Der Neuigkeitenbrief der p.machinery – Ausgabe 49 – 09. Mai 2026

Vorweg

  • Der April war nicht ganz einfach.
  • Die zwei Wochen vor einem nicht ganz planmäßigen Urlaub auf der AIDAluna in Norwegen brachten mich irgendwie aus dem Konzept. Alle anstehenden Jobs wirkten wie eine Blockade.
  • Der Urlaub war schön. Mit einem Kreuzfahrtschiff zu reisen, ist eine sehr schöne und angenehme Art zu reisen. Die AIDAluna ist ein schönes Schiff, betrieben von einem gut organisierten, freundlichen und stets gut gelaunten Personal. Es hat sich auf jeden Fall gelohnt.
  • Auch hinsichtlich der Buchverkäufe. Als wenn die Interessenten meinten, diese Urlaubswoche sei _die_ Gelegenheit, zu kaufen, taten sie es auch. Reichlich. Nach dem Urlaub habe ich jedenfalls erst mal reichlich Rechnungen geschrieben und Sendungen vorbereitet. Könnte gerne so weitergehen.

Reisswölfe

  • Gleich nach dem Urlaub und den Rechnungen habe ich dann aufgelaufene Rezensionen und Interviews in weitere drei »REISSWOLF«-Ausgaben geschaufelt. Erschienen sind nun die Ausgaben 63, 64 und 65 mit 44, 48 und 40 Seiten. Details zu den Inhalten wie auch die übliche Möglichkeit zum Herunterladen finden sich wie immer auf www.reisswolf-magazin.de.
  • Warum die Ausgaben unregelmäßig und dann gleich zu mehreren gleichzeitig erscheinen, erkläre ich im Vorwort der Ausgabe 63. Es wird nun bis zur Ausgabe 66 ff. wieder ein Weilchen dauern, bis genügend Rezensionen aufgelaufen sind. Aber das ergibt sich dann.

Die nächsten Fälle

  • Irgendwann muss es ja weitergehen. Schaumermal.
  • Kai Focke hat »Das kleine Fantastik-Panoptikum« präsentiert, Storys natürlich, und die genauen Stilrichtungen sind nicht langweilig. Versprochen. Das Ganze kommt als AndroSF 240. Umfang und Preis stehen noch nicht fest.
  • Marianne Labisch und Detlef Klewer zeichnen als Herausgeber einer Storyanthologie mit dem Titel »Time Dealer« (der Untertitel wird derzeit noch nicht festgelegt, wird jedoch mit »Das Geschäft mit der Zeit« kolportiert; man wird sehen). Dieses Werk kommt als AndroSF 239.
  • Einer der o.e. Blockadetitel ist »Wir Terraner« von Robert Hector, ein wahres Monsterchen, das noch viel Arbeit mit sich bringen wird. Das wird ein AndroSF 236, derzeit noch ohne Umfang und Preis.
  • Und »Zwölf Jahre später …« von Thomas Franke ist auch so ein Blockierer. Es geht um die Titelbilder der SF-Werkausgabe Herbert W. Franke zusammen mit weiteren Innenillustrationen und den zugehörigen Bildtiteln – die bei Thomas Franke ja als eigenständige literarische Werke durchgehen. Das Ganze wird ein Katalog in größerem Format (fragt mich nicht! J … oder doch: Der Katalog tendiert zu etwa DIN A4 und wird als Hardcover erscheinen, wie es aussieht) und erscheint als AndroSF 234.
  • Und danach geht es noch weiter, aber für den Augenblick mache ich ein wenig langsam. Man wird nicht jünger J.

Die p.machinery-Bücher gibt es im Buchhandel um die Ecke (der Buchhändler sollte nicht nur über Libri bestellen), im Internet (und nicht nur bei Amazon) sowie im Buchladen des Verlags unter www.booklooker.de/pmachinery (Kauf auch ohne Registrierung = als Gast möglich).

Wir liefern versandkostenfrei (innerhalb der EU und der Schweiz) und mit Rechnung.

