Er kann nicht nur spotten

Nein, nein, in des Wolfram Hirche Herzen schlägt auch Mitgefühl, Mitgefühl nicht nur mit Männern, wie der Titel seines neuen Buches in der p.machinery vermuten lässt – immerhin »Männerherzen« –, nein, auch für Frauen, denn sie sind die eigentliche Zielgruppe dieses Buches, das ihnen Erkenntnisse und Weisheiten über Männer – und nicht nur alte, weiße Männer, ganz im Gegenteil – vermitteln möchte, kann und soll. In dreiunddreißig Kurzgeschichten schreibt Hirche über Männer, ihr Leben und ihre Erlebnisse, wie sie mit ihm und ihnen umgehen und was es und sie mit ihnen anstellen. Und natürlich spielen immer auch Frauen eine Rolle …

Auch wenn Hirches »Spottlichter« (Außer der Reihe 65, erhältlich als Paperback zu EUR 13,90 und Hardcover zu EUR 16,90) thematisch und stilisch ganz anders gelagert waren – es handelte sich um satirische Glossen –, wer das Buch mochte, wird den neuen Hirche noch sehr viel mehr mögen. Denn sein Schreibstil ist schon was Besonderes …

Hirche, Wolfram, MÄNNERHERZEN. 33 Storys

 

Der doppelte Katzmarz

Am 23. Oktober 2023 jährt sich der Todestag Hubert Katzmarz‘ zum zwanzigsten Mal. 20 Jahre … wow!

Schon zum zehnten Todestag 2013 gab Andreas Fieberg, ehedem Weggefährte des Autors und Verlegers, eine Anthologie unter dem Titel »Abschied von Bleiwenheim« (AndroSF 36) heraus, nachdem schon Anfang 2013 die Sammlungen »Schattenspiel« (AndroSF 23) und »Alptraumhaft« (AndroSF 24), herausgegeben von Ellen Norten, erschienen waren.

Anlässlich Hubert Katzmarz‘ siebzigstem Geburtstag Anfang November 2022 erschien der von Ellen Norten herausgegebene Band »Der Garten der Ewigkeit« (Außer der Reihe 75) in einer Aufmachung, die sich nunmehr wiederholt:

Zum zwanzigsten Todestag erscheint zum einen die von Andreas Fieberg bearbeitete, aktualisierte und neuerlich herausgegebene Anthologie »Abschied von Bleiwenheim MMXXIII« (AndroSF 181), zum anderen die sowohl von Fieberg als auch von Ellen Norten herausgegebene, neu zusammengestellte Anthologie »Rückkehr nach Bleiwenheim« (AndroSF 182). Beide Sammlungen enthalten Geschichten von Schriftstellern, denen Hubert Katzmarz in irgendeiner Form quasi über den Weg gelaufen ist. Und beide Sammlungen entsprechen in der Aufmachung dem »Garten der Ewigkeit«: Das Titelbild stammt von Thomas Hofmann, das Buch liegt als Hardcover mit Schutzumschlag vor; gedruckt und gebunden wurde es einmal mehr vom Schaltungsdienst Lange (ausgenommen sind hier die Bücher, die man im Internet bei Amazon & Co. bestellen kann; ihnen fehlt u. a. der Schutzumschlag).

Fieberg, Andreas (Hrsg.), Abschied von Bleiwenheim MMXXIII

Fieberg, Andreas & Norten, Ellen (Hrsg.), Rückkehr nach Bleiwenheim

 

Blauer Auftritt

Tom Turtschi war schon mit einigen Kurzgeschichten vertreten – vor allem aber mit einem großen Roman. Groß in jeder Beziehung. Auch in der Ausstattung – ein Hardcover mit Schutzumschlag, Fadenbindung, Kapitalband und Lesebändchen, das erfreut nicht nur das Leser-, sondern vor allem auch das Sammlerherz. Das war »GOTTESZONE – Die Reise ins Licht«.

Als klar war, dass sein neuer Roman ebenfalls in der p.machinery erscheinen soll, war gleichzeitig auch klar, dass die Ausstattung des Buches »Die blauen Hunde von Lop Nor« der »Gotteszone« entsprechen sollte. Und dieses Hardcover wird zusätzlich noch durch zwei mehrseitige Bildstrecken aufgewertet, die die Farbe Blau und die Wüste zeigen und näherbringen, denn beides spielt eine wesentliche Rolle in dem technisch angehauchten Science(!)-Fiction-Roman.

