Ein Autor weniger

Heute morgen haben wir einem Autor eine Absage geschrieben. Nach drei Lektorats- bzw. Korrektoratsanläufen. Und zugegebenermaßen langer Zeit. Er ist stinksauer. Er hält uns für unzuverlässig und vertragsbrüchig, wirft uns Verlogenheit, ständig falsche Aussagen und Hinhaltetaktik vor. Er weitet seine Kritik auf Deutsche im Allgemeinen und auf die deutsche Kleinverlagsszene im Besonderen aus. Und unsere Beweggründe, das Manuskript am Ende doch abzulehnen, interessieren ihn nicht.

Das alles ist des Autors gutes Recht.

Für uns ist es Anlass zu einer Entscheidung. Bekanntermaßen nehmen wir bis 31.12.2014 eh keine neuen Manuskripte an. Und ab 01.01.2015 werden wir neue Kontakte und neue Manuskripte ausschließlich von Frauen annehmen.
Die Zusammenarbeit mit Autoren und Herausgebern, die bereits besteht, bleibt erhalten. Auch Autoren, die nach dem 01.01.2015 an Anthologien teilnehmen, sind nach wie vor herzlich willkommen, sofern die Anthologie von einem bereits heute für uns aktiven Herausgeber herausgegeben wird – oder von einer Frau.

Cheffe, nach seinen Gründen befragt, sagte dazu nur: »Das geht euch alle einen verfluchten Scheißdreck an!« Und auf die Frage hin, ob in seinem »Hetzblog« (O-Ton des o. e. Autors; gemeint ist www.beckinsale.de) ausführlicher darauf eingehen wird, ließ er ein Notebook fliegen und knallte mehrere Türen zu.

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