Blauer Auftritt

Tom Turtschi war schon mit einigen Kurzgeschichten vertreten – vor allem aber mit einem großen Roman. Groß in jeder Beziehung. Auch in der Ausstattung – ein Hardcover mit Schutzumschlag, Fadenbindung, Kapitalband und Lesebändchen, das erfreut nicht nur das Leser-, sondern vor allem auch das Sammlerherz. Das war »GOTTESZONE – Die Reise ins Licht«.

Als klar war, dass sein neuer Roman ebenfalls in der p.machinery erscheinen soll, war gleichzeitig auch klar, dass die Ausstattung des Buches »Die blauen Hunde von Lop Nor« der »Gotteszone« entsprechen sollte. Und dieses Hardcover wird zusätzlich noch durch zwei mehrseitige Bildstrecken aufgewertet, die die Farbe Blau und die Wüste zeigen und näherbringen, denn beides spielt eine wesentliche Rolle in dem technisch angehauchten Science(!)-Fiction-Roman.

Besonderheiten bei diesem Buch ist – neben der Ausstattung – auch das im Gegensatz zur »Gotteszone« verfügbare Paperback, das es allerdings nicht vom Schaltungsdienst Lange, sondern nur über die Print-on-demand-Schiene im Internet und im Buchhandel gibt. Die oben erwähnten Bildstrecken finden sich hier über QR-Codes im Internet.

Tom Turtschi war an der Gestaltung des Buches – wie schon bei der »Gotteszone« – maßgeblich beteiligt.

Turtschi, Tom, Die blauen Hunde von Lop Nor

 

Die »Werkausgabe Franke« im Paket

Solange alle 22 Bände der SF-Werkausgabe Herbert W. Franke noch im Bestand sind, bietet die p.machinery diese zu günstigen Gesamtpreisen an, und zwar wie folgt:

  • Die Paperback-Werkausgabe (22 Titel) kostet regulär EUR 333,80. Solange der Vorrat reicht, ist sie nun für EUR 299,00 incl. Versandkosten zu erstehen. Sie kann auch im Buchladen bestellt werden.
  • Die Hardcover-Werkausgabe (noch 21 Titel) kostet regulär EUR 524,90. Solange der Vorrat reicht, liefern wir sie nun für EUR 485,00 incl. Versandkosten. Auch sie gibt es im Buchladen.
  • Die Einzeltitel sind ab mindestens zwei Titeln pro Bestellung mit 10 % Rabatt zu erstehen.
  • Eine aktualisierte und detaillierte Bestands- und Preisliste kann hier heruntergeladen werden (Stand 08.10.2023).

Edit 22.10.2023: Die Werkausgabe wird fortgeführt. Die Angebote — mit Ausnahme der Gesamtwerkausgasbenangebote — sind daher obsolet und nicht mehr gültig.

Die SF-Werkausgabe Herbert W. Franke ist dem Autor gefolgt

Die SF-Werkausgabe Herbert W. Franke der p.machinery ist mit sofortiger Wirkung und mit dem zuletzt erschienenen Band »Jede Menge Leben« beendet. Herbert W. Frankes Erbin Susanne Päch verfolgt offensichtlich eigene Pläne mit den Werken des 2022 verstorbenen SF-Pioniers, über die sie es freilich nicht für nötig hielt, mit irgendjemandem in der p.machinery und im Kreis der an der Werkausgabe beteiligten Menschen zu kommunizieren.

Nach einem üblicherweise unerfreulichen Telefonat mit Roman Hocke, dem Chef der Agentur AVA International in München, erreichte uns jedenfalls eine schwer misszuverstehende E-Mail. Darin wurde wurde festhalten, dass »am 10. Januar 2014 ein Verlagsvertrag über die Veröffentlichung der Romanwerke von Herbert W. Franke abgeschlossen« wurde, »und zwar für einen Zeitraum von 5 Jahren.« Das Vertragsverhältnis endete offiziell zum 09. Januar 2019.
»Die Editionsplanung, die vertraglich einvernehmlich festgelegt worden war«, wurde nicht eingehalten. »Der letzte Band der Werke von Herbert W. Franke sollte spätestens im Jahre 2017 veröffentlicht werden. Die in §6.4 festgehaltene Pflicht zur Begründung von Verschiebungen ist von Ihnen kein einziges Mal erfüllt worden«, führt Hocke aus. Und: »Wir wollen den Vertrag vor diesem Hintergrund der Nichterfüllung und vor allem der Überschreitung der Vertragsdauer hiermit kündigen.«
Susanne Päch, die Erbin von Herbert W. Franke, hat Hocke beauftragt, mit uns »über eine Vertragsbeendigung einig zu werden. »Frau Päch plant, in Zukunft die Gesamtedition der Romanwerke von Herbert W. Franke innerhalb der gegründeten Stiftung unter einem eigenen Label zeitnah selbst herauszubringen«.
Und zu guter Letzt wird darauf hingewiesen, dass im Vertrag »unter §6.6 (b) festgehalten« ist, »dass bei Vertragsende (…) die Unterlagen aller in der Produktion der Werkausgabe hergestellten Daten übergeben werden. (…) Auch sollten wir im Zuge des Vertragsendes einen Plan entwickeln, zu welchem Zeitpunkt die von Ihnen verlegten Werke von Herbert W. Franke aus dem Programm von p.machinery genommen werden.«

Es wurde angeboten, telefonisch Einzelheiten zu besprechen, aber das Ergebnis war eh naheliegend. Daher die Antwort des Verlegers:

Die Vertragskündigung habe ich zur Kenntnis genommen.
Ich werde alle weiteren Arbeiten an den noch ausstehenden Bänden mit sofortiger Wirkung beenden.
Die laut 6.6.b zu übergebenden Daten werde ich Frau Päch auf einem geeigneten Datenträger übergeben, den ich ggf. in Rechnung stellen werde.
Über die weitere Verwendung der Werke von nicht mit Herrn Franke identischen Autoren und Grafikern verhandeln Sie bitte mit den Urhebern.
Die weitere Verwendung meines Buchsatzlayouts und meiner sonstigen handwerklichen Arbeiten, gleichgültig in welcher Form, untersage ich hiermit ausdrücklich.
Die Bücher werde ich abverkaufen, solange Bestand vorhanden ist.
Die dafür nötige Zeit kann verkürzt werden, wenn Frau Päch oder ein beliebiger Buchhändler die Restbestände zu den Nominalpreisen abzgl. 30 % übernimmt. Bestandszahlen per heute siehe Anlage.

Das war es also mit der SF-Werkausgabe Herbert W. Franke in der p.machinery. Der seinerzeit festgelegte Veröffentlichungsplan war bereits nach einem Jahr erkennbar zu ambitioniert ausgelegt, was Hocke hätte klar sein können – kein Kommentar dazu. Auch sein Interesse an Informationen bezog sich in all den Jahren allenfalls auf Honorarabrechnungen – die waren ganz wichtig. Alles andere hat ihn nicht interessiert – und bei aller Liebe unterliegt ein solches Projekt nicht nur Bring-, sondern durchaus auch Holschulden – sofern das Interesse am Projekt über Honorareinforderungen überhaupt hinausgeht. Aber das ist alles nicht das Thema.

Das Projekt ist beendet. Die SF-Werkausgabe Herbert W. Franke ist tot. Was Susanne Päch vorhat, ist unbekannt; sie kommuniziert nicht.

Es sind Restbestände vorhanden, auf deren Verkauf wir bestehen werden. Die Bücher sind ab sofort nur noch über unseren Buchladen bei booklooker.de verfügbar. Es wird Angebote geben, die hier nachzulesen sind. Wer den Neuigkeitenbrief abonniert hat, wird von speziellen Angeboten profitieren; aber auch nur diejenigen, die ihn abonniert haben.

Ansonsten sind wir enttäuscht. Und unser Verleger ist es noch mehr, worüber er in seinem privaten Blog ausführlicher schreiben wird.

09.09.2023: Festival Mediaval in Selb

Auf dem Festival Mediaval wird Kai Focke gemeinsam mit Friedhelm Schneidewind am Samstag, 09.09.2023, lesen:

  • 15:30-16:30 Uhr aus den Phantastischen Miniaturen der Schriftenreihe der Phantastischen Bibliothek Wetzlar und
  • 24:00-01:00 Uhr im Rahmen der Mitternachtslesung

Beide Lesungen werden im Literaturzelt stattfinden.

Am Sonntag, 10.09.2023, wird Friedhelm seinen neuen Sammelband »Brennende Labyrinthe« vorstellen (12:45-13:45 Uhr).

Die Lesungen werden wir als altramentum et claritas musikalisch begleiten.

Das Festival Mediaval findet am Goldberg in Selb statt: Infos zur Anfahrt gibt es hier.

Schneidewind, Friedhelm, BRENNENDE LABYRINTHE

 

NOVA 33

NOVA 33
Magazin für spekulative Literatur
p.machinery, Winnert, September 2023, 216 Seiten, Paperback
ISSN 1864 2829
ISBN 978 3 95765 351 2 – EUR 17,90 (DE)
E-Book: ISBN 978 3 95765 751 0 – EUR 5,99 (DE)

Der Inhalt:

NOVA Storys
Thomas Grüter: Freie Wildbahn
J. A. Hagen: Yuggoth
Anke Hüper: Außerirdische Daten
Karsten Kruschel: Kurz nach dem Einmarsch der Befreiungsarmee
Dieter Rieken: Jonas und der Held Terranovas
Glen Sedi: Kobo, das Wunschkind
Lukas Schneider: Alina
Rafael Torra: Die Spinne
Erik Wunderlich: Unearthing
Álex Souza: Unsichtbare Körper

NOVA Sekundär
Tanine Allison: Woran man einen Kriegsfilm erkennt. Der zeitgenössische Science-Fiction-Blockbuster als militärischer Rekrutierungsfilm

Mit einem Titelbild von Oliver Engelhard und Illustrationen von Uli Bendick, Klaus Brandt, Mario Franke, Gerd Frey, Frank G. Gerigk, Christian Günther, Detlef Klewer, Dieter Rieken und MIchael Wittmann.

Harbach und der österreichische Blickwinkel

Thomas Harbach, Rezensent für Robots & Dragons, gönnt uns eine Besprechung unseres Werkes zum Austrofandom:
http://www.robots-and-dragons.de/buchecke/27765-von-andromeda-bis-utopia

Sein Fazit:

„Von Andromeda bis Utopia“ reiht sich in die kleine Phalanx von wichtigen Veröffentlichungen zur Geschichte des SF- Fandoms ein. Jörg Weigand, Rainer Eisfeld, Heinz Galle und die Truppe um Alfred Vejchar haben den Staffelstab übernommen, den – immer noch unvergessen – viele Jahre Waldemar Kumming mit seinem MRU immer auf Augenhöhe der Zeit in die Höhe gehalten hat. Ihre Bücher verbinden die literarische Zukunft mit der realen Vergangenheit, lassen die älteren Fans in Erinnerungen schwelgen und öffnen den Jungspunden die Augen für die Zeit vor dem Internet, als es auch möglich gewesen ist, miteinander zu kommunizieren und sich zu Treffen.

Vejchar, Alfred (Hrsg.), VON ANDROMEDA BIS UTOPIA

Harbach und die Parzelle

Thomas Harbach hat sich auf Robots & Dragons Werner Zilligs „Parzelle“ vorgenommen:
http://www.robots-and-dragons.de/buchecke/27761-parzelle

Sein Fazit:

“Die Parzelle” ist auch heute noch ein ungewöhnlicher, lesenswerter und angesichts der verschiedenen Work-Life-Balance- Diskussionen sogar vor allem in der ersten Hälfte ein brandaktueller Roman. Gegen Ende verwischt irgendwie der rote Faden und Werner Zillig dreht absichtlich das Blatt. Aus dem langweiligen, bodenständigen Stefan Fronberg wird ein Brückenabreißer, während sein ehemaliger Klassenkamerad und Schulfreund Kuntzeler plötzlich in einer Inkarnation bieder und arrogant belehrend daherkommt. Diese Wendung kommt überraschend, aber nicht wirklich konsequent. Trotz dieser Abschlussschwäche ist die Neuauflage von “Die Parzelle” überfällig und p.machinery ist es zu verdanken, dass neben dem vor einigen Jahren veröffentlichten Band mit Kurzgeschichten auch Werner Zilligs Hauptwerk wieder vorliegt. Fehlen nur noch die im Corian Verlag publizierten Novellen, sowie Zilligs erster Kurzgeschichtenband, ebenfalls im Goldmann Verlag erschienen.

Zillig, Werner, DIE PARZELLE

Und dann die Presse

Und Rainer Erler legt noch einen drauf. In einem Interview mit der Frankfurter Rundschau erwähnt der die p.machinery und das neue Buch »Die Zukunft im Blick« — und Marc Hairapetian, der Interviewer, lässt das drin stehen. Wow! Wir sind gespannt, wie sich das auf die Verkaufszahlen auswirken wird.

Schorm, Rainer & Weigand, Jörg (Hrsg.), DIE ZUKUNFT IM BLICK