HALLER 14 – die Ausschreibung: Schwimmbad 1967

Welche Bilder beschwört dieses Wort herauf – Schwimmbad? Und dann – 1967! Gab es schon Tropical Islands hinter und unter Glas? Riechen wir das Chlor oder den Seetang, der im Meeresfreibecken klebt? Denken wir an den Jahrhundertsommer am Baggersee, der nie wieder kommen wird?
Das Bild von Oma als junge Frau im Badekostüm, halb versteckt am Strand, unterm Arm der Badekavalier.
Nervige Bademeister mit Trillerpfeife.
Der Junge, der damals im Dunkeln das Gitter überkletterte und vom Dreier in das leere Becken sprang.
Bunte Bäder, große Liebe, kleiner Tod.
Gäbe es den Geruch der Sonnenmilch von damals, das Surren der Wespen über geschmolzenem giftig rotem Wassereis, das ferne Kreischen und das zu laute Kofferradio, gäbe es das alles zusammen im Einmachglas, dann wäre das Schwimmbad 1967 dem Vergessen entrissen.
Aber das Einmachglas existiert nicht – versuchen wir es also mit Worten!

Bitte senden Sie bis 30. September 2016 Ihre unveröffentlichte Schwimmbad-Geschichte aus Vergangenheit oder Gegenwart, sowie

  • Ihre Vita mit Adresse
  • Ihr Foto (jpg)

an info@literaturzeitschrift-haller.de.

Umfang: 1–20 Normseiten (oder nach Absprache). Dateiformat: DOC, DOCX. Formatierung: Times New Roman 12, keine Fettschrift, keine Unterstreichung, keine Sperrung, keine Zeilennummerierungen, keine Spalten-, Abschnitts-, Seitenwechsel.
Mit Ihrer Einsendung erklären Sie sich bereit, Ihre Texte bei einer Lesung zu präsentieren bzw. ihre Texte zum Vortragen durch einen Vortragskünstler zur Verfügung zu stellen.

»Lebensräume«: Lesung und Kunstausstellung in Monschau

Monschau. Fünf Autoren und eine Künstlerin waren angereist, um im Monschauer Stadtarchiv ihre Werke zu präsentieren und damit für einen spannenden und unterhaltsamen Nachmittag zu sorgen. Das Publikum verfolgte angeregt Geschichten und Bilder rund um das Thema »Lebensräume«. Zu diesem Thema erschien unlängst die neueste Ausgabe der Monschauer Literaturzeitschrift »Haller«, die ab jetzt im Buchhandel erhältlich ist.

Georges Hausemer, Axel Bölling sowie Frauke Buchholz, Christine Graf und Anna Oldenburg zeigten, auf welch unterschiedliche Weise man sich dem Thema nähern kann. Rund zwei Stunden dauerte das literarische Programm, das Corinna Griesbach für das »Haller«-Publikum zusammengestellt hatte. Die Künstlerin Tina Reitze, die der Buchausgabe mit ihren Bildern Farbe verleiht, war ebenfalls gekommen und hatte den angeregten Besuchern einige ihrer Werke mitgebracht, die sogar vor Ort gekauft werden konnten.

Seit 2009 erscheint nunmehr die Anthologiereihe jährlich mit zwei Bänden. Über 100 Autoren aus Deutschland, Österreich und der Schweiz hatten sich mit ihren Texten beworben, zehn hatten es in die aktuelle Ausgabe geschafft. Zu fast allen Ausgaben hatten bislang Lesungen stattgefunden, oft mit den entsprechenden Bildern von Künstlern.

Kein Platz mehr frei im Monschauer Stadtarchiv am Holzmarkt.
© Literaturzeitschrift »Haller«

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HALLER: eine Heirat

Corinna Griesbach, die Herausgeberin und bisherige Verlegerin der Literaturzeitschrift HALLER, hat sich – schon vor einer Weile – entschieden, eine engere Beziehung mit p.machinery einzugehen. Die Folge: HALLER ist ab der Ausgabe 11 – die in Kürze erscheinen wird – eine p.machinery-Publikation. Technisch bleibt vieles beim Alten: Corinna Griesbach macht die Bücher, p.machinery Layout, Druck und nun auch die Vermarktung. Die HALLER-Ausgaben haben ab der Ausgabe 11 – »Lebensräume« betitelt – nicht mehr nur ISSN, sondern auch ISBN.