Schatzdorfers Dritter in der p.machinery

Das Raumschiff Tethys dringt in die unerforschten Weiten des äußeren Sonnensystems vor. Ziel ist der Saturnmond Enceladus, unter dessen Eisdecke sich ein gewaltiger Ozean erstreckt. Dieses eisige Neuland ist ein vielversprechender Ort, um nach außerirdischen Lebensformen zu suchen. Der junge Biologe Thomas gehört zum Forschungsteam und fliegt dem Abenteuer seines Lebens entgegen.
Bei einem Zwischenstopp im Asteroidengürtel kommt die Technikerin Iris an Bord, von der Thomas sofort fasziniert ist. Sie begegnet ihm kühl und abweisend, doch gerade das macht sie interessant. Für ihn ist sie ein eisiges Neuland anderer Art. Aber diese attraktive Frau birgt ein tödliches Geheimnis.

Gernot Schatzdorfer, verheiratet und Vater eines Sohnes, wurde 1960 geboren und lebt in Graz im südlichen Österreich. Er hat Mathematik, Physik und Informatik an einem Gymnasium unterrichtet und ist seit September 2025 im Ruhestand. Eisiges Neuland ist sein dritter Roman.

Titelbild von Klaus Brandt

Schatzdorfer, Gernot, EISIGES NEULAND

Kai Beisswenger und die Buchmesse Mülheim

Die Buchmesse 2026 in Mülheim wurde erwähnt: https://www.pmachinery.de/archive/12998.

Kai Beisswenger ist ein reger Buchmessenbesucher. Er war für unseren Imprint »Zwischen den Stühlen« und natürlich auch für die p.machinery auf der diesjährigen Mülheimer. Er berichtet von gutem Wetter, keinem Regen, guten Besucherzahlen – vor allem an seinem Stand, der gut positioniert war. Prospekte gingen gut und sein Slogan »Schräge Bücher von schrägen Autoren für ziemlich schräge Leser« ist offensichtlich gut angekommen. Problematisch waren einmal mehr die Buchpreise, hat er mitgeteilt: Über 20 Euro kauft niemand Bücher. Wir denken uns was aus, um das aufzufangen. Die Buchpreisbindung hat zwangsläufig ihre Grenzen.

Die folgenden Fotos stammen von Kai Beisswenger.

 

Zeitgeschäfte

Wer hätte sich nicht schon einmal mehr Zeit gewünscht? Mehr Zeit im Urlaub, für die Kinder oder bei der Arbeit. Was, wenn man Zeit ebenso kaufen könnte, wie jedes andere Gut? Diese Frage haben sich Detlef Klewer und Marianne Labisch gestellt und fanden, dass diese These genug Stoff für eine Anthologie bieten würde, und setzten ihre Idee direkt um.

Labisch, Marianne & Klewer, Detlef, TIME DEALER

Kein Schnellschuss

Und doch überraschend, diese Veröffentlichung. Nicht nur, weil sie zuvor nicht großartig angekündigt wurde – Stichwort: Neuigkeitenbrief –, sondern auch aufgrund der Geschichte. Sehr ausgefallen, etwas Besonderes, ein Stück Science-Fiction, das man so nicht oder jedenfalls nicht so oft findet. Ein ausgefallenes Universum – und in diesem Roman ist die Zukunft sehr, sehr weit weg. Es lohnt sich, darüber nachzudenken.

Hans Jürgen Kugler
STILLE ERDE <– Details hier
AndroSF 241
p.machinery, Winnert, Mai 2026, 252 Seiten, Paperback
ISBN 978 3 95765 511 0 – EUR 23,90 (DE)
E-Book: ISBN 978 3 95765 653 7 – EUR 7,99 (DE)

Der Neuigkeitenbrief der p.machinery – Ausgabe 49 – 09. Mai 2026

Vorweg

  • Der April war nicht ganz einfach.
  • Die zwei Wochen vor einem nicht ganz planmäßigen Urlaub auf der AIDAluna in Norwegen brachten mich irgendwie aus dem Konzept. Alle anstehenden Jobs wirkten wie eine Blockade.
  • Der Urlaub war schön. Mit einem Kreuzfahrtschiff zu reisen, ist eine sehr schöne und angenehme Art zu reisen. Die AIDAluna ist ein schönes Schiff, betrieben von einem gut organisierten, freundlichen und stets gut gelaunten Personal. Es hat sich auf jeden Fall gelohnt.
  • Auch hinsichtlich der Buchverkäufe. Als wenn die Interessenten meinten, diese Urlaubswoche sei _die_ Gelegenheit, zu kaufen, taten sie es auch. Reichlich. Nach dem Urlaub habe ich jedenfalls erst mal reichlich Rechnungen geschrieben und Sendungen vorbereitet. Könnte gerne so weitergehen.

Reisswölfe

  • Gleich nach dem Urlaub und den Rechnungen habe ich dann aufgelaufene Rezensionen und Interviews in weitere drei »REISSWOLF«-Ausgaben geschaufelt. Erschienen sind nun die Ausgaben 63, 64 und 65 mit 44, 48 und 40 Seiten. Details zu den Inhalten wie auch die übliche Möglichkeit zum Herunterladen finden sich wie immer auf www.reisswolf-magazin.de.
  • Warum die Ausgaben unregelmäßig und dann gleich zu mehreren gleichzeitig erscheinen, erkläre ich im Vorwort der Ausgabe 63. Es wird nun bis zur Ausgabe 66 ff. wieder ein Weilchen dauern, bis genügend Rezensionen aufgelaufen sind. Aber das ergibt sich dann.

Die nächsten Fälle

  • Irgendwann muss es ja weitergehen. Schaumermal.
  • Kai Focke hat »Das kleine Fantastik-Panoptikum« präsentiert, Storys natürlich, und die genauen Stilrichtungen sind nicht langweilig. Versprochen. Das Ganze kommt als AndroSF 240. Umfang und Preis stehen noch nicht fest.
  • Marianne Labisch und Detlef Klewer zeichnen als Herausgeber einer Storyanthologie mit dem Titel »Time Dealer« (der Untertitel wird derzeit noch nicht festgelegt, wird jedoch mit »Das Geschäft mit der Zeit« kolportiert; man wird sehen). Dieses Werk kommt als AndroSF 239.
  • Einer der o.e. Blockadetitel ist »Wir Terraner« von Robert Hector, ein wahres Monsterchen, das noch viel Arbeit mit sich bringen wird. Das wird ein AndroSF 236, derzeit noch ohne Umfang und Preis.
  • Und »Zwölf Jahre später …« von Thomas Franke ist auch so ein Blockierer. Es geht um die Titelbilder der SF-Werkausgabe Herbert W. Franke zusammen mit weiteren Innenillustrationen und den zugehörigen Bildtiteln – die bei Thomas Franke ja als eigenständige literarische Werke durchgehen. Das Ganze wird ein Katalog in größerem Format (fragt mich nicht! J … oder doch: Der Katalog tendiert zu etwa DIN A4 und wird als Hardcover erscheinen, wie es aussieht) und erscheint als AndroSF 234.
  • Und danach geht es noch weiter, aber für den Augenblick mache ich ein wenig langsam. Man wird nicht jünger J.

Die p.machinery-Bücher gibt es im Buchhandel um die Ecke (der Buchhändler sollte nicht nur über Libri bestellen), im Internet (und nicht nur bei Amazon) sowie im Buchladen des Verlags unter www.booklooker.de/pmachinery (Kauf auch ohne Registrierung = als Gast möglich).

Wir liefern versandkostenfrei (innerhalb der EU und der Schweiz) und mit Rechnung.

Keine ganz leichte Geburt

Die von Achim Stößer und Stefan Junghanns gemeinsam herausgegebene Anthologie »Diesseits fremder Sterne« hatte einen etwas holprigen Start. Eigentlich schon für Januar 2026 fertiggestellt, verzögerte sich die Produktion: Achim Stößer hatte eine Story von Ray Bradbury neu übersetzt, aber die Rechteinhaber an den Werken Bradburys waren unwillig. Unser Angebot wollten sie nicht annehmen, ein eigenes Angebot wollten sie nicht machen. Ergo: Das war’s mit Bradbury in dieser Anthologie. — Aber nun ist sie da (d.h. — am 11. März erscheint sie dann auch physisch in dieser Welt):

Achim Stößer & Stefan Junghanns (Hrsg.)
DIESSEITS FREMDER STERNE
Eine Science-Fiction-Anthologie
AndroSF 229
p.machinery, Winnert, März 2026, 196 Seiten, Paperback
ISBN 978 3 95765 497 7 – EUR 17,90 (DE)
E-Book: ISBN 978 3 95765 664 3 – EUR 5,99 (DE)

Diese Sammlung umfasst Erzählungen von unserem und anderen Planeten, zukünftigen Gesellschaften und digitalen Wirklichkeiten. Doch im Zentrum steht stets das Menschliche: Verantwortung, Mitgefühl und der Umgang mit Macht, Technik und Umwelt. Mit jedem technologischen Fortschritt wachsen unsere Möglichkeiten, aber auch unsere Verantwortung: gegenüber Menschen, anderen Tieren, Maschinen und den fragilen Ökosystemen, von denen wir abhängen.
In manchen dieser Welten scheinen Hunger, Umweltzerstörung und Konflikte überwunden. Andere Geschichten zeichnen Zukunftsbilder, in denen sich unsere heutigen Probleme verschoben und verdichtet haben: Kontrolle wird delegiert, Mitgefühl verlernt, Verantwortung ausgelagert. Der Fortschritt ist allgegenwärtig – aber nicht für alle.
»Diesseits fremder Sterne« richtet den Blick nicht auf eine ferne Zukunft, sondern auf die Entscheidungen, die wir heute treffen. Vielleicht müssen wir die Sterne nicht erreichen, um etwas Wesentliches zu erkennen. Vielleicht genügt es, uns zu fragen, wer wir sein wollen – als Menschen unter fremden Sternen.

Mit Kurzgeschichten von Galax Acheronian, Axel Aldenhoven, Volker Dornemann, Joshua Friedrichs, C. Gerald Gerdsen, Parker Heimlich, Stefan Junghanns, C. A. Raaven, Nob Shepherd, Beatrice Sonntag, Achim Stößer, Wolfgang Weinberger und Maximilian Wust.

Peter Mathys (13.10.1941–07.02.2026)

In den späten 50er Jahren des vergangenen Jahrhunderts war eine meiner wichtigsten Lektüren das »Utopia-Magazin«. Kurze Erzählungen haben mich schon immer mehr gereizt als langatmige Romane; als der Pabel-Verlag nun in diesem Magazin einen Kurzgeschichten-Wettbewerb ausschrieb, hätte ich mich gerne beteiligt – allerdings fiel mir nichts ein. Zumindest nichts, mit dem ich – meiner Meinung nach – eine Chance gehabt hätte. Es gewann – zu meinem Erstaunen, ein wenig Neid war auch dabei – ein Gymnasiast aus Basel, der sogar noch ein Jahr jünger war als ich: Peter Mathys mit seiner Story »Die Weltraumkapsel«. Die Geschichte wurde in »Utopia Magazin 255« veröffentlicht und nur kurze Zeit später auch von »Fiction«, dem französischen Ableger von »The Magazine of Fantasy and Science Fiction« übernommen. In der Folge fand sich der Name Mathys noch als Übersetzer; da das Magazin mit der Folgenummer eingestellt wurde, blieben weitere Storys unveröffentlicht.
Peter Mathys studierte in Folge Jura und wurde erfolgreicher Anwalt mit Schwerpunkt Kartellrecht.
Als ich Ende 1996 das ZDF-Studio Bonn verließ und nach Staufen südlich von Freiburg/Breisgau zog, bemühte ich mich, Autoren der Science-Fiction und Fantastik im Umkreis der Oberrhein-Gegend aufzuspüren. Dabei entdeckte ich Peter Mathys wieder; er hatte seine Kanzlei in Basel und war sofort dabei, als ich die Autoren zu einem ersten Treffen nach Staufen einlud. Daraus bildete sich schnell die »Autorengruppe Phantastischer Oberrhein«.
Wir trafen uns regelmäßig und Peter erhielt so aus unserer Runde Anregungen, wieder im SF- und Fantastik-Bereich zu arbeiten. 2021 konnte er bei p.machinery den Erzählband »Sonnenbrand« veröffentlichen. Wenig bekannt war bis dahin, dass er im Mainstream mehrere erfolgreiche Romane und Krimis veröffentlicht hatte, etwa »In Sachen Renner«, 1999, oder »Die Steuersünder«, 2012.
Im Beruf sehr erfolgreich, war der Kunstkenner und Kunstliebhaber (legendär: seine Sammlung an Elfenbeinschnitzereien) als Autor zurückhaltend und bescheiden. Es pflegte das als solides Handwerk. Für die Schweiz nach 1945 ist er im Bereich SF und Fantastik ein unbedingt zu berücksichtigender Name.
– (Jörg Weigand)

Peter Mathys’ Vita im »Sonnenbrand«:
1941 in Basel (Schweiz) geboren und aufgewachsen gab er sich Mühe, die Schulen mit geringem Aufwand zu absolvieren, studierte Recht und Wirtschaft an den Universitäten von Basel und St. Gallen und doktorierte mit einer Dissertation, die – wie sich bald zeigte – niemanden interessierte. 1959 gewann er den ersten Preis im Kurzgeschichtenwettbewerb eines Science-Fiction-Magazins in Deutschland. Die Kurzgeschichte wurde übersetzt und auch in Frankreich veröffentlicht.
Mit Begeisterung arbeitete er als Journalist für zwei Tageszeitungen. Nebenher übersetzte er für einen deutschen Verlag Science-Fiction-Romane aus dem Englischen. Trotzdem brachte er die Uni problemlos hinter sich und wurde Rechtsanwalt und Notar. Es folgte ein Abstecher in die Rechtsabteilung eines Industrieunternehmens; er endete glanzlos mit dem Ablauf der vereinbarten Probezeit. Dank einem unerträglichen Seniorpartner endete auch der Eintritt in eine angesehene Anwaltskanzlei vorzeitig.
Deshalb gründete er mit Freunden kurzerhand eine neue Kanzlei, die heute zu den Großen in der Schweiz zählt. Die Lust zum Schreiben war ihm allerdings nicht ganz abhandengekommen. Seit 1996 sind vier Romane entstanden.
Zur Science-Fiction fand er Ende der Neunzigerjahre zurück. Versuchsweise verfasste er einige Geschichten, die in SF-Anthologien abgedruckt wurden. Die Einladung, in der Autorengruppe Phantastischer Oberrhein mitzuwirken, hat ihn motiviert, die Fragestellungen und Möglichkeiten der Science-Fiction schriftstellerisch auszuloten. Er freut sich darauf, noch einige Ideen zu realisieren.

Mathys, Peter, SONNENBRAND

 

Niehaus, die fünfte

»Rabenschwarz« ist inzwischen der fünfte Band von meist kurzen und einigen längeren Geschichten, der bei p.machinery erscheint. Diesmal dreht sich alles um Tiere: im ersten Teil um die Erben der spleenigen Miss Vault, die ihren tierischen Gefährten – Hund, Katze, Schnappschildkröte und Papagei – ein ganz besonderes Haus hinterlässt. Und im zweiten Teil geht’s dann in Wald und Flur, in die Lüfte und ins Meer, und auch Geschöpfe mit deutlich mehr als vier Beinen haben ihren Auftritt.

Die Sammlung bietet eine Mischung aus Fantastik, klassischer SF, Horror, Märchenhaftem und gibt überdies fundierte psycho- und sexualtherapeutische Ratschläge für alles, was da kreucht und fleucht (m/w/d).

Niehaus, Monika, RABENSCHWARZ