Kleines Jubiläum, großer Wurf

Die Reihe »Außer der Reihe«, die Werken vorbehalten ist, die in andere Reihen nicht hineinpassen, aber doch berücksichtigt werden sollten, feiert ein kleines Jubiläum: Band 20 steht zur Veröffentlichung an. – Als besonderes Highlight haben wir uns etwas ausgedacht, das niemanden erfreuen wird, der nicht bestimmte Bedingungen erfüllt.

Das Buch »Alles auf Rot« von Dirk C. Fleck erscheint als unverkäuflicher Privatdruck, der in einer Auflage von 50 Exemplaren (plus 1 Beleg für uns sowie jeweils 2 Pflichtstücke für die Deutsche Bibliothek und die Bayerische Staatsbibliothek; summasummarum also mit 55 Ex.) erscheinen wird – demnächst in der ersten Julihälfte 2017. Es gibt nur ein Hardcover mit Schutzumschlag, edelste Arbeit vom Schaltungsdienst Lange. Es gibt kein Paperback, kein E-Book, es gibt keine Nachauflagen. Und das Ganze ist nicht einfach nur ein x-beliebiges Buch; es ist nebst seinem höchst autobiografischen Charakter ein Geschenk des Verlages an einen seiner liebsten Autoren. Es war uns einfach danach.

Es ist zu befürchten, dass die 50 Exemplare bereits alle vergeben sind; wer sich dennoch bewerben möchte, kann dies per E-Mail uns gegenüber (vulgo: michael@haitel.de) oder gegenüber Dirk C. Fleck (E-Mail) tun. Wir drücken die Daumen.

Dirk C. Fleck
ALLES AUF ROT
Eine Geschichte von Sucht und Sehnsucht
Außer der Reihe 20
p.machinery, Murnau, Juni 2017, 280 Seiten, Hardcover mit Schutzumschlag
Unverkäuflicher Privatdruck

Ich verlange von Frauen nichts als eine Vollmacht zum Träumen. Den Geschmack der Liebe habe ich nirgendwo so intensiv gespürt wie unter Prostituierten. Sie geben dem Träumer, was des Träumers ist: die perfekte Illusion. Das Bordell ist die ideale Zufluchtsstätte für hemmungslose Romantiker, denen der Zeitgeist nichts anderes bedeutet als ihre schlechte Luft. Spiegelfechtereien und andere Scheinheiligkeiten dulde ich nicht in meinem roten Salon! Darf ich bitten …

Dirk C. Fleck, Jahrgang 1943, ist Journalist und war bei der Hamburger Morgenpost, bei »Tempo«, »Merian« und »Die Woche«. 1995 begann er als freier Autor für den »stern«, »GEO« und den »Spiegel«. Sein Augenmerk galt und gilt dem Thema Ökologie. Mitte der Achtziger schrieb er die erste Umweltschutzserie Deutschlands (»Fluss ohne Wiederkehr – Rettet die Elbe«, Hamburger Morgenpost). Und auch seine Romane widmen sich dem Thema. »Palmers Krieg« (1992, 2016 neu erschienen) gilt als der »Vater des deutschen Ökothrillers«. »GO! – Die Ökodiktatur« ist eine zum Kult und leider nur zu sehr zur Realität gewordene Zukunftsvision, die 1994 den Deutschen Science-Fiction-Preis erhielt. 2008 erschien »Das Tahiti-Projekt«, Teil 1 der Maeva-Trilogie, Flecks erste positive Ökoutopie, die 2009 wiederum mit dem Deutschen Science-Fiction-Preis ausgezeichnet wurde.
Nachdem Piper 2015 die Veröffentlichung des dritten Teils der Maeva-Trilogie ablehnte, ohne das Werk gelesen zu haben, kam p.machinery, ein kleiner Verlag in Murnau am Staffelsee ins Spiel. Durch die Neuausgabe des DSFP-Preisträgers »GO – Die Ökodiktatur« in diesem Verlag gab es schon Kontakte, und als sich die Gelegenheit bot, »Feuer am Fuß« zu veröffentlichen, wurde man sich schnell einig. Inzwischen ist auch die Neuausgabe von »Palmers Krieg« bei p.machinery erschienen.

»Alles auf Rot« ist eine sehr persönliche Geschichte. Die vorliegende Printversion ist ein unverkäuflicher Privatdruck, den der Autor einem ausgewählten Personenkreis zugänglich machen wird. Und die vorliegende Printversion ist ein Geschenk seines Verlegers an einen wundervollen Autor, dessen Weitblick von immer noch viel zu vielen Menschen gar nicht oder falsch eingeschätzt wird.

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