Alles andere als krank

… sind die Storys in diesem Buch. Die Aufgabenstellung der beiden Herausgeber, SF-Geschichten zu psychischen Erkrankungen, die mit F-Codes bezeichnet werden, zu schreiben, haben die Autoren mit erkennbaren Schwerpunkten auf typischen Symptomen, aber mit einer durchaus vorhandenen Bandbreite über alle F-Diagnosen erfüllt. Der eigentliche Mehrwert des hochwertig gestalteten Buches sind – neben den fantastischen und seitenfüllenden Illustrationen von Mario Franke und Uli Bendick (bisweilen auch als Gemeinschaftswerke zustande gekommen) – die »diagnostischen Kommentare« des einschlägig ausgebildeten Michael Tinnefeld. Man liest nicht einfach nur Geschichten über – vermeintlich – durchgeknallte Figuren in mitunter ebenso durchgedrehten Szenarien, man erfährt auch etwas über das, was unter den Erkrankungen und ihren Symptomen zu verstehen ist.

Wir erfüllen mit diesem Buch nicht nur einen Wunsch der Herausgeber, die die Idee zu dieser Anthologie hatten und sie zielstrebig zur Vollendung auf den Verlagsschreibtisch brachten. Wir erfüllen auch eine typische Aufgabe eines Verlages, einerseits für Unterhaltung, andererseits aber auch für (Weiter-) Bildung zu sorgen. Und das hat Spaß gemacht. Sagt der Verleger.

Tinnefeld, Michael & Bendick, Uli (Hrsg.): DIAGNOSE|F

Steampunk mit finsterer Maserung

Einmal mehr beehrt und Detlef Klewer, kongenialer Grafiker und Herausgeber, mit einer seiner Anthologien. Diesmal treffen die Steampunk-Plots der beteiligten Autoren auf die Phänomene und Ungeheuerlichkeiten lovecraftscher Universen, und der Herausgeber höchstselbst hat es sich nicht nehmen lassen, die Geschichten mit seinen Werken zu illustrieren.

Klewer, Detlef (Hrsg.), NECROSTEAM

Zum Jubeltage

»Man kann vieles über ihn sagen … und vieles wurde über ihn gesagt.« Wir wollen das an dieser Stelle nicht ausweiten, denn der Herr Verleger wird sich in seinem Blog ausführlicher zu diesem neuen Buch, das pünktlich zum heutigen 80sten Geburtstag Jörg Weigands erschienen ist. Mehr zum Buch gibt es also nicht nur hier, sondern auch hier.

Unter den Büchern von Thalia

Heribert Kurth ist ganz offensichtlich ein exzellenter Überreder. Thalia in Düren hat sein Buch »Unter den Sternen von Tha« in seinen Regalen platziert. Zwischen Eschbach und Peterson, unter Liu und Pratchett, über Perry Rhodan und Scalzi. Und unser kleiner Verlag zwischen Lübbe, Fischer TOR, Piper, Heyne und Goldmann. Echt nicht übel. Nicht übel. Wirklich nicht übel.

Kurth, Heribert, UNTER DEN STERNEN VON THA

Mitten aus dem Buch. Ein Lesepröbchen

Ausschreibung: Das Alien tanzt im Schlaraffenland

Kulinarische Absonderlichkeiten von und mit Außerirdischen

Ohne Essen geht es nicht. Auch Aliens benötigen Energie, und zwar nicht nur für ihre Raumschiffe, sondern ganz konkret zum Erhalt ihrer Körperfunktionen. Was steckt in ihrem Kochtopf, so sie denn überhaupt kochen? Wer steht auf dem Speiseplan? Bewegt es sich im Teller, springt wer aus der Bratpfanne, wo endet der gute Geschmack? Oder sollten wir das Essen gar nicht erkennen? Fotosynthese, Lichtwellen, Mikroorganismen, all dies könnten die Außerirdischen speisen – oder können sie gar wählen, kehren in Gourmettempeln oder Weltraumkaschemmen ein? Gibt es Rezepte, die unsere Geschmacksnerven kitzeln oder uns das Gruseln lehren?

Geschichten rund um das Essen, und auch wenn diesmal nicht getanzt wird, so geht es heiter zu in unserer Alien-Reihe. Guten Appetit wünscht Ellen Norten und freut sich auf Einsendungen bis zum 01.05.2021. Diesmal sind auch Rezepte willkommen und wenn möglich mit Bild!

Im Übrigen gelten wie immer die Bedingungen für die Ausschreibungen bei p.machinery (siehe ) und die Anforderungen an Manuskripte (sofern hier nicht anders festgelegt). Die Kommunikation wird bitte ausschließlich mit der Herausgeberin Ellen Norten (ellen.norten@gmx.de) geführt.

Was genau ist das Problem?

Der Begriff »Theodizee« ist bekannt? Wenn nicht, dann sicher die Fragestellung – und auch das Problem. Die Frage, die Ron Müllers Roman aufwirft, ist aber zunächst mal eine ganz andere: Wenn das Problem in unterschiedlicher Ausprägung gleich zwei Mal auftritt – welches Problem ist das problematischere? Oder anders gefragt: Ist das Problem kleiner, wenn ich wenigstens einige Menschen retten kann, und größer, wenn niemand Rettung erfahren wird? Und überhaupt – wer hat am Ende recht? Der Protagonist, der Autor, der Leser? Oder gar Gott? Oder das Böse?

Wer sich jetzt hinreichend in die Irre geführt fühlt, liegt richtig – und sollte sich diesen Roman gönnen, der einen weniger in die Irre, als zu der Erkenntnis führt, dass das Theodizee-Problem in ganz ungewöhnlichen Situationen eine Rolle spielen kann. Und spielt.

Müller, Ron, DAS THEODIZEE-PROBLEM

Chinesische Spitznamen

»Kleiner Drache« ist nicht nur ein Spitzname, »Kleiner Drache« ist Xialong. Norbert Stöbe – der bei p.machinery kein neuer Kunde ist – beschreibt in seinem aktuellsten Roman nicht nur das Leben einer Chinesin auf der Flucht vor ihresgleichen, sondern auch ein China, das es unter ganz anderen Umständen und zu ganz anderen Zeiten so ähnlich einmal gegeben hat, heute aber nicht denkbar ist. Es ist ein wenig eine Mischung aus dem sich gegenüber Fremden standhaft zeigenden Australien und der Bürgerpolitik der guten, alten DDR. Wer nach China rein will, hat nicht unähnliche Probleme wie der, der raus will. Stöbes Roman »Kleiner Drache« ist nur vordergründig ein Schicksalsroman; er entwickelt seine Science-Fiction quellend und brodelnd unter der Oberfläche und zeigt sich prägend im Leben der Protagonistin.

Stöbe, Norbert, KLEINER DRACHE