InterNOVA online 8: SF aus Deutschland

Die achte Onlineausgabe InterNOVAs präsentiert unter dem Titel »Beyond the Boom« Science-Fiction aus dem deutschsprachigen Raum:

Michael K. Iwoleit (Ed.)
BEYOND THE BOOM
Contemporary German Science Fiction
InterNova Vol. 8 • 2026
p.machinery, Winnert, March/April 2026, 226 pages, PDF + eBooks
ISBN PDF: 978 3 95765 654 4
ISBN ePub 978 3 95765 655 1

Vol. 8 includes the following stories and essays:

Michael K. Iwoleit: Editorial

*** Fiction
Thomas Grüter: Wildlife
Sven Klöpping: Buddha Dies
Thorsten Küper: Project 38 or The Game of Small Causes
Michael K. Iwoleit: Planck Time
Thorsten Küper: Reconstructor
Helmuth W. Mommers: Rest in Peace
Horst Pukallus: The Age of the Burning Mountains
Helmuth W. Mommers: Habemus Papam
Thomas A. Sieber: Enola in Eternity

*** Classics
Ronald M. Hahn: Hey, Mr. Spaceman!
Thomas Ziegler: Marathon

*** Nonfiction
Christoph Grimm: Pigeonholed in a Fishbowl. A Survey of Contemporary German Science Fiction Literature
Franz Rottensteiner: German Science-Fiction in English Translation Before World War II

Available online internova.worldculturehub.net/2026/03/06/march-2026 or for download (PDF, ePub, mobi, azw3) at https://www.pmachinery.de/internova/online/in08.zip.

Keine ganz leichte Geburt

Die von Achim Stößer und Stefan Junghanns gemeinsam herausgegebene Anthologie »Diesseits fremder Sterne« hatte einen etwas holprigen Start. Eigentlich schon für Januar 2026 fertiggestellt, verzögerte sich die Produktion: Achim Stößer hatte eine Story von Ray Bradbury neu übersetzt, aber die Rechteinhaber an den Werken Bradburys waren unwillig. Unser Angebot wollten sie nicht annehmen, ein eigenes Angebot wollten sie nicht machen. Ergo: Das war’s mit Bradbury in dieser Anthologie. — Aber nun ist sie da (d.h. — am 11. März erscheint sie dann auch physisch in dieser Welt):

Achim Stößer & Stefan Junghanns (Hrsg.)
DIESSEITS FREMDER STERNE
Eine Science-Fiction-Anthologie
AndroSF 229
p.machinery, Winnert, März 2026, 196 Seiten, Paperback
ISBN 978 3 95765 497 7 – EUR 17,90 (DE)
E-Book: ISBN 978 3 95765 664 3 – EUR 5,99 (DE)

Diese Sammlung umfasst Erzählungen von unserem und anderen Planeten, zukünftigen Gesellschaften und digitalen Wirklichkeiten. Doch im Zentrum steht stets das Menschliche: Verantwortung, Mitgefühl und der Umgang mit Macht, Technik und Umwelt. Mit jedem technologischen Fortschritt wachsen unsere Möglichkeiten, aber auch unsere Verantwortung: gegenüber Menschen, anderen Tieren, Maschinen und den fragilen Ökosystemen, von denen wir abhängen.
In manchen dieser Welten scheinen Hunger, Umweltzerstörung und Konflikte überwunden. Andere Geschichten zeichnen Zukunftsbilder, in denen sich unsere heutigen Probleme verschoben und verdichtet haben: Kontrolle wird delegiert, Mitgefühl verlernt, Verantwortung ausgelagert. Der Fortschritt ist allgegenwärtig – aber nicht für alle.
»Diesseits fremder Sterne« richtet den Blick nicht auf eine ferne Zukunft, sondern auf die Entscheidungen, die wir heute treffen. Vielleicht müssen wir die Sterne nicht erreichen, um etwas Wesentliches zu erkennen. Vielleicht genügt es, uns zu fragen, wer wir sein wollen – als Menschen unter fremden Sternen.

Mit Kurzgeschichten von Galax Acheronian, Axel Aldenhoven, Volker Dornemann, Joshua Friedrichs, C. Gerald Gerdsen, Parker Heimlich, Stefan Junghanns, C. A. Raaven, Nob Shepherd, Beatrice Sonntag, Achim Stößer, Wolfgang Weinberger und Maximilian Wust.

Peter Mathys (13.10.1941–07.02.2026)

In den späten 50er Jahren des vergangenen Jahrhunderts war eine meiner wichtigsten Lektüren das »Utopia-Magazin«. Kurze Erzählungen haben mich schon immer mehr gereizt als langatmige Romane; als der Pabel-Verlag nun in diesem Magazin einen Kurzgeschichten-Wettbewerb ausschrieb, hätte ich mich gerne beteiligt – allerdings fiel mir nichts ein. Zumindest nichts, mit dem ich – meiner Meinung nach – eine Chance gehabt hätte. Es gewann – zu meinem Erstaunen, ein wenig Neid war auch dabei – ein Gymnasiast aus Basel, der sogar noch ein Jahr jünger war als ich: Peter Mathys mit seiner Story »Die Weltraumkapsel«. Die Geschichte wurde in »Utopia Magazin 255« veröffentlicht und nur kurze Zeit später auch von »Fiction«, dem französischen Ableger von »The Magazine of Fantasy and Science Fiction« übernommen. In der Folge fand sich der Name Mathys noch als Übersetzer; da das Magazin mit der Folgenummer eingestellt wurde, blieben weitere Storys unveröffentlicht.
Peter Mathys studierte in Folge Jura und wurde erfolgreicher Anwalt mit Schwerpunkt Kartellrecht.
Als ich Ende 1996 das ZDF-Studio Bonn verließ und nach Staufen südlich von Freiburg/Breisgau zog, bemühte ich mich, Autoren der Science-Fiction und Fantastik im Umkreis der Oberrhein-Gegend aufzuspüren. Dabei entdeckte ich Peter Mathys wieder; er hatte seine Kanzlei in Basel und war sofort dabei, als ich die Autoren zu einem ersten Treffen nach Staufen einlud. Daraus bildete sich schnell die »Autorengruppe Phantastischer Oberrhein«.
Wir trafen uns regelmäßig und Peter erhielt so aus unserer Runde Anregungen, wieder im SF- und Fantastik-Bereich zu arbeiten. 2021 konnte er bei p.machinery den Erzählband »Sonnenbrand« veröffentlichen. Wenig bekannt war bis dahin, dass er im Mainstream mehrere erfolgreiche Romane und Krimis veröffentlicht hatte, etwa »In Sachen Renner«, 1999, oder »Die Steuersünder«, 2012.
Im Beruf sehr erfolgreich, war der Kunstkenner und Kunstliebhaber (legendär: seine Sammlung an Elfenbeinschnitzereien) als Autor zurückhaltend und bescheiden. Es pflegte das als solides Handwerk. Für die Schweiz nach 1945 ist er im Bereich SF und Fantastik ein unbedingt zu berücksichtigender Name.
– (Jörg Weigand)

Peter Mathys’ Vita im »Sonnenbrand«:
1941 in Basel (Schweiz) geboren und aufgewachsen gab er sich Mühe, die Schulen mit geringem Aufwand zu absolvieren, studierte Recht und Wirtschaft an den Universitäten von Basel und St. Gallen und doktorierte mit einer Dissertation, die – wie sich bald zeigte – niemanden interessierte. 1959 gewann er den ersten Preis im Kurzgeschichtenwettbewerb eines Science-Fiction-Magazins in Deutschland. Die Kurzgeschichte wurde übersetzt und auch in Frankreich veröffentlicht.
Mit Begeisterung arbeitete er als Journalist für zwei Tageszeitungen. Nebenher übersetzte er für einen deutschen Verlag Science-Fiction-Romane aus dem Englischen. Trotzdem brachte er die Uni problemlos hinter sich und wurde Rechtsanwalt und Notar. Es folgte ein Abstecher in die Rechtsabteilung eines Industrieunternehmens; er endete glanzlos mit dem Ablauf der vereinbarten Probezeit. Dank einem unerträglichen Seniorpartner endete auch der Eintritt in eine angesehene Anwaltskanzlei vorzeitig.
Deshalb gründete er mit Freunden kurzerhand eine neue Kanzlei, die heute zu den Großen in der Schweiz zählt. Die Lust zum Schreiben war ihm allerdings nicht ganz abhandengekommen. Seit 1996 sind vier Romane entstanden.
Zur Science-Fiction fand er Ende der Neunzigerjahre zurück. Versuchsweise verfasste er einige Geschichten, die in SF-Anthologien abgedruckt wurden. Die Einladung, in der Autorengruppe Phantastischer Oberrhein mitzuwirken, hat ihn motiviert, die Fragestellungen und Möglichkeiten der Science-Fiction schriftstellerisch auszuloten. Er freut sich darauf, noch einige Ideen zu realisieren.

Mathys, Peter, SONNENBRAND

 

Niehaus, die fünfte

»Rabenschwarz« ist inzwischen der fünfte Band von meist kurzen und einigen längeren Geschichten, der bei p.machinery erscheint. Diesmal dreht sich alles um Tiere: im ersten Teil um die Erben der spleenigen Miss Vault, die ihren tierischen Gefährten – Hund, Katze, Schnappschildkröte und Papagei – ein ganz besonderes Haus hinterlässt. Und im zweiten Teil geht’s dann in Wald und Flur, in die Lüfte und ins Meer, und auch Geschöpfe mit deutlich mehr als vier Beinen haben ihren Auftritt.

Die Sammlung bietet eine Mischung aus Fantastik, klassischer SF, Horror, Märchenhaftem und gibt überdies fundierte psycho- und sexualtherapeutische Ratschläge für alles, was da kreucht und fleucht (m/w/d).

Niehaus, Monika, RABENSCHWARZ

Der vorletzte Erler in der p.machinery

Ein Erler-Roman folgt noch zu einem späteren Zeitpunkt (jedenfalls 2026): »Zucker«. Bis dahin darf der gewillte Leser nebst den anderen schon veröffentlichten Titeln mit diesem Werk aushalten. Eine Besonderheit ist hier die zusätzliche Veröffentlichung eines Drehbuchs zu einem nicht produzierten Film mit dem Titel »Surabaya«.

Erler, Rainer, DIE LETZTEN FERIEN

Abschluss der Navigatoren-Trilogie

Pete Farn
WELTENSPRINTER
Navigatoren 3
AndroSF 233
p.machinery, Winnert, Januar 2026, 140 Seiten, Paperback
ISBN 978 3 95765 499 1 – EUR 16,90 (DE)
E-Book: ISBN 978 3 95765 663 6 – EUR 5,49 (DE)

Eine neuartige Lebensform, Yoong, poltert ungefragt in Sabines und Eds Leben und sorgt für Aufregung, nicht nur bei den nyitischen Wissenschaftlern.
Bisher unbekannte Mächte mischen das ohnehin chaotisch gewordene Familienleben auf und zwingen sie zur Flucht. Was hat es mit den Fremden und deren Interesse an Yoong auf sich?
Es beginnt ein abenteuerlicher Trip zu exotischen Welten; zu Welten, die es nicht geben dürfte, und zu Welten, die nicht mehr existieren. Alte Rätsel werden gelöst und wir erfahren, weshalb man keine Raumschiffe im Großraum Stuttgart parken sollte.

Dies ist der abschließende Roman der Navigatoren-Trilogie. Siehe hierzu auch »Planet der Navigatoren« (AndroSF 179) und »Artefaktenjagd« (AndroSF 212).

Farn, Pete, WELTENSPRINTER