Besonderheiten bei diesem Buch ist – neben der Ausstattung – auch das im Gegensatz zur »Gotteszone« verfügbare Paperback, das es allerdings nicht vom Schaltungsdienst Lange, sondern nur über die Print-on-demand-Schiene im Internet und im Buchhandel gibt. Die oben erwähnten Bildstrecken finden sich hier über QR-Codes im Internet.

Tom Turtschi war an der Gestaltung des Buches – wie schon bei der »Gotteszone« – maßgeblich beteiligt.

Turtschi, Tom, Die blauen Hunde von Lop Nor

 

Die »Werkausgabe Franke« im Paket

Solange alle 22 Bände der SF-Werkausgabe Herbert W. Franke noch im Bestand sind, bietet die p.machinery diese zu günstigen Gesamtpreisen an, und zwar wie folgt:

  • Die Paperback-Werkausgabe (22 Titel) kostet regulär EUR 333,80. Solange der Vorrat reicht, ist sie nun für EUR 299,00 incl. Versandkosten zu erstehen. Sie kann auch im Buchladen bestellt werden.
  • Die Hardcover-Werkausgabe (noch 21 Titel) kostet regulär EUR 524,90. Solange der Vorrat reicht, liefern wir sie nun für EUR 485,00 incl. Versandkosten. Auch sie gibt es im Buchladen.
  • Die Einzeltitel sind ab mindestens zwei Titeln pro Bestellung mit 10 % Rabatt zu erstehen.
  • Eine aktualisierte und detaillierte Bestands- und Preisliste kann hier heruntergeladen werden (Stand 08.10.2023).

Edit 22.10.2023: Die Werkausgabe wird fortgeführt. Die Angebote — mit Ausnahme der Gesamtwerkausgasbenangebote — sind daher obsolet und nicht mehr gültig.

Anke J. dramatisch

Anke Jablinski liest die Story »Du darfst nicht sein!« aus ihrem aktuellen Buch »MALTEROS« – und liefert einen durchaus amüsanten Auftritt ab. Sehens- und hörenswert. Lesenswert sowieso – wie das ganze Buch.

#Lesung aus dem #Buch #Malteros, Anke #Jablinski liest Kurzprosa "Du darfst nicht sein!"

Jablinski, Anke, MALTEROS

 

Die SF-Werkausgabe Herbert W. Franke ist dem Autor gefolgt

Die SF-Werkausgabe Herbert W. Franke der p.machinery ist mit sofortiger Wirkung und mit dem zuletzt erschienenen Band »Jede Menge Leben« beendet. Herbert W. Frankes Erbin Susanne Päch verfolgt offensichtlich eigene Pläne mit den Werken des 2022 verstorbenen SF-Pioniers, über die sie es freilich nicht für nötig hielt, mit irgendjemandem in der p.machinery und im Kreis der an der Werkausgabe beteiligten Menschen zu kommunizieren.

Nach einem üblicherweise unerfreulichen Telefonat mit Roman Hocke, dem Chef der Agentur AVA International in München, erreichte uns jedenfalls eine schwer misszuverstehende E-Mail. Darin wurde wurde festhalten, dass »am 10. Januar 2014 ein Verlagsvertrag über die Veröffentlichung der Romanwerke von Herbert W. Franke abgeschlossen« wurde, »und zwar für einen Zeitraum von 5 Jahren.« Das Vertragsverhältnis endete offiziell zum 09. Januar 2019.
»Die Editionsplanung, die vertraglich einvernehmlich festgelegt worden war«, wurde nicht eingehalten. »Der letzte Band der Werke von Herbert W. Franke sollte spätestens im Jahre 2017 veröffentlicht werden. Die in §6.4 festgehaltene Pflicht zur Begründung von Verschiebungen ist von Ihnen kein einziges Mal erfüllt worden«, führt Hocke aus. Und: »Wir wollen den Vertrag vor diesem Hintergrund der Nichterfüllung und vor allem der Überschreitung der Vertragsdauer hiermit kündigen.«
Susanne Päch, die Erbin von Herbert W. Franke, hat Hocke beauftragt, mit uns »über eine Vertragsbeendigung einig zu werden. »Frau Päch plant, in Zukunft die Gesamtedition der Romanwerke von Herbert W. Franke innerhalb der gegründeten Stiftung unter einem eigenen Label zeitnah selbst herauszubringen«.
Und zu guter Letzt wird darauf hingewiesen, dass im Vertrag »unter §6.6 (b) festgehalten« ist, »dass bei Vertragsende (…) die Unterlagen aller in der Produktion der Werkausgabe hergestellten Daten übergeben werden. (…) Auch sollten wir im Zuge des Vertragsendes einen Plan entwickeln, zu welchem Zeitpunkt die von Ihnen verlegten Werke von Herbert W. Franke aus dem Programm von p.machinery genommen werden.«

Es wurde angeboten, telefonisch Einzelheiten zu besprechen, aber das Ergebnis war eh naheliegend. Daher die Antwort des Verlegers:

Die Vertragskündigung habe ich zur Kenntnis genommen.
Ich werde alle weiteren Arbeiten an den noch ausstehenden Bänden mit sofortiger Wirkung beenden.
Die laut 6.6.b zu übergebenden Daten werde ich Frau Päch auf einem geeigneten Datenträger übergeben, den ich ggf. in Rechnung stellen werde.
Über die weitere Verwendung der Werke von nicht mit Herrn Franke identischen Autoren und Grafikern verhandeln Sie bitte mit den Urhebern.
Die weitere Verwendung meines Buchsatzlayouts und meiner sonstigen handwerklichen Arbeiten, gleichgültig in welcher Form, untersage ich hiermit ausdrücklich.
Die Bücher werde ich abverkaufen, solange Bestand vorhanden ist.
Die dafür nötige Zeit kann verkürzt werden, wenn Frau Päch oder ein beliebiger Buchhändler die Restbestände zu den Nominalpreisen abzgl. 30 % übernimmt. Bestandszahlen per heute siehe Anlage.

Das war es also mit der SF-Werkausgabe Herbert W. Franke in der p.machinery. Der seinerzeit festgelegte Veröffentlichungsplan war bereits nach einem Jahr erkennbar zu ambitioniert ausgelegt, was Hocke hätte klar sein können – kein Kommentar dazu. Auch sein Interesse an Informationen bezog sich in all den Jahren allenfalls auf Honorarabrechnungen – die waren ganz wichtig. Alles andere hat ihn nicht interessiert – und bei aller Liebe unterliegt ein solches Projekt nicht nur Bring-, sondern durchaus auch Holschulden – sofern das Interesse am Projekt über Honorareinforderungen überhaupt hinausgeht. Aber das ist alles nicht das Thema.

Das Projekt ist beendet. Die SF-Werkausgabe Herbert W. Franke ist tot. Was Susanne Päch vorhat, ist unbekannt; sie kommuniziert nicht.

Es sind Restbestände vorhanden, auf deren Verkauf wir bestehen werden. Die Bücher sind ab sofort nur noch über unseren Buchladen bei booklooker.de verfügbar. Es wird Angebote geben, die hier nachzulesen sind. Wer den Neuigkeitenbrief abonniert hat, wird von speziellen Angeboten profitieren; aber auch nur diejenigen, die ihn abonniert haben.

Ansonsten sind wir enttäuscht. Und unser Verleger ist es noch mehr, worüber er in seinem privaten Blog ausführlicher schreiben wird.

09.09.2023: Festival Mediaval in Selb

Auf dem Festival Mediaval wird Kai Focke gemeinsam mit Friedhelm Schneidewind am Samstag, 09.09.2023, lesen:

  • 15:30-16:30 Uhr aus den Phantastischen Miniaturen der Schriftenreihe der Phantastischen Bibliothek Wetzlar und
  • 24:00-01:00 Uhr im Rahmen der Mitternachtslesung

Beide Lesungen werden im Literaturzelt stattfinden.

Am Sonntag, 10.09.2023, wird Friedhelm seinen neuen Sammelband »Brennende Labyrinthe« vorstellen (12:45-13:45 Uhr).

Die Lesungen werden wir als altramentum et claritas musikalisch begleiten.

Das Festival Mediaval findet am Goldberg in Selb statt: Infos zur Anfahrt gibt es hier.

Schneidewind, Friedhelm, BRENNENDE LABYRINTHE