Auf der Jagd

Pete Farn
ARTEFAKTENJAGD
AndroSF 212
p.machinery, Winnert, April 2025, 132 Seiten, Paperback
ISBN 978 3 95765 450 2 – EUR 18,90 (DE)
E-Book: ISBN 978 3 95765 695 7 – EUR 6,49 (DE)

Sabine und Ed werden bei einer Spritztour durch das Sonnensystem (siehe AndroSF 179 »Planet der Navigatoren«) von einer mysteriösen Weltraumkatastrophe überrascht, die sie Hunderte von Lichtjahren entfernt auf einem unbekannten Planeten stranden lässt.
Dort haben sich seltsamerweise nur niedrige Lebensformen entwickelt. Bei ihrer Robinsonade entdecken sie ein Artefakt, in dem scheinbar andere Naturgesetze vorherrschen. In letzter Sekunde werden sie gerettet.
Beim Versuch, hinter das Geheimnis des Planeten und des röhrenartigen Gebildes zu kommen, stößt man in anderen Teilen der Milchstraße auf weitere Fremdkörper.
Eine heiße Spur führt sie zu einem Asteroidenring. Dort erfahren sie von seltsamen Vorkommnissen. Sie finden heraus, was vor einer Million Jahren in diesem System geschah. Die Gefahr ist längst nicht gebannt. Ein Rennen gegen die Zeit beginnt …

Titelbild von: Pete Farn

Frieden in unserer Zeit: Entwarnung!

Ulrich Harbecke
ENTWARNUNG. DER FRIEDEN BRICHT AUS
Ein satirischer SF-Roman
AndroSF 164
p.machinery, Winnert, März 2025, 104 Seiten, Paperback
ISBN 978 3 95765 446 5 – EUR 16,90 (DE)
E-Book: ISBN 978 3 95765 699 5 – EUR 5,49 (DE)

Bücher erzählen Geschichten: Manche haben selber eine. Der hier vorgelegte kleine Roman verdankt sein Entstehen dem amerikanisch-sowjetischen Gipfeltreffen vom 11. und 12. Oktober 1986. Während familiärer Ferien auf einer Hollandinsel verfolgte der Autor und Journalist Ulrich Harbecke mit Spannung die Begegnung in Reykjavik. Die Welt hoffte auf ein Ende des atomaren Rüstungswahnsinns, um nicht das Ende der Menschheit zu erleben. Die Chancen standen so gut wie noch nie.
Umso größer war die Enttäuschung.

Ein politisches Fossil wie Ronald Reagan traf (zum ersten Mal im Kalten Krieg) auf einen modernen Staatsmann der Gegenseite: Michael Gorbatschow, der mit ungeheurem Mut zum Risiko versuchte, sein versteinertes Riesenreich zu reformieren und zu modernisieren. Sensationelle Abrüstungsvorschläge waren aus Moskau gekommen, die der Westen jedoch in Siegerpose und mit reflexhaftem Misstrauen quittierte. (Bundeskanzler Helmut Kohl: »Dieser Gorbatschow ist ein zweiter Goebbels!«) – Man trennte sich ohne Ergebnis. Der Weg in die atomare Katastrophe schien weiterhin unausweichlich.
Und dann hatte Ulrich Harbecke eine Idee …

Das Titelbild schuf Klaus Brandt.

REISSWOLF 46

REISSWOLF 46
Das fantastische Rezensionsmagazin
44 Seiten, DIN A5, Broschur mit Rückenstichheftung
ISSN 2942-1837

Der »REISSWOLF« 46 enthält auf 44 Seiten Besprechungen zu Büchern von Michael Schauer, Paolo Herras, E. V. Ring, Jörg Weigand, Kai Focke & Sabine Frambach, Kai Riedemann, Ulrich Harbecke, Petra E. Jörns, Gabriele Behrend – verfasst von Elmar Huber, Judith Madera, Sarah Lutter und Thomas Harbach.

Download unter: https://www.reisswolf-magazin.de/edits/RW46komplett.pdf

#Science-Fiction #Fantastik #Fantasy #Horror #Rezensionen #Schauer #Herras #Ring #Weigand #Focke #Frambach #Riedemann #Harbecke #Jörns #Behrend #Huber #Madera #Lutter #Harbach

Erfahrung, spannend, manchmal unangenehm

Über Frank Lauenroths Storysammlung »DELTER« war im Neuigkeitenbrief 35 Anfang April zu lesen:

Frank Lauenroths »DELTER« ist eine Sammlung höchst anspruchsvoller, aber gut lesbarer Storys aus seiner Feder. Es geschieht eher selten, dass mich die Texte, die ich für ein Buchlayout vorbereite, an meiner eigentlichen Vorbereitungsarbeit hindern – aber bei Franks Storys habe ich mich mehr als einmal losreißen und zur Ordnung rufen müssen :) […]. (Das Titelbild stammt übrigens von Lothar Bauer.)

Dem ist im Augenblick praktisch nichts hinzuzufügen. Außer, dass es zum Thema Titelbild eine längere Story zu erzählen gäbe, denn das Ding war eine Sache, die mal spannend, mal unangenehm und letztlich sogar heute – am 14.04. – noch nicht endgültig gelöst ist. Da kommt noch was nach. Kein Stress, kein Ärger – ist zu hoffen -, aber jedenfalls eine Geschichte (die vielleicht sogar gemeinsam mit Frank Lauenroth geschrieben wird; man wird sehen).

Lauenroth, Frank, DELTER

 

Rainer ist dann mal weg

Was unser Verleger geschrieben hat:

Rainer Schorm kannte ich nicht wirklich gut. Ich glaube, wir sind uns nie begegnet, jedenfalls erinnere ich mich nicht. Wir haben mal telefoniert, ansonsten per E-Mail kommuniziert. Gemeinsam mit Jörg Weigand hat er für meine p.machinery eine Menge getan: Herausgaben, Texte, Grafiken, vor allem auch Titelbilder. Insgesamt nichts, was ihm einen Kurd-Laßwitz-Preis verschaffen würde — wenn er nicht eh schon einen für sein Werk gewonnen hätte –, aber für meine p.machinery doch von Bedeutung.
Und nun ist er von uns gegangen. Unter unklaren Umständen. Die genaue Todesursache kenne ich nicht. Auch der genaue Todeszeitpunkt — es wird vom 11. März ausgegangen, ausgerechnet mein Geburtstag — ist nicht fix. Klar ist nur, dass er seine heiß geliebte Katze hinterlassen hat, von der inzwischen das Gerücht kursiert, dass sie nach einer Woche ohne Wasser und Futter eingeschläfert werden musste (wobei sich vermutlich einfach niemand Gedanken darüber machte, dass man sie vielleicht wieder hätte aufpäppeln können).
Rainer hinterlässt in der SF-Szene — und nicht nur im Perry-Rhodan-Universum – eine riesige Lücke, und diese Lücke setzt sich in den Gefühlswelten vieler Menschen, vieler Fans fort.
Er ist einfach nicht mehr da.
Und ich hoffe, dort, wo er jetzt ist, geht es ihm gut. Ich bin kein gläubiger Mensch, ich glaube nicht an Gott und den Himmel, aber ich würde mir wünschen, dass mein Nichtglauben für Rainer — ja, und auch für andere Menschen — Lügen gestraft würde.

P.S.: Einen wirklichen Nachruf kann ich nicht schreiben (siehe oben). Für NOVA wird es mindestens einen oder zwei solche Nachrufe geben. Aktuell gibt es einen von Christina Hacker verfassten Nachruf.

Weigand, Jörg (Hrsg.), FANTASTISCHE WIRKLICHKEITEN. Die Bilderwelten des Rainer Schorm

 

Schneidewind im KLP

Friedhelm Schneidewind hat gemailt:

Vermutlich hast du es schon mitbekommen: Ich bin NOMINIERT für den Kurd Laßwitz Preis in der Kategorie Bester Sachtext für meinen Beitrag »Was dem einen sin Uhl. Gedanken zur Sinnhaftigkeit von Utopien und Dystopien« im Buch »Auf der Suche nach der fantastischen Sprache«, das in deinem Verlag erschienen ist.

Ob ich eine Chance auf einen der vorderen Plätze habe, wird sich erweisen; es gibt 7 Nominierte. Aber schon die Nominierung ist ein toller Erfolg, und es wäre schön, wenn du das weiterträgst und darüber informierst. Ich würde mich über jede Stimme freuen.

Ich bin übrigens noch ein zweites Mal nominiert: für den Kurd Laßwitz Sonderpreis für langjährige Leistungen im Bereich der SF 2024, und zwar »für die Redaktion und Moderation der monatlichen Radioreihe Kopf im Ohr – Literradio der VS-Regionalgruppe Rhein-Neckar«. Auch da wäre ich natürlich für jede Stimme dankbar.

Außerdem sind drei Anthologien und ein Kalender, in denen ich 2024 veröffentlicht habe, für den Kurd Laßwitz Sonderpreis für einmalige Leistungen nominiert: Campus 2049, Strandgut, SCIENCE-FICTION GOES PUNK, in deinem Verlag erschienen, und die Science-Fiction Art & Kalendergeschichten 2025.

Der Umfang dieser Nominierungen für einen einzelnen Künstler ist schon bemerkenswert. Finden wir. Und Friedhelms in der p.machinery herausragendstes (Solo-) Werk sind seine »Brennende Labyrinthe«.

Kommando Elefant im zweigeteilten All

Kommando Elefant ft. Ralph Alexander Neumüller - Traurige Maschinen

»Traurige Maschinen« erzählt von Maschinen, die durch mondbestrahlte Landschaften tanzen, die Liebe nur als kosmisches Konzept erahnen und in der Dunkelheit des Alls tappen. Zeilen wie »Die Erde ist für uns die Sprosse einer Leiter / Mit euren Raumanzügen kommt ihr nicht weiter« werfen einen melancholischen Blick auf das Verhältnis von Mensch und Maschine – passend zum futuristischen, nachdenklichen Thema des Romans.

Passend zum Thema der »traurigen Maschinen« hat die Band Kommando Elefant ein charmant selbst gebasteltes Musikvideo produziert, das auf humorvolle Weise zeigt, wie eine KI an einer vermeintlich einfachen Aufgabe scheitert. »Das heutige Ausprobieren von ChatGPT hat einen witzigen Drall genommen«, sagt die Band über den Entstehungsprozess des Videos. »So ab dem fünften Versuch dachte ich mir: Man könnte es ja genau in diese Richtung treiben. Es wurde immer schlimmer – und das fand ich unglaublich berührend.«

Das Video greift damit auf ironische Weise die aktuelle Diskussion rund um künstliche Intelligenz auf. Und verdeutlicht, dass KI keineswegs perfekt ist und es immer noch den Menschen braucht, um Ideen in die richtige Bahn zu lenken. »Es passt perfekt zur Thematik und gibt auch Hoffnung: Denn so ein Scheitern hat etwas Menschliches und zeigt, dass echte Kreativität oft mehr ist als nur Perfektion.«

Neumüller, Ralph Alexander, DAS ZWEIGETEILTE ALL