
Ja, lang ist es her, dass der zweite Band der »Welten der SF« erschienen ist, seinerzeit mit Geschichten von Jörg Weigand. Der ursprüngliche Reihenherausgeber Frank Gerigk hat sich umgetan, aber keinen neuen Autor gefunden, der veröffentlichungswürdig und -willig gewesen wäre. Einige renommierte Namen standen auf der Agenda, aber niemand wollte. Gut.
Jörg Weigand hat ihn dann quasi überholt und die Geschichten von Kai Riedemann ins Boot geholt, die im Band 3 der Reihe präsentiert werden. Die Sammlung repräsentiert die Schaffensperiode Riedemanns – incl. seiner ersten Werke. Der Schwerpunkt ist nicht nur SF, es finden sich auch Ausflüge in die Fantastik.
Und die Märchen kommen in einem späteren Buch auch noch zum Zuge … Aber das ist ein anderes Thema …

Auch wenn der Titel darauf hinzuweisen scheint … »Brand der Liebe« von Uschi Constanze David ist kein Liebesroman im Sinne einschlägiger Verlage wie Cora & Co. Im Gegenteil. Es geht natürlich um Liebe – anderenfalls der Titel irreführend wäre –, es geht um Beziehungen, insbesondere um eine spezielle, aber vorrangig sind Thrillerelemente, ja, die kann man durchaus so bezeichnen. Dieser Roman eignet sich nicht für eine Rosamunde-Pilcher-Verfilmung – zumal er nicht von Rosamunde Pilcher stammt –, aber er ergäbe ein schönes deutsches Fernsehspiel mit eben einer Mischung aus romantischer Geschichte, Thriller, Drama, eine Mischung eben, die dem deutschen Fernsehen angemessen wäre – und in dieser Feststellung und Festlegung ist keinerlei Häme oder auch nur andeutungsweise Abwertung zu sehen. (Denn wir sind durchaus der Meinung, dass ich das gute [!] deutsche Fernsehspiel nicht nur im deutschen TV durchaus sehen lassen kann.)
Aber wir sind hier auf dem Holzweg. Der Roman wurde natürlich nicht geschrieben, um als Fernsehspiel zu enden, sondern um zu unterhalten. Als Roman. Als Lektüre. Als romantische, spannende, dramatische Geschichte mit ein paar … hm … fast schrägen Wendungen, die das Lesevergnügen garantieren.
Gut. Wir sind da parteiisch. Voreingenommen. Aber wir veröffentlichen keine Bücher, von deren Qualität wir nicht überzeugt sind. Das dürfte bekannt sein.

Es gibt wohl kaum ein Buch in unserer p.machinery, an dem der Autor so lange, so umfangreich und so detailliert – man könnte schon sagen: penibel – gearbeitet hat. Und nicht nur er – er hat auch Unterstützung gehabt, die bei der Beurteilung bis hin zu kleinsten Details hilfreich war. Am Ende steht ein Buch mit drei Geschichten, die es in sich haben, die eine ganz besondere, eine fast schon ausgefallene Form von Science-Fiction vor dem Leser ausbreiten, Geschichten, die einerseits einen Blick in die Zukunft werfen und dennoch eine eindeutige Verbindung zur Gegenwart haben. Die wenig deutsche Bezeichnung »Near Future« trifft es nicht, obwohl manchem Leser sie sicher so erscheinen wird. Denn in mindestens einem Fall – der Titelgeschichte – sollten wir alle froh sein, wenn diese Zukunft so nah nicht ist, wie sie uns erscheinen mag.

Schon am 22.02.2024 hat Friedhelm Schneidewind unter dem Titel »RE-CREATION« Science-Fiction-Geschichten zum Thema Neuschöpfung von Menschen und Dingen gelesen — in der Galerie N3,15, 67161 Mannheim im Rahmen der Kunstausstellung »UP!Fall – Upcycling Art works!«.

Das Bild zeigt Friedhelm (rechts) bei der Lesung der Geschichte »Symphonie des Glücks«, die 2021 in der Anthologie »DIAGNOSE|F. Science-Fiction trifft Psyche« erschienen ist, sowie Kai Focke, der mich bei der Geschichte mit seiner Klarinette musikalisch unterstützt hat.
Am 21.02. hat Kai Focke im Rahmen der Kunstausstellung „UP!-Fall – Upcycling Art Works!“ (https://www.art-grimm.de) fantastische Kurzgeschichten rund um das Thema Müll, Recycling und Verwertung lesen dürfen, darunter auch aus dem Hause p.machinery; siehe das beigefügte Foto, aufgenommen von Ulrike Grimm: man beachte den thematisch korrekt gekleideten Autor! ;).


Unterstützt wurde er musikalisch von Friedhelm Schneidewind. Im Lichte des Leitthemas der Kunstausstellung haben die beiden auf sogenannten Gemshörnern (gefertigt aus Kuhhorn) gespielt. Beide Fotos wurden von Ulrike Grimm aufgenommen.
Die Webseiten der beteiligten Autoren: http://www.literaturfragmente.de | https://www.friedhelm-schneidewind.de/
Schon Ende Januar wurde die Nominiertenliste für den SERAPH 2024 veröffentlicht (siehe hier). Und wieder hat sich ein p.machinery-Titel platziert, nämlich »Das Stoffuniversum« von Ralph Alexander Neumüller. Das ist in allerhöchstem Maße erfreulich – und dem Autor werden alle verfügbaren Daumen gedrückt.


»Lora« steht für »Lokalradio« und das ist ein Münchner Lokalsender, der auf 92,4 kHz UKW zu empfangen ist – und im Internet. Tiny Stricker las dort am 16.02. aus seinem neuen Roman »Hotel Amir Kabir oder Die Wege der Hippies« und sprach über sein Schreiben und die Themen des Buchs. Die Sendung wurde von Wolfram Hirche moderiert (auch bekannt aus der p.machinery-Buchpalette). Passend zu den Texten wurden Musikstücke von Canned Heat, den Beatles, Ravi Shankar etc. gespielt. Die Sendung war in Süddeutschland über die Wellenlänge 92,4 UKW und digital über die Webseite von Radio Lora zu empfangen. Erfreulicherweise steht die Aufzeichnung nun auch hier zur Verfügung:
