Griesbach, Corinna (Hrsg.), VERLASSENE ORTE. Ein HALLER-Taschenbuch

Corinna Griesbach (Hrsg.)
VERLASSENE ORTE
Ein HALLER-Taschenbuch
Außer der Reihe 4
Dezember 2012, 212 Seiten, Taschenbuch
Print-ISBN 978 3 942533 44 7
eBook-ISBN 978 3 942533 45 4

Verfügbarkeitsende = 30.11.2017

Sind bewohnte und benutzte Zimmer und Häuser bewusst geschmückt mit den Dingen, die unser Wesen, unseren Status ausdrücken, so zeigen verlassene Gebäude ihr ungeschminktes, ehrliches Wesen. Sie sind ein nicht katalogisierter, zufällig zusammengestellter Ausstellungsraum des Vergangenen. Menschenleere Orte, Zimmer, Friedhöfe, Produktionsstätten, Krankenhäuser, Hotels, an denen seit Jahren die Zeit nagt, die verfallen, und an denen von Menschenhand nichts verändert wurde.
Der öffentliche Raum, in dem wir uns bewegen, ist überwacht und kontrolliert. Er hat eine Funktion, und der Mensch fügt sich dieser: Eingekauft wird in der Mall, gegrillt wird an festgelegten Plätzen im Park, getanzt wird in der Diskothek. An verlassenen Orten gibt es keine Überwachungskameras, ihre Funktion ist aufgehoben und ihre Geschichte bleibt verborgen. Diese Orte haben keine Aufgabe mehr, es ist nicht immer ersichtlich, für wen und wozu sie einmal geschaffen wurden. Ihre Gestaltung ist abgeschlossen, ihre Nutzung beendet, nun können sie ein ungesteuertes Eigenleben entwickeln. Sie nützen niemandem mehr. Sie haben keine Aufgabe.

Achim Stößer: Die Leere
Manuel Wiedmann: Verfall der Gegenwart
Jennifer Ander: Das Auge des Betrachters
Axel Bölling: Unser Dorf soll schöner werden
Ruth Kornberger: Pfauen klauen
Angelika Jehnes: Jägersruh
Helene Kortschak: Monolog eines Frierenden
Andrea Gärtner: Hof der Erinnerung
Oliver Henzler: Alte Häuser sterben langsam
Ralph Bruse: Das fünfte Haus
Maria Jade: Im Garten
Peter Huemer: Eine Wurzel
Florence Siwak: Der Hexentunnel
Markus Weis: Die Kinder von Prypjat
Andrea Lauer: Zu Hause
Nicolaus Kessener: Findling
Regina Schleheck: Liebes Nest
Peter Schnell: Der verwaiste Teddybär
Nicola Vahlendieck: Tante Betty
Roselinde Dombach: Der einzige Weg
Sigrid Penz: Das Haus
Gabriele Horcher: Oma
Markus Cremer: Tote Hoffnung
Marlene Schulz: Haus am Fluss
Marlies Blauth: Auflösung
Juna Lee Bendt: Fremd
Jessica Nieber: Schatten der Vergangenheit
Salina Petra Thomas: Nummer dreißig
Christian Knieps: Das Haus auf der Anhöhe
Ruth Möbius-Hanssen: Die Tote in St. Lambertus
Annika Giese: Lebensräume
Andreas Schumacher: Aus dem Tagebuch eines Messies
Simone Lehmkuhl: Verwandtschaft
Sabine Frambach: Schutzengelhaus
Sabine Bartsch: Karl sieht grau aus
Inga Kess: Die Freiheit und die Hoffnung sind blau
Susanne Haberland: Das Gräberfeld
Miriam Rieger: Zeitkapsel
Christiane Storck: Der Turmfall
Thomas Talger: Ohne Titel
Clarisa Belkova: Verborgene Schätze
Yukiko Tanaka: Spielträume für Senioren
Ilka Haederle: Das zweite Fenster
Kai G. Klein: Splitter
Eva Haring-Kappel: Verlassene Orte der Erinnerung
Nicole Makarewicz: Verloren
Swenja Caterina Bellomo: Heiliger Ort
Marion Fischl: Vielleicht im Nächsten
Tanja Wendorff: Wanderer der Stille


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2 Responses to Griesbach, Corinna (Hrsg.), VERLASSENE ORTE. Ein HALLER-Taschenbuch

  1. In der Aachener Zeitung ist ein Artikel zu einer Fotoausstellung mit den Werken von Sebastian Schwarz und einer Lesung aus der Magazinversion HALLER 7 erschienen: hier.

  2. Eine erste Rezension, in einem ganz ungewöhnlichen Blog: https://www.der-schwache-glaube.de/?p=1467#more-1467.