Lesung zwischen Himmel und Erde

Esther S. Schmidt war und ist mit ihrer Story »Lauflauf« in der Anthologie »Himmel und Erde«, herausgegeben von Corinna Griesbach und gekrönt von den wundervollen Collagen der Tatjana Frey, vertreten. Nun hat sie ihre Geschichte gelesen und als Film bei Instagram präsentiert. Wir dürfen die bewegte Lesung auch hier präsentieren:

 

Griesbach, Corinna (Hrsg.), HIMMEL UND ERDE. Die Bilder Tatjana Freys

Noch ausnahmsweise: Eine besondere Seelenreise durch München!

Bisher haben wir das nicht so oft gemacht – Rezensionen zu veröffentlichen –, das wird sich aber ändern. Einen Anfang macht eine Rezension, die der Benutzer »Fennek« (der Name der real existierenden Person dahinter ist der Redaktion bekannt; es handelt sich nicht um eine Gefälligkeitsrezension) bei Amazon eingestellt hat und die wir hier – auch zu Dokumentationszwecken – vollständig abbilden möchten:

Tiny Stricker hat vor vielen Jahren die deutsche ROAD NOVEL quasi erfunden, eine faszinierende Spielart der Popart, die weit über gute Unterhaltung hinausführt, uns Leser quasi mitnimmt in die Seele einer Reise, eines Landes, einer Gesellschaft. Und mit seinem neuesten Buch U-BAHN-REITER setzt er dies ganz aktuell und treffend analytisch für eine Stadt fort – am Beispiel München. Erlebt auf zahllosen, das Geschehen und die Mitreisenden exakt beschreibenden und interpretierenden U-Bahn-Fahren durch das Labyrinth der Stadt, hineinfühlend ins Labyrinth ihrer Menschen.

Der erste Satz des Buches beschreibt auch gleich den Ansatz: „U-Bahn-Fahrten, manchmal und zu bestimmten Stunden war es wirklich ein Eintauchen in eine andere Welt, eine Art Eleusis, einen Raum der Seele, die Stationen schon verwunschene, überwachsene Tempel … Natürlich muss die Rush Hour vorbei sein, eine gewisse Einsamkeit muss sich in den Ecken, im milden Licht der Abteile ausbreiten.“
Und der Autor setzt diese Reise für uns in einer wunderbar exakten, akribisch beschreibenden und dennoch auch fantasievoll träumen lassenden Weise textlich und sprachlich um – ein Genuss beim Lesen! Man wird unwillkürlich hineingesogen in dieses spezielle PEOPLE WATCHING und Aufsaugen der vielfältigen Eindrücke und Beobachtungen. Man IST DABEI, spekuliert unwillkürlich mit über das zu sehende ringsum, wird zum mitdenkenden und mitfühlenden Voyeur im positiven Sinne – denn man durchbricht automatisch, mit Tiny Stricker zusammen, die Barriere der Gleichgültigkeit, des Ignorierens unserer Umgebung, unserer Mitreisenden. Wird zum sehenden, staunenden Teil des Ganzen.
Die Dichte der Eindrücke, erschaffen durch ein buntes, facettenreiches Kaleidoskop an perfekten Beschreibungen, immer genau die richtigen Worte jeweils findend, ist beeindruckend.
Warum mich dieses Buch vielleicht ganz besonders berührt?
Ich habe inzwischen über zwanzig Jahre selbst in München gelebt, immer mit einer MVV-Jahreskarte unterwegs, fast täglich, fast immer auch mit der U-Bahn… und immer auch OHNE aufs Smartphone zu starren, sondern beobachtend, offenen Auges für die Menschen und Bilder ringsum, das Spiel der Lichter und der Schatten, dem Offenkundigen und dem vielleicht Erahnbaren. Der Reichtum von Tiny Strickers Beobachtungen erweckt vielleicht auch genau deshalb die eigenen Erinnerungen, lässt eine Saite mitschwingen, die das eigene Leben mit seinen Schilderungen in Resonanz bringt. Herrlich!
Aber auch wer nicht selbst so durch München oder eine andere urbane Infrastruktur reist, wird gefesselt sein von dem gezielten, forschenden Blick, der erweiterten Perspektive, die sich in U-BAHN-REITER erschließt.
Dieses Buch öffnet eine Tür für alle, die hinter die vorbeihuschenden Irrlichter der U-Bahn-Tunnel und das Gewirre der U-Bahnhöfe sehen wollen, hinein in die Seele der Stadt, die sich gerade hier präsentiert.
Ich könnte noch weiter schwärmen, aber besser ist es, selbst hineinzulesen.
Tiny Strickers neues Buch bekommt meine absolute Leseempfehlung.
Schenkt euch diesen so besonderen Genuss!

Autor: Fennek | Bewertung: 5 Sterne | Quelle

Stricker, Tiny, U-BAHN-REITER

»Vom seriösesten Hippie zum U-Bahn-Reiter«

Herzliche Einladung zum »Nordöstlichen Divan«

Tiny Stricker liest aus seinem jüngsten Buch und spricht mit dem Literaturkritiker und Publizisten Klaus Hübner

Niemand dachte im März 2020, als die Pandemie unser Kulturleben zum Erliegen brachte, dass wir uns heute noch mit öffentlichen Veranstaltungen schwertun würden. Der verursachte Schaden ist immens. Heute wissen wir, dass es noch lange dauern wird, bis wir ein vollbesetztes Theater oder einen Konzertsaal, eine Lesung mit Hunderten von Zuhörern erleben werden. Umso wichtiger ist es, nicht zu verzagen, sondern nach alternativen Lösungen zu suchen. Ich freue mich sehr, dass ich auf bereits Bewährtes zurückgreifen und meine im vergangenen Sommer schon begonnenen Lesungen im kleinen und »coronasicheren« Format nun fortsetzen kann!Neu

Die Lesung findet am Freitag, 16. Juli 2021, um 19:30 Uhr in der Spilhofstraße 47, 81927 München* statt.
Sowohl auf meiner Terrasse – bei schönem Wetter – als auch im Wohnzimmer unter Einhaltung der Abstandsregeln 10 Personen bequem Platz.
Danach stehen auch mein Gärtlein und weitere Zimmer für Gespräche bei Wein und Knabberzeug zur Verfügung.

Ich freue mich sehr auf Dein / Ihr / Euer Kommen und bitte um verbindliche Anmeldung bis Ende Juni.

Mit herzlichen Grüßen
Esther Leue
0176 5145 6353 oder info@esther-leue.de

* in Oberföhring: Tram 16 / 17 Taimerhofstr., Buslinie 50 Regina-Ullmann-Str. oder S8 Johanneskirchen,
auch Parkplätze sind in der Nähe vorhanden

»… – niemals war U-Bahn-Fahren so aufregend wie bei Tiny Stricker«, schreibt Klaus Hübner auf literaturkritik.de (Februar 2021). Mit dem in der Münchner Maxvorstadt lebenden Tiny Stricker durch die Stadt schlendern, mit seinen Büchern kleine Reisen machen, heißt Neues entdecken und Bekanntes neu sehen – mit seinen, »mit anderen, an der Antike und der Klassik geschulten Augen«. Mitreisende und Passanten, ihre Gesten, Blicke, Stimmungen und Codes werden beobachtet – aufmerksam, mit Empathie, nie voyeuristisch. U-Bahn-Reiter ist eine kurzweilige, nachdenkliche und anregende Roadnovel. »Wer den seriösesten Hippie aller Zeiten aus anderen Büchern kennt – hier lernt er ihn neu kennen«, stellt Hübner fest. Und wer ihn noch nicht kennt, den erwartet in dieser Lesung eine bereichernde Entdeckung!

Der im Schwäbischen geborene Tiny Stricker studierte Anglistik / Amerikanistik und Germanistik und war als Lektor, Lehrer und Leiter verschiedener Auslands-Niederlassungen des Goethe-Instituts tätig. Er ist ein zurückhaltender, bescheidener Mann der leisen Töne, der immer wieder mit seinem enormen Wissen beeindruckt, durch die Vielfalt der Schauplätze seiner Bücher überrascht und mit Details seiner außergewöhnlichen Lebensgeschichte verblüfft. Über all das erfahren wir mehr durch sein Gespräch mit Klaus Hübner. Und natürlich erhalten wir eine Kostprobe aus Tiny Strickers U-Bahn-Reiter.

Tiny Stricker: U-Bahn-Reiter (= Werkausgabe Bd. 11).
Winnert 2020: verlag p.machinery.

Der Literaturkritiker und Publizist Klaus Hübner lebt ebenfalls in München. Er studierte Germanistik, Geschichte und Kommunikationswissenschaft in Erlangen und München und war nach seiner Promotion als DAAD-Lektor an der Universidad de Deusto (Bilbao / Spanien) tätig. Hübner war Alleinredakteur der Zeitschrift Fachdienst Germanistik und Sekretär des Adelbert-von-Chamisso-Preises der Robert Bosch Stiftung. Heute ist er Redakteur der Zeitschrift Literatur in Bayern und – als Mitarbeiter des Instituts für deutsche Kultur und Geschichte Südosteuropas (IKGS) – Redaktionsmitglied der Halbjahresschrift Spiegelungen. Vor kurzem veröffentlichte er eine Auswahl seiner Schriften aus den letzten zwanzig Jahren.

Klaus Hübner: Kein Twitter, kein Facebook.
Von Menschen, Büchern und Bildern, Bände 1–4,
Winnert 2020/2021:  verlag p.machinery.

https://www.pmachinery.de/adr3/khktkfflyer202104.pdf

Die DSFP-2021-Nominierungen sind da

Die Nominierungen zum Deutschen Science-Fiction-Preis 2021 wurden veröffentlicht. Wir sind auch wieder dabei: T. Ellings Story »Die letzte Jungfrau« aus NOVA 29 wurde als »beste deutschsprachige Kurzgeschichte« ebenso nominiert wie Gabriele Behrends Roman »Salzgras und Lavendel« als »bester deutschsprachiger Roman«. Die Konkurrenz ist groß, jetzt gilt es, Daumen zu drücken. Weitere Details: hier.

Behrend, Gabriele, Salzgras & Lavendel

Und noch eine Gelegenheit, Tiny Stricker zu hören

Im Literaturradio »Hörbahn on stage« wird man Tiny Stricker am 14.07.2021 ab 18 Uhr hören können – und so die Seuche will, kann man ihn in der Georgenstraße 63 zu München sehen. Es geht vor allem um sein aktuelles Buch »U-Bahn-Reiter« und er wird über die Entstehung des Buches, sich selbst und seine Odyssee sprechen. Weitere Details zur Veranstaltung: hier. Und hier. Weitere Informationen zum Buch: hier. Und zur Werkausgabe insgesamt: hier.

Klaus Hübner liest: Von Menschen, Büchern und Bildern

Das IKGS, das Institut für deutsche Kultur und Geschichte Südosteuropas an der Ludwig-Maximilians-Universität München lädt herzlich zur Online-Buchvorstellung und -Lesung »Von Menschen, Büchern und Bildern« mit Dr. Klaus Hübner am 1. Juli 2021, 18 Uhr ein.

Der Autor, Germanist und Spiegelungen-Redakteur Dr. Klaus Hübner präsentiert im Rahmen einer Online-Lesung Auszüge seinen kürzlich erschienenen Band »Dermaleinst, anderswo und überhaupt«, dem vierten Teil seiner Tetralogie »Kein Twitter, kein Facebook – von Menschen, Büchern und Bildern«. Die Veranstaltung wird von Christina Meinusch, M. A., der Heimatpflegerin der Sudetendeutschen, in Kooperation mit dem IKGS durchgeführt.

Der in München lebende Klaus Hübner ist den Leserinnen und Lesern der IKGS-Zeitschrift Spiegelungen seit vielen Jahren als Autor und Redakteur bekannt. Der promovierte Germanist, der lange auch Lehrbeauftragter für Neuere Deutsche Literatur und Deutsch als Fremdsprache an der LMU war und zwischen 2003 und 2017 als Sekretär des Adelbert-von-Chamisso-Literaturpreises gewirkt hat, ist als Kritiker, Moderator und Feuilletonist für zahlreiche Publikationsorgane tätig.

Klaus Hübner präsentiert die Konzeption seiner vierbändigen Textsammlung und liest Auszüge aus deren viertem Band, der zahlreiche Bezüge zu den böhmischen Ländern und zu Südosteuropa aufweist. Es besteht die Gelegenheit, in einer offenen Dialogrunde mit dem Autor ins Gespräch zu kommen.

Die Anmeldung erfolgt über: schmitzer@sudeten.de. Man erhält dann einen Link zugesandt. Die Veranstaltung findet ausschließlich online statt.

Lassen Sie sich überraschen von west-östlichen Begegnungen in Literatur und Kunst.

Ihr Tobias Weger
Wissenschaftlicher Mitarbeiter
Institut für deutsche Kultur und Geschichte Südosteuropas
an der Ludwig-Maximilians-Universität München (IKGS)
Halskestraße 15 | 81379 München
ikgs@ikgs.de | www.ikgs.de

Hübner, Klaus, DERMALEINST, ANDERSWO UND ÜBERHAUPT

Einen Flyer zur gesamten Tetralogie kann man hier herunterladen.

Endlich gelungen: Vom Streunen und Spüren

Nach mehreren seuchenbedingten Verschiebungen ist es dann doch noch gelungen: Unser Werkausgaben-Autor Tiny Stricker hat am 18.06.2021 im Münchner Literaturbüro (MLb) lesen dürfen – vor Publikum. »Der Andrang hätte eine Idee besser sein können«, hat er uns geschrieben, aber angesichts der großen Hitze an dem Abend, des Fußballs und des inzwischen bekannten »Cave-Syndroms« (die Leute sitzen lieber zu Hause und zoomen oder streamen), »war es schon befriedigend«, findet er. Wir haben uns gefreut, dass Tiny Stricker endlich lesen konnte – und endlich wieder vor Publikum.

Wolfram Hirche, Vorstand des MLb, hat einen Bericht veröffentlicht: hier.

Vollendet!

Im Sumpf der täglichen Herausforderungen ist es beinahe untergegangen, aber mit Erscheinen des vierten Bandes »DERMALEINST, ANDERSWO UND ÜBERHAUPT« ist Klaus Hübners Tetralogie »Kein Twitter, kein Facebook • Von Menschen, Büchern und Bildern« vollendet. Wer alle vier Bücher auf einen Blick in kurzen Augenschein nehmen möchte, kann hier einen Flyer herunterladen, der gerne auch weiterverteilt werden darf.

Hübner, Klaus, DERMALEINST, ANDERSWO UND ÜBERHAUPT