend im Annahof in Augsburg. 30 Leute sind gekommen – wow! Ich musste nach der Lesung viele Fragen zu »Zweimal langsamer wie du …«, den Figuren, zur Science-Fiction allgemein und zu meiner Motivation als Autor im Speziellen beantworten. Besonders erfreulich fand ich es auch, dass einige Besucher anschließend mehr als ein Buch mit nach Hause genommen haben. :-)

Ja, das erfreut auch das Verlegerherz! :)

Rieken, Dieter,

 

Stille Wasser

Nein, Hans-Dieter Furrer gehört ganz sicher nicht zu den stillen Wassern in der deutschsprachigen SF – auch wenn Jörg Weigand ihn in seinem Nachwort als einen »Stillen in der literarischen Landschaft der Schweiz« bezeichnet. Denn unter Gesichtspunkten der deutschsprachigen SF kann es aus der Schweiz nur laute und klare Rufe geben, denn die Autoren einschlägiger fantastischer Literatur aus den Bergen im Süden unserer Republik sind … selten … rar … immer bemerkenswert.
Furrer indes ist nicht nur bemerkenswert, weil er Schweizer ist und mit »Die geheimnisvolle Sphinx« sein erstes Buch überhaupt vorlegt, sondern auch, weil seine Storys an Originalität, Ausdrucksschärfe und -klarheit und Wiedererkennbarkeit wenig mehr zu bieten hätten. Furrer ist kein Freund vieler Worte, und das hat es bisweilen schwer in sich – kurz, knackig, erfreulich. So sind seine Kurz- und Kürzestgeschichten, die in diesem Band versammelt sind.
Wir teilen nicht nur diese eine Meinung Jörg Weigands: Furrer ist ein Autor, den man sich merken muss.

Furrer, Hans-Dieter, DIE GEHEIMNISVOLLE SPHINX

»Keinmal langsamer wie irgendwer …«

Die Webseite auxlitera hat sich wenig Zeit gegönnt, Dieter Riekens neue Erzählungssammlung »Zweimal langsamer wie du …« zu präsentieren und — mit Unterstützung des Autos — zu erklären. Der Artikel liest sich geschmeidig und informativ. Und er passt zu der sich auf die Titelstory beziehende Aussage, das Tempo sei gemächlich, der Ton eher ruhig, auf Atmosphäre bedacht. Der Artikel ist nicht reißerisch, und genau das passt. Ganz hervorragend. Wie das Buch selbst.

Klimawandel und neue Welten

Rieken, Dieter,