Norten, Ellen (Hrsg.), SCHATTENSPIEL

Ellen Norten (Hrsg.)
SCHATTENSPIEL
Des Hubert Katzmarz‘ gesammelter Werke erster Teil
mit einer Umschlagabbildung und einem Frontispiz von Thomas Franke
AndroSF 23
p.machinery, Murnau, Januar 2013, 188 Seiten, Taschenbuch
Print-ISBN 978 3 942533 42 3, EUR 11,90 (DE)
eBook-ISBN 978 3 942533 46 1, EUR 7,99 (DE)

Verfügbarkeitsende = 07.01.2018

»Spürst du nicht den Schatten, wie er herankommt? Hebe den Kopf aus dem Staub und sieh ihr zu, der scharfen Kante zwischen Hell und Dunkel. Den Fuß hat sie schon erreicht, auch wenn du ihn wegziehst, wird sie dir folgen, das Bein herauf und weiter bis in die Augen. Wirf nur trotzig den Kopf zurück, dort über den Giebeln erhebt sich der Mond, blaß und kalt und einsam im blauen Himmel steht er. Ist es der Mond, wohin mich meine Schritte führen?«
Hubert Katzmarz, Schattenspiel

»Seine Geschichten sind nichts für nebenbei und zwischendurch, sondern – im besten Sinne – unzeitgemäß, abseits, abgründig. Sie handeln von Brüchen in der Wirklichkeit, von Einsamkeit, dem Fremdwerden der Welt und, immer wieder, vom Tod. «
Helmut Petzold, »Bayern 2«, Diwan, 24.07.2004

Hubert Katzmarz wurde am 3. November 1952 in Recklinghausen geboren und wuchs im Ruhrgebiet auf. Seine ersten Geschichten schrieb er bereits als Kind. Seinem großen Interesse für Literatur folgend studierte er zunächst Sprachen, später Kommunikationsforschung und Phonetik in Bonn. Seine  Erzählungen erschienen in Zeitschriften und Magazinen, sowie in diversen Anthologien. In seinem 1987 gegründeten Verlag veröffentlichte er Kriminalromane sowie Science Fiction und Literatur aus dem Bereich der Fantastik, diese insbesondere mit Michael Siefener in der eigenen Zeitschrift  DAEDALOS. Bis zu seinem Tod im Oktober 2003 war Hubert Katzmarz  mit der Journalistin Ellen Norten verheiratet.

Ellen Norten, geboren 1957 in Gelsenkirchen, ist promovierte Biologin und Wissenschaftsjournalistin. Als freie Mitarbeiterin arbeitete sie zunächst bei verschiedenen Hörfunksendern, insbesondere beim Deutschlandfunk. Danach folgte eine längere Mitarbeit bei der Fernsehsendung »Hobbythek«, auch vor der Kamera. In dieser Zeit entstanden mehrere Sachbücher und Ratgeber. In den letzten Jahren war Ellen Norten Redakteurin beim Bayerischen Rundfunk in München und moderierte dort die Sendungen »IQ« auf Bayern 2, »Wissenschaft und Technik« auf B5 aktuell und »alpha-Forum« im Fernsehkanal BR-alpha. Zur Zeit arbeitet sie als freie Autorin.

Fantastik und Science Fiction stehen im Mittelpunkt der Geschichten von Hubert Katzmarz, der auch unter den Pseudonymen Bertram Kuzzath und Zamburt Zarthek veröffentlichte. Seine Erzählungen sind unheimlich, manchmal grausam oder kurios und spiegeln die fast surreale Welt des Autors wieder, die den Leser schnell gefangen nimmt. Hubert Katzmarz litt seit seinem vierten Lebensjahr an Epilepsie. Die Symptome der schweren Krankheit finden sich literarisch umgesetzt in vielen seiner Erzählungen wieder.
Hubert Katzmarz kam aus dem Ruhrgebiet und lebte später in Bonn. Er widmete sein Leben der Literatur, studierte Sprachen und Kommunikationsforschung. 1987 gegründete er einen Verlag, indem er Kriminalromane, Science-Fiction und Literatur aus dem Bereich der Phantastik veröffentlichte, u.a. in der Zeitschrift  DAEDALOS. Seine eigenen Erzählungen erscheinen bis heute in Magazinen und Anthologien. Fast dreißig Jahre, bis zu seinem Tod im Jahr 2003, lebte die Journalistin Ellen Norten an seiner Seite. Sie hat die Entstehung vieler Werke intensiv mit verfolgt und ist die Herausgeberin des vorliegenden Gesamtwerks.

Der Anachronist seiner Zeiten:
»Er ließ sich auf dem Autorenhöckerchen nieder und klemmte sich die Keule zwischen die Knie. ›Also noch mal von vorn: Wie du dir vielleicht schon gedacht hast, kam Achtundvierzig gerade vom Aussterben der Dinos zurück. Da traf er Zwölf. Zwölf ist ein paar Millionen Jährchen später unten gewesen, doch statt der Ursäuger traf er nur auf Heerscharen von Küchenschaben. Durch irgendeinen Umstand haben also die Küchenschaben statt der Säuger die Oberhand gewonnen. Mit anderen Worten: Uns gibt es gar nicht.‹«
Hubert Katzmarz

Vorwort
Erinnerung
Vergebliches Schauen in die Welt
Schattenspiel
Das Experiment
Der Physiker und die magischen Steine
Der Kreis
Ein Abend im Leben des Bürgers D. (Großstadtabend)
Die Konferenz der Idioten
Ein wissenschaftlicher Versuch
Des aufrechten Bürgers Nachtgebet
Eine Proletarische Weltrevolution
Der Steckbrief
LASST SIE NICHT LAUFEN, DENN SIE SIND FALSCH!
Die Gedanken sind frei
Plädoyer für einen Mörder
Menschen
Lügen
Erkennen
Sind so kleine Hände …
Eine kleine menschliche Geste
Baumschulung
Die letzte Begegnung
Doppelte Hochzeit
Der Anachronist seiner Zeiten
Der Aufenthalt
Herkules oder Die Stufen des Aufstieges
Rendezvous
An seine keusche Jungfrau
Nimm den goldenen Ring …
Die Abenteuer des Kleinverlegers H. K. im Dschungel der Literaturszene
Diptychon
Radio
Das größte anzunehmende Arschloch


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4 Responses to Norten, Ellen (Hrsg.), SCHATTENSPIEL

  1. Kira Schmidt hat in der WAZ die Bücher »Schattenspiel« und »Alptraumhaft« besprochen: http://www.derwesten.de/staedte/gelsenkirchen-buer/geschichten-aus-anderen-welten-id8680225.html. Der Artikel ist auch in einer Printversion erschienen (die wir hier natürlich nicht veröffentlichen dürfen).

  2. Ralf Steinberg hat auf fantasyguide.de auch ein Interview mit der Herausgeberin Ellen Norten geführt: hier.

  3. Ralf Steinberg hat auf fantasyguide.de eine Rezension zu diesem Buch hinterlassen: hier.

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