Hebben erstmals Herausgeber

Frank Hebben, unser Ex-Grafikredakteur, der uns aber immer noch verbunden ist, wird dieser Tage seine erste Anthologie herausgeben. Und wie es sich für einen echten Hebben gehört, hat diese Cyberpunk zum Thema. 15 Autoren präsentieren ihre Visionen vom verkabelten Menschen, u. a. Nova-Autoren (Thorsten Küper, Michael Iwoleit, Christian Günther, Herr Hebben selbst, Sven Klöpping uvm.). Wir hoffen, dass dieses Büchlein reichlich geordert wird und wünschen allen Käufern jede Menge Lesespaß!

Hier geht’s zum Verlag …

Und noch mal InterNova …

Wer sich für die erste und einzige(!) Printausgabe von InterNova interessiert, kann sie heute noch bestellen. Eine Mail an uns genügt (ronnie.krampe[at]facebook.com). Hier die Originalmeldung aus Facebook (auf Englisch):

„Friends & followers,

deep in the recesses of our fathomless archives my erstwhile co-editor Ronnie Krampe – the artist formerly known as Ronald M. Hahn – managed to rescue twenty copies of the legendary InterNova 1, our only printed issue, from the rats, the mildew and our friends at the CIA and the Bundesnachrichtendienst.

Anybody of you who actually managed to live up to now without owning a copy of that formidable issue, can order it now for a special price of 9 Euros (plus delivery charges for shipment outside of the EU area). Simply send a message to Ronnie. He’s on my friends list.“

Neues bei InterNova

Da Nova jetzt auf dem besten Wege ist, professionell zu werden, erhöht sich natürlich auch unser Arbeitspensum. Deshalb haben wir für unser englischsprachiges Schwestermagazin InterNova einen neuen Mitherausgeber gesucht – und gefunden. Es ist Fran Ontanaya aus Spanien. Mehr zu ihm und seinem Schaffen könnt ihr in diesem Artikel erfahren. Wir hoffen und wünschen uns, dass auch unsere deutschsprachigen Nova-Leser sich ab und zu mal auf die InterNova-Seiten „beamen“ werden. Es finden sich dort nämlich immer interessante Storys und Artikel.

Guten Rutsch!

Die Nova-Redaktion wünscht allen Lesern, Autoren und Künstlern einen guten Rutsch ins neue Jahr und auch in 2013 viele gute Ideen und viel Erfolg! Die nächste Nova-Ausgabe erscheint im Mai 2013 und wird wieder randvoll sein mit neuen Storys und Illustrationen, die sich sehen lassen können.

NOVA 20 – Die Jubiläumsausgabe!

Die Jubiläumsausgabe von NOVA, herausgegeben von Olaf G. Hilscher und Michael K. Iwoleit, ist am 18. Oktober 2012 erschienen.

Zum feierlichen Anlass unseres Jubiläums – 20 Ausgaben in zehn Jahren – haben wir einige der besten deutschen Science-Fiction-Autoren zusammengetrommelt, die eine abwechslungsreiche Mischung aktueller, ebenso unterhaltsamer wie literarisch anspruchsvoller Erzählungen präsentieren:

Christian Günther „Reichspunks“

Thorsten Küper „Rekonstruktor“

Michael Marrak „Der Kanon mechanischer Seelen“

Karsten Kruschel „Teufels Obliegenheiten“

Frank W. Haubold „Das Jenseits der Maschinen“

Sami Salamé „Himmelfahrt mit Focus 10“

Frank Hebben „Die Kinder der großen Maschine“

Marcus Hammerschmitt „Über dem Altar“

Internationale Gaststory:
Nancy Fulda (USA) „Bewegung“

Sowie einem Artikel von Thorsten Küper über „Literatur im Metaversum“

Illustriert wurden die Stories von Michael Wittmann, Christoph Jaszczuk, Jessica May Dean, Christian Günther, Si-yü Steuber, Stas Rosin, Robert Porazik, Jan Neidigk und Markus Bülow.

Das Titelbild stammt von Timo Kümmel.

NOVA 20 ist erstmals neben dem Direktvertrieb auch im Bahnhofs- und Flughafenbuchhandel in Deutschland, Österreich und der Schweiz erhältlich, ebenso als eBook via Amazon für den Kindle.

Jubiläumsausgabe NOVA 20

Unsere Jubiläumsausgabe – 20 Ausgaben und zehn Jahre! – erscheint Mitte Oktober.

Die Ausgabe versammelt Kurzgeschichten bzw. Novellen von einigen der besten und bekanntesten deutschen Science-Fiction-Autoren, z.B. Marcus Hammerschmitt, Michael Marrak, Frank W. Haubold, Michael K. Iwoleit, Steffen König, Christian Günther, Nancy Fulda, Karsten Kruschel, Frank Hebben, Sami Salamé und Thorsten Küper. Das Titelbild stammt vom letztjährigen Kurd-Laßwitz-Preisträger Timo Kümmel.

NOVA 20 wird neben dem gehabten Direktvertrieb über den Verlag auch über die Bahnhofs- und Flaghafenbuchhandlungen in Deutschland, Österreich und der Schweiz erscheinen. Eine eBook-Version für den Kindle-Reader von Amazon wird es ebenfalls wieder geben.

Wir freuen uns auf eine spannende NOVA-Ausgabe!

Herr Hahn lebt!

Zugegebenermaßen war es vielleicht nicht so geschickt, in NOVA 19 den Nachruf auf Viktor Farkas direkt vor das Special zu setzen, mit dem wir Ronald M. Hahn aus dem Herausgeber-Team verabschiedet haben. Nicht wenige haben – zumindest für eine Schrecksekunde – daraus auf ein Ableben des Herrn Hahn geschlossen. Dem ist natürlich glücklicherweise mitnichten so.
Ein Schreiben, das mich dazu erreichte, möchte ich hier veröffentlichen, weil es quasi auch nochmal ein Update des Specials ist. Es stammt von Martin Baresch, wohl eher unter seinem Geburtsnamen Martin Eisele als Autor und Übersetzer bekannt:

Lieber Olaf –

Herrgott-Kruzitürken, habt Ihr mir mit dem neuen NOVA 19 einen Schrecken eingejagt: Seh ich auf dem Backcover: „Good bye, Ronnie!“ – Blättere ich dat Dingens durch und sehe: NACHRUF, desgleichen auf der gegenüberliegenden Seite ein ganzseitiges Foto von Ronald M. – Erstmal setzen, nochmal blättern. Runterkommen. Lesen. Begreifen. Unser Ronald, er ist nicht in die Ewigen Jagdgründe der „bösen Buben“ (Eigenaussage in „Imperium Rhodanum“) eingezogen, unser Ronald, der lebt, schreibt („Sherlock Holmes und die geheimnisvolle Wand“ ist bei Blitz für 11/2012 angekündigt) und rockt (mit den Wupperkrampen). – So leid es mir für Viktor Farkas tut, dem der Nachruf galt – aber jetzt erstmal: durchatmen.
Au, Mann. Nach dem Tod von Hans Joachim Alpers, mit dem mich eine mehr als 30jährige Freundschaft verband, an der ein gewisser Herr Hahn („Gott säge und verhüte Euch!“) nicht ganz unschuldig ist, wie an so vielem anderen auch in meinem Leben, bin ich doch verdammt dünnhäutig geworden, wenn ich das Wort NACHRUF sehe, und das ausgerechnet in NOVA.
Umso schöner dann das Special, das Ihr IHM gewidmet habt.

Wobei ich bei allem neidlosen Anerkennen (und Schmunzeln) des über „Herrn“ Hahn zu Protokoll gegebenen doch irgendwie bedauere, dass „nur“ der innere Zirkel hier zu Wort kam. Deshalb hier eine ergötzliche kleine Liebeserklärung an den „bösen Buben“ von außerhalb des Zauns, auf dass sich das Bild noch ein wenig runde:

Da auch ich vor gefühlten Jahrhunderten – damals noch unter meinem Geburtsnamen Martin Eisele – einer jener „hoffnungsfrohen“ Jungautoren war, die „Herr“ Hahn sozusagen traditionsgemäß überaus gern und berechtigt auf die Schippe nahm, hätte auch ich dereinst zum Beispiel das perfekte Opfer abgeben können: Einer, der sich in einem elendig lächerlichen „Mehr-Städte-Club“ namens „Science Fiction Zentrale Kreis Göppingen“ austobte sowie als Herausgeber eines rückblickend betrachtet noch viel lächerlicheren, weil so überernst genommenen Infoblättchens namens „Newsletter“, später gar „Newsletter vereinigt mit Fanews“. Einer, der nicht wusste, wohin mit seiner kreativen Energie, der links fühlte und dachte, das alles jedoch schreibend eher noch nicht sooo ausdrücken konnte (auch in dem auf „Newsletter“ folgenden „Literarischen“ Magazin Cera Plan Orbis noch nicht), und das im Mahlstrom der schwäbischen Diaspora (!), in einem familiären Umfeld von hart arbeitenden Eltern (der Vater schuftete als Drucker) und sehr, sehr vermögenden Eltern der Freundin – bei gleichzeitiger Lehre zum – Obacht! – Steuerbevollmächtigten im Württembergischen Genossenschaftsverband; mit Zwischenstationen als Bankrevisor-Assistent.

Es gab Andere, debattengestählte und stahlharte – und, nebenbei gesagt, bierernste und total selbstverliebte – „Big Name“ Fandom-Linksguerillas (Kurt Sterz oder Kurt S. Dedenka hießen sie, glaube ich), die das Fadenkreuz auf meiner Stirn instinktgesteuert sogleich erfassten und aus allen Rohren feuerten in ihren spiritusgedruckten Kampfblättchen mit Auflage 19einhalb.
Nicht so „Herr“ Hahn. Nicht einmal, als ich IHM „mal einfach so“ ganz lässig eine Geschichte zukommen ließ mit der Bitte um Begutachtung – Titel: „Feuer, welches Körper und Seele umfließt“.
Bierernster Fan, bierernste Geschichte. Aber gaaanz tief empfunden.
Und was passiert? Ganz entgegen SEINER ansonsten doch eher spöttelnden Bemerkungen, was solche „Herrschaften“ und deren vermeintlich „schriftstellerischen“ Ergüsse anbelangte, nahm ER sich doch tatsächlich die Zeit, mir schriftlich ein paar Zeilen zu schicken, moderat: Schreiben kannst Du, aber versuch`s doch mal mit mehr Dialog, vielleicht einen Heftroman.
Woraufhin er alsbald mit einem SF-Roman von mir für die „Gemini“-Reihe bei Kelter belohnt wurde. Titel dieses Werks: „Wo ist Trost?“
Trost war natürlich der Name des agierenden genialen Weltraumagentenhelden, eine ganz wahnwitzig-putzige kleine Pointe des austrebenden Autors, wahaha. „Herr“ Hahn gab, unerschütterlich, in wohlgesetzten Worten weitere Tipps, unter anderem den, sicherlich nur ein ganz klitzekleines bisschen boshaft, es doch mal eher mit „Frauenromanen“ zu versuchen und die an HJ Alpers zu schicken, der sie agentenmäßig dann zur Verwertung bringen werde.

Solcherart beflügelt, versuchte ich es dann mit „Frauen“-Heftromanen, las „Imperium Rhodanum“ und „Garp und wie er die Welt sah“ von John Irving („Er wurde geboren mit einem sonnigen Gemüt und der Gewissheit, dass die Welt verrückt ist“) und alles von Mark Twain, Poe, Lovecraft und, natürlich, die „Science Fiction Times“ (und brachte in der No 138, glaube ich, auch mal einen Beitrag unter), guckte Monty Python, entdeckte nicht wenige Splitter eines Hahn`schen schwarzen Humors auch tief in mir, die es mir ermöglichten, mal ganz herzhaft und laut über mich selbst zu lachen, schmiss PR, meinen erlernten Beruf, die ganzen Clubaktivitäten, heiratete und schrieb Zeitschriften-„Kurzromane“, dann ein halbes Jahr später – dank HJ Alpers und seiner guten Kontakte zu Kelter regelmäßig für den „Geister Krimi“, „Kerzenschein“ und x andere Reihen, auch die damals neu gegründete Taschenheft-Reihe „Caroline“ usw; schließlich kamen „Kommissar X“-Romane dazu, unter dem Pseudonym eines befreundeten älteren Autors, und mit einem Freund aus Lüneburg zusammen ein paar Romane für „Gemini“ (die unter „Herrn“ Hahns Pseudonym Thorn Forrester veröffentlicht wurden, ohne dass „Herr“ Hahn den Liebesromanautor erkannte, obwohl selbiger als „Mark Eyssell den taffen Romanhelden gab), später dann „Damona King“ (als Ryder Delgado – als Verneigung vor „Manuel S. Delgado“ … wir ahnen, wer das war, gell), „John Sinclair“ und ein paarhundert Hefte mehr.
Irgendwann die Einsicht: Genügend Handwerkszeug gelernt. Jetzt immer nur so weiter am Fließband … och nö.
HJ Alpers gab mir 1977 die Chance, mich neben dem Heftromanbrotberuf auch als Übersetzer zu versuchen und dabei weiter zu lernen. Ausgerechnet an einem Episoden-Roman eines meiner damaligen Lieblingsautoren: John Brunner. „Sie schenkten uns die Sterne“ (1978 bei Moewig). „Herr Hahn“ gab mir Philip José Farmers „Tiers“-Serie, HJA dann Jo Claytons „Diadem“-Serie, Fred Saberhagen, Philip Dick („Schachfigur im Zeitspiel“ usw). Bald arbeitete ich neben meiner Autorentätigkeit für Kelter und Bastei für Bastei auch als Übersetzer (Wagners „Kane“-Romane, Lustbaders „Dai San-Trilogie, später die James Herbert-Paperbacks „Moon“ und „Magic Cottage“), und für Goldmann und für Luchterhand. So lief beides ein paar Jährchen parallel.
Bis ich irgendwann im Lauf eines Vortrags an der Hochschule für Film und Fernsehen in München Roland Emmerich kennenlernte, während ich schon meine Jugendbuchserie „Camelon“ schrieb, für Pelikan. Und mit Emmerich derweil an seinem Abschluss-Film herumbastelte – „Das Arche Noah-Prinzip“. Nach der Novelisation für Heyne habe ich später dann für alle in Deutschland gedrehten Emmerich-Filme das „Buch zum Film“ geschrieben, an „Stargate“ (mein ursprünglicher Arbeitstitel: „Necropol“) und „Independence Day“ mitgearbeitet und dann abgeheuert, weil, immer nur die Welt kaputtmachen … och nö. Dann lieber wieder übersetzen (Für das „Scorpionenhaus“ gab es den Literaturpreis Buxtehuder Bullen) und Kinder- und Jugendbücher schreiben („Leselöwen-Entdeckergeschichten“), eigene Drehbuchprojekte in Deutschland, Bücher unter x Pseudonymen. Und auch mal ein paar böse Geschichten (fast bis zur Pleite abgezockt von einem Agenten), noch bösere Krankheiten (Holzschutzmittelvergiftung, 20 Jahre später Gehirntumor-OP, Bestrahlung und Chemo) und geschäftsschädigende Gerüchte („Schmeißt alle Abgabetermine“) überlebt.
36 Jahre bin ich in diesem Jahr selbständig als Autor & Übersetzer, lustigerweise war am 1. April Jubiläum.

Ja, und an all dem ist eben auch dieser „Herr“ Hahn schuld. Weil er das, was er in seinem in NOVA No 6 oder 7 veröffentlichten Nachruf auf Walter Ernsting/Clark Darlton geschrieben hat, auch selber gelebt hat; weil er einen hoffnungsfrohen Schreiberling aus einem katastrophalen Soziotop zum richtigen Zeitpunkt einfach mit seinem Hahn`schen Humor über alle Grenzen hinweggetragen, ihm neue Welten, neue Sitten (im übertragenen Sinne, Du weißt schon) gezeigt, ihm den richtigen Mentor, nämlich den besonnenen HJ Alpers an die Seite gestellt und ihn trotzdem irgendwie ernst genommen (auch wenn er sich insgeheim bestimmt die Hosen nass gelacht) hat! – Und auch mit ein paar sinnvollen Tipps – und Jahre später mit Übersetzungsaufträgen – nicht gegeizt hat.

Noch eine Pointe zum Schluss: Als ich letztes Jahr endlich mal die Eier hatte, Ron mal wieder zu stören (wegen NOVA, übrigens), da fragt der mich doch, als wär seit „damals“ kein Tag vergangen: „Und? Schreibst Du immer noch diese Frauenromane für Kelter?“

Herzliche Grüße!
Martin

NOVA 19 jetzt als Kindle-eBook!

Auch wenn wir es natürlich lieber sehen, wenn NOVA in gedruckter Form gelesen wird, können und wollen wir uns den neuen Medien nicht verschliessen.

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Als besondere Aktion gibt es das eBook am Montag, dem 27. August 2012 kostenlos zum Runterladen.